ZENTEC stellt sich neu auf

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Das Zentrum für Technologie, Existenzgründung und Cooperation (ZENTEC) befindet sich zurzeit in einer Phase der Umstruktierung. Thorsten Stürmer, seit vielen Jahren im ZENTEC tätig, wird am 1. August die Geschäftsführung von seinem Vorgänger Thomas Freser-Wolzenburg übernehmen. Das gab er in der Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft und Tourismus am Donnerstag, 9. Juli, bekannt.

Die Neuausrichtung biete die strategische Chance, die Aktivitäten konsequent weiter zu entwickeln, sagte Stürmer und kündigte eine klarere, schlankere und wirkungsorientierte Aufstellung an, bei der die Transformation eines der bestimmenden Themen sei. Das sieben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter starke Team werde die Neuausrichtung begleiten, stellte Stürmer fest und nannte künftig zwei Geschäftsbereiche: Wirtschaftsförderung und Standortmarketing sowie die Energieagentur Untermain.

So habe man einen Förderantrag für das Projekt MainTransform eingereicht, für das die ZENTEC bei erfolgreicher Annahme für 36 Monate mit einer 100-Prozent-Förderung rechnen könne. Nach dem Zusammenschluss mit der Region Mainfranken – dem kompletten Unterfranken – seien rund 5 Millionen Euro zu erwarten, von denen 1,7 Millionen Euro auf den Bayerischen Untermain entfallen würden. Dabei gehe es um die Einrichtung und Weiterentwicklung regionaler Transformationsnetzwerke sowie die Konzeption, Umsetzung und Fortschreibung von Transformationsstrategien in Wirtschaftsregionen, die von der Automobil- und Zulieferindustrie geprägt sind. Der Fokus liege dabei auf kleinen und mittelständischen Unternehmen, verwies Stürmer auf rund 150 Unternehmen in automobilnahen Technologiefeldern, die profitieren könnten. Das zu bildende Transformationsnetzwerk schaffe den Rahmen, in dem Unternehmen, Beschäftigte, Kommunen und die Zivilgesellschaft für eine zukunftsfähige Region zusammenarbeiten.

Zur Neuausrichtung gehören laut dem designierten Geschäftsführer auch ein verstärkter Austausch und die Vernetzung mit Frankfurt-Rhein-Main und Mainfranken sowie mit Kommunen, Unternehmen und der TH Aschaffenburg. Dabei gelte es, gemeinsam die Aktivitäten festzulegen, sich auf Kernaufgaben für die Region zu konzentrieren und den Mehrwert für den Bayerischen Untermain herauszuarbeiten. Geplant sei zudem, den ZENTEC-Namen neu zu gestalten und die Kommunikationsstrategie weiter zu entwickeln. Die ZENTEC sei nach dem Verkauf des Gebäudes in Großwallstadt und dem Wegfall der Existenzgründungsaktivitäten in Niedernberg ansässig, informierte Stürmer.

Den bisher erzielten Mehrwert belegte Stürmer unter anderem mit 5.400 erreichten Kindern in der Nachwuchsförderung MINTbayU, über 600 Erreichten beim Chancengleichheitsprojekt EmpowerHER (1,24 Millionen Euro Gesamtvolumen) und der regionalen Fachkräfteallianz, die unter anderem das Motto „Wo, wenn nicht hier“ entwickelt und deren regionale Stellenbörse monatlich über 10.000 Zugriffe habe. Nachdem der Geschäftsbereich der Initiative Bayerischer Untermain aufgelöst wurde, werde der regionale Apfelmarkt mittlerweile von Spessart-Mainland organisiert, beantwortete Stürmer eine Frage aus dem Gremium.

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