Wertvolle Preise für die Ausgewählten des Schaefler-Preises
Mit über 600 eingereichten Werken hat der diesjährige Schaefler-Preis wieder sehr gute Resonanz gefunden. Beim Blick auf die Werke fällt auf, dass sich die Kinder von den Bildern der Künstlerin Julia Belot – Titel: Wir und die Tiere“ – in der Obernburger Kochsmühle haben beeindrucken lassen und viele hervorragende Bilder gemalt haben. Nach der Vernissage im Landratsamt waren 13 junge Künstlerinnen und Künstler am Sonntag, 15. März, in das Eschauer Kana-Haus zur Preisverleihung eingeladen worden. Unter ihnen wurden Matteo Luthardt, Hannah Meissner und Gyonyul Nazifova zu Siegerinnen und Siegern gekürt.
Auch in diesem Jahr gab es kaum freie Sitzplätze im Kana-Haus, wo die Preise traditionell verliehen werden. Dass die Siegerehrung in Eschau stattfindet, hat einen guten Grund: In der Spessartgemeinde wurde der Expressionist Fritz Schaefler am Silvestertag des Jahres 1888 geboren. Zu seinen Ehren werde der Schaefler-Preis schon seit fast 20 Jahren in einer Kooperation zwischen Landkreis Miltenberg und der Gemeinde Eschau vergeben, führte Eschaus Bürgermeister Gerhard Rüth in die Preisverleihung ein. Nach der Begrüßung der Gäste ging Rüth auf die Wirkung der Kunst ein, mit der man zum Ausdruck bringen könne, was man mit Worten nicht vermitteln kann. Der Fantasie und der Kreativität seien dabei keine Grenzen gesetzt. Dem Künstler Fritz Schaefler fühle sich die Marktgemeinde sehr verbunden und man habe ihn mehrfach gewürdigt: mit einer Gedenktafel an seinem Elternhaus, drei Bildern im Sitzungssaal des Rathauses und der Benennung einer Straße im Areal Kreuzgasse. Als Jurymitglied wisse er, wie schwer die Auswahl der besten Bilder gewesen sei, bekannte Rüth.
Doch, so sagte er, es sei egal, ob man ausgewählt wurde oder nicht: Alleine in der Ausstellung oder bei der Preisverleihung dabei zu sein, sei bereits ein großer Gewinn.
Auch stellvertretende Landrätin Monika Wolf-Pleßmann brachte ihre Freude über die vielen qualitativ hochwertigen Bilder zum Ausdruck, die nach den aktiven Führungen durch Margarete Bernhard, Jessica Hösch, Christiane Leuner, Nadja Trautmann und Joachim Weissenberger entstanden seien. Auch die Galeristin und Kunstexpertin Cornelia König-Becker habe maßgeblich zum Erfolg der Belot-Ausstellung beigetragen, so die stellvertretende Landrätin. Der Jury hätten
Bürgermeister Gerhard Rüth, der stellvertretende Landrat Bernd Schötterl, Cornelia König-Becker, Barbara Bertlwieser und Thea Nodes angehört. Die Preise für die drei Erstplatzierten seien wertvoll, denn dabei handele es sich um Drucke von den Originalen. Dass die Werke zur Verfügung gestellt werden können, sei dem Enkel von Fritz Schaefler, Christoph Schaefler, zu verdanken, der dies noch zu Lebzeiten ermöglicht habe. Allen 13 zur Preisverleihung eingeladenen Künstlerinnen und Künstler überreichte Wolf-Pleßmann zudem ein Set Aquarellkreide sowie einen Gutschein über einen Kunstnetz-Workshop nach Wahl.
Landkreis-Kulturreferentin Juliana Fleischmann verwies darauf, dass die Preise in drei Altersgruppen vergeben wurden. In der Altersklasse I wurde unter Nina Zöller, Matteo Luthardt, Anni Schneider, Hailey Faris und Noah Emil Wöber am Ende Matteo Luthardt (Kita Sonnenhügel Obernburg) als Sieger gekürt.
In der Altersklasse II hatte am Ende unter Ella Mathes, Bryan Teri, Lotta Dölger und Hannah Meissner (Grundschule Bürgstadt) die Letztgenannte die Nase vorne. Aus der Altersklasse III waren Natalia Przedpelska, Gyonyul Nazifova, Joshua Rüth und Tymor Osypenko nominiert; es siegte Gyonyul Nazifova (Dr.-Vits-Grundschule Erlenbach).
Bei der Auswahl der Schaefler-Werke an die Ausgezeichneten habe man sich Gedanken gemacht, welches Werk zum gemalten Bild passt, erklärte Juliana Fleischmann. So bekam Matteo Luthardt die Radierung „Bauern auf dem Feld“, Hannah Meissner wurde mit „Bauernhof in Voralpenlandschaft“ bedacht und an Gyonyul Nazifova ging der Druck eines Holzschnitts mit dem Titel „Vera“.
Musikalisch umrahmt wurde die Preisverleihung durch das Trompetenduo Irma Folger und Rosalie Schindler von der Musikschule Miltenberg. Bestens organisiert wurde die Veranstaltung vor Ort vom Eschauer Büchereiteam mit Ute Obst-Freudenberger sowie den Mitarbeiterinnen der Marktverwaltung Monika Orta und Madlen Kranich.