Selbsthilfegruppen informieren im Landratsamt über ihre Arbeit
Bereits zum zweiten Mal hat der bundesweite Tag der Selbsthilfe stattgefunden. Auch für die Selbsthilfeförderung des Landkreises Miltenberg sowie den Arbeitskreis Selbsthilfe und Gesundheit im Landkreis war es keine Frage, daran teilzunehmen. Im Foyer des Landratsamts Miltenberg informierten Vertreterinnen und Vertreter aus der Selbsthilfe daher am Mittwoch, 16. September, interessierte Besucherinnen und Besucher.
Der Tag, der von der Nationalen Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe (NAKOS) und der Deutschen Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen (DAG SHG) ins Leben gerufen wurde, bietet Selbsthilfegruppen, Organisationen und Selbsthilfekontaktstellen die Möglichkeit, ihre Tätigkeit vorzustellen. Sie zeigen, wie vielfältig gemeinschaftliche Selbsthilfe ist und was sie für Menschen mit gesundheitlichen oder sozialen Herausforderungen, Angehörige und Fachpersonal leisten kann.
Dass Selbsthilfe im Landkreis Miltenberg ein wichtiges Thema ist, zeigt sich alleine daran, dass es derzeit rund 50 Selbsthilfegruppen gibt. Sie haben sich schon vor über 30 Jahren im Arbeitskreis „Selbsthilfe und Gesundheit“ zusammengeschlossen. Das lohnt sich, denn man kommt miteinander in Kontakt, tauscht sich aus, bildet einen Informationspool, bildet sich weiter und gestaltet gemeinsam Projekte und Aktionen. Unterstützt wird das Engagement vom Landkreis Miltenberg von der im Referat Kreisentwicklung angedockten Selbsthilfeunterstützung.
Für den weiteren Stellvertreter von Landrat Björn Bartels, Günther Oettinger, war es wichtig, sich einen Eindruck vom Engagement der Aktiven zu verschaffen.
Vor Ort informierte er sich an den Informationstischen der Selbsthilfegruppen, kam mit den Aktiven ins Gespräch und bekam aufgezeigt, wie groß der ehrenamtliche Einsatz in diesem Feld ist. So erfuhr er unter anderem Details zu Augenerkrankungen. Eine Vertreterin des Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbunds – Beratungsstelle Unterfranken-Aschaffenburg-Miltenberg – vermittelte Oettinger mit verschiedenen Brillen einen Eindruck davon, wie von der altersabhängigen Makuladegeneration Betroffene sehen und welche Herausforderung dies im Alltag bedeutet. Daneben waren auch weitere Selbsthilfegruppen vertreten wie unter anderem die Beratungsstelle für Senioren und pflegende Angehörige, der Fibromyalgie-Verein Bayern sowie der Kreuzbund, der Hilfe für Suchtkranke und deren Angehörige bietet. Auch Wissenswertes über die chronische Krankheit Endometriose wurde am Stand vermittelt.
Der Landkreis Miltenberg vermittelt gerne den Kontakt von Betroffenen zu passenden Selbsthilfegruppen und unterstützt auch die Gründung neuer Gruppen. Ansprechpartnerin ist Ulrike Werner-Paulus (Telefon: 09371/501-142; E-Mail: selbsthilfe@lra-mil.de), weitere Informationen vermittelt die Homepage des Landkreises unter www.landkreis-miltenberg.de/themen/selbsthilfefoerderung.html . Auf dieser Seite kann auch der aktuelle 60-seitige Selbsthilfe-Wegweiser mit Auflistung aller Gruppen im Landkreis Miltenberg und Kontaktinformationen heruntergeladen werden.