Viele interessante Gespräche am Ehrentag
Am bundesweiten Aktionstag „Ehrentag – Für dich. Für uns. Für alle.“ am Samstag, 23. Mai, hat sich auch das Landratsamt Miltenberg mit den Fachstellen Bürgerschaftliches Engagement und Ehrenamtskarte beteiligt. Ziel war es, einige Stunden lang auf dem Miltenberger Engelplatz mit den Bürgerinnen und Bürgern während des Wochenmarkt-Treibens ins Gespräch über ihr freiwilliges Engagement zu kommen und Informationen rund um ehrenamtliches Engagement zur Verfügung
zu stellen.
Der Ehrentag wurde von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier anlässlich des Geburtstages des Grundgesetzes ausgerufen. Sein Grundgedanke: Demokratie lebt von Menschen, die mitmachen. Daher sollten alle mit anpacken, um Deutschland ein bisschen besser zu machen. Ziel des Tages war nicht nur die Begegnung, sondern die Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts und die Menschen dazu zu bewegen, sich zu engagieren.
Am Stand des Landratsamts war das Drehen des Glücksrades der Einstieg für verschiedenste Gespräche mit den Besucherinnen und Besuchern über freiwilliges Engagement. Nicht nur Einheimische, sondern auch Menschen von außerhalb – etwa Ausflugsgäste – plauderten mit Ulrike Werner-Paulus (Fachstelle Bürgerschaftliches Engagement) und Agata Augustin (Ehrenamtskarte).
Ehrenamtlich Tätige konnten beispielsweise einen farbigen Ball in eine durchsichtige Röhre werfen. Je nach Engagement – etwa Sport, Musik, Blaulichtorganisationen, Natur- und Tierschutz, Soziales, Politik-Geschichte-Heimatkunde – zeigte sich so, wie sich die Menschen engagieren. Nach dreieinhalb Stunden hatten sich 70 Bälle in der Röhre angesammelt – der größte Teil rosafarben als Zeichen sozialen Einsatzes. Wie vielfältig dieser Bereich ist, zeigte sich in den Gesprächen. Da gab es Engagierte beispielweise in den Feldern Nachbarschafts- und Altenhilfe, Leseunterstützung, Antisemitismus, kirchliche Felder und vieles mehr.
Die zwei Fachfrauen erhielten zahlreiche Rückmeldungen über ehrenamtlich initiierte Projekte und deren Herausforderungen – etwa den Generationenwechsel, die Nachwuchsgewinnung, die ursprüngliche Planung und die erlebte Realität von Projektverläufen. Interessant waren auch die Berichte der befragten Ehrenamtlichen über ihre ganz persönlichen Engagement-Geschichten. Sie erzählten, wie sie sich im Laufe des Lebens bereits engagiert haben. Auch zeigten sie ihre Trauer,
wenn das Engagement, etwa aufgrund gesundheitlicher oder altersbedingter Einschränkungen, nicht mehr möglich war.
Einen weiteren Effekt hatten die Gespräche ebenfalls: Viele ehrenamtlich Tätige informierten sich über die Rahmenbedingungen zur Erlangung der Ehrenamtskarte und wollen das Gespräch am Stand nun zum Anlass nehmen, eine Karte zu beantragen.