Zwei fordernde Jahre für 24 Referendarinnen und Referendare
Zwei anstrengende und fordernde Jahre warten auf 24 junge Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter, die von diesem Schuljahr an auf dem Weg zum zweiten Staatsexamen an Grund- und Mittelschulen im Landkreis Miltenberg arbeiten werden.
Auf die jungen Lehrkräfte warte eine wichtige und anspruchsvolle Aufgabe, begrüßte der Stellvertreter des Landrats im Amt, Gerald Rosel, die Gäste im großen Sitzungssaal des Landratsamts Miltenberg. Vor ihnen liege eine anspruchsvolle, abwechslungsreiche und prägende Zeit, sagte er. In den kommenden Monaten würden sie nicht nur fachlich und methodisch dazulernen, sondern auch ihre persönliche pädagogische Haltung weiterentwickeln und zunehmend Sicherheit im Umgang mit den vielfältigen Anforderungen des Schulalltags gewinnen. Der Vorbereitungsdienst werde so manche Herausforderung mit sich bringen, sagte er. Den Unterricht vorzubereiten, Lerngruppen zu führen und auf unterschiedliche Bedürfnisse einzugehen, erforderten Einsatzbereitschaft, Geduld und Durchhaltevermögen. Unter anderem gehe es auch darum, jungen Menschen wichtige Werte zu vermitteln – auch im Sinne der Demokratie. Er forderte sie auf, bei Bedarf die Unterstützung der Seminarlehrkräfte, der Betreuerinnen und Betreuer sowie der Kolleginnen und Kollegen zu nutzen. Für den Vorbereitungsdienst wünschte er allen einen erfolgreichen Start, viel Kraft und Ausdauer sowie Freude an der Arbeit mit jungen Menschen.
Die Anwärterinnen und Anwärter hätten ein großes Füllhorn an Wissen mitgebracht, sagte Schulamtsdirektor Michael Brummer und versicherte, dass auf sie „wunderbare Seminarleitungen“ warteten. Er bereitete sie auf eine fordernde Zeit vor, in der alle die Theorie mit der Praxis verzahnen werden. Von nun an seien die Anwärterinnen und Anwärter wichtige Personen für die Kinder, so Brummer. Er hoffte, dass ihnen der Rollenwechsel von der Theorie in die Praxis gelingen möge, sagte der Schulamtsdirektor. Gleichzeitig hoffte er, dass die angehenden Lehrkräfte in ihrer Freizeit nicht viel Zeit auf der Straße verbringen, sondern vielmehr viel Zeit mit Kolleginnen und Kollegen verbringen mögen. Die Grund- und Mittelschulen freuten sich riesig auf die jungen Anwärterinnen und Anwärter, versicherte er.
Der Personalrat habe stets ein offenes Ohr, wenn man Gesprächsbedarf habe, sagte Personalratsvorsitzender Felix Behl, der mit seiner Kollegin Uschi Filbert gekommen war. Wenn man als Lehrkraft einmal in leuchtende Kinderaugen geblickt habe oder von einem Kind ein Lächeln geschenkt bekommt, dann zeige das, wie wertvoll die Tätigkeit als Pädagoge und Pädagogin sei, so Behl. Er wünschte allen „viel Humor, auch bei kleinen Katastrophen.“
Begrüßt wurden die Referendare und Referendarinnen auch von ihren Seminarleitungen Christoph Hartmann, Eugen Goss, Claudia Dellert und Kristina Simon. Nach ihrer Vereidigung, die der fachliche Leiter des Schulamts, Schulamtsdirektor Ulrich Wohlmuth, vornahm, sind die jungen Leute nun Beamtinnen und Beamte auf Widerruf.