Wertstoffhof Bürgstadt wird digital zugänglich
Eine ganz neue Form des Kundenservices will die Kommunale Abfallwirtschaft am Wertstoffhof in Bürgstadt ausprobieren. Wie Tim Bohle in der Sitzung des Ausschusses für Natur- und Umweltschutz sagte, plane man eine Öffnung im „bedienerlosen Betrieb.“
Damit, so Bohle, wolle man es den Kundinnen und Kunden der Abfallwirtschaft ermöglichen, auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten Abfall korrekt zu entsorgen. Ein Grund für den Testbetrieb sei auch, dass illegale Ablagerungen zunehmen, so dass man das Entsorgungsangebot erhöhen und vereinfachen wolle.
Mittlerweile gebe es geeignete Lösungen auf dem Markt, verwies Bohle auf die Nutzung des MAEX-Systems, das im Wertstoffhof Bürgstadt probeweise genutzt werden soll. Dieser Wertstoffhof eigne sich aufgrund seines modernen Aufbaus für die Implementierung des Systems per Smartphone-App. Die Infrastruktur sei in Bürgstadt vorhanden, die Beleuchtung werde zurzeit – unabhängig vom Pilotprojekt –ertüchtigt. Eine moderne Toranlage sei vorhanden, die Beschriftung der Abfallfraktionen ermögliche eine leichte Orientierung, das Gelände sei umzäunt und es zeichne sich durch klare Verkehrsführung aus, zeigte Bohle.
Die Funktionsweise: Über die MAEX-App können Termine auch an Montagen und Dienstagen – da ist der Wertstoffhof geschlossen – sowie an allen Wochentagen sowie an Samstagen bis 20 Uhr gebucht werden. Über die App wird auch bezahlt, falls gebührenpflichtige Fraktionen entsorgt werden. Das Tor zum Wertstoffhof lässt sich über die App öffnen, der Kunde fährt hinein und entsorgt seinen Abfall in den jeweiligen Containern.
Die Kosten für die App-Lösung seien überschaubar, sagte Bohle und nannte eine Summe von unter 20.000 Euro pro Jahr. In der Lösung sehe man hohes Potenzial, die Leistungen der Abfallwirtschaft mit relativ geringem Aufwand zu verbessern, warb Bohle um das Ja des Ausschusses, zudem werde bestenfalls kein zusätzliches Personal benötigt.
Der Ausschuss sagte nach Bohles Präsentation einstimmig Ja zur probeweisen Erweiterung des Kundenservices auf dem Wertstoffhof. Die kommunale Abfallwirtschaft werde über den Fortschritt des Projektes im Ausschuss berichten, versicherte Tim Bohle.