Schulamt verabschiedet Führungskräfte

Führungskräfteverabschiedungen im Staatlichen Schulamt Miltenberg
Führungskräfteverabschiedungen im Staatlichen Schulamt Miltenberg mit (von links) Landrats-Stellvertreter Günther Oettinger, den Schulamtsdirektoren Michael Brummer und Ulrich Wohlmuth sowie Annette Semsch, Johannes Schwaab, Angelika Hirsch, Felix Behl, Schulamtsdirektor Harald Frankenberger, Horst Kern, Dagmar Gans und Volker Hirsch. Foto: Winfried Zang

Verabschiedungen in den Ruhestand, an andere Schulen und in andere Landkreise, aber auch Änderungen in den bisherigen Funktionen standen im Mittelpunkt einer Feier des Staatlichen Schulamts Miltenberg für Führungskräfte. Die Schulamtsdirektoren Ulrich Wohlmuth, Michael Brummer und Harald Frankenberger verlängerten die Dienstbesprechung mit den Leiterinnen und Leitern der Grund- und Mittelschulen, um einigen Kolleginnen und Kollegen einen gebührenden Abschied zu ermöglichen.

Im großen Sitzungssaal des Landratsamts dankten Ulrich Wohlmuth und Michael Brummer allen Lehrkräften, die sich beruflich verändern oder in den Ruhestand gehen, für die wichtige Arbeit, die sie teilweise seit Jahrzehnten geleistet haben. Die Rektorinnen Ulrike Maier und Kerstin Lutz fanden witzige Vergleiche mit dem aktuellen Thema Fußball.
Oft gehe es um Aufstiegskampf und Relegation, immer um Teamarbeit, um Zusammenarbeit in Form von Doppelpässen, um das Erkennen des Raums, das Fördern von Talenten, die Rolle des Schiedsrichters und das Einhalten des Regelwerks. Immer passend gemünzt auf die jeweiligen zu Verabschiedenden, trafen beide genau ins Schwarze. Langer Applaus zeigte den Vortragenden, dass sie die Charaktere perfekt beschrieben hatten. Mit einem lauten Pfiff beendete Ulrike Maier den Vortrag und bemerkte: „Ihr seid jetzt offiziell ausgewechselt.“

Schulrat Michael Brummer textete den Song „Zehn kleine Jägermeister“ um und begann mit den Worten „Zehn feine Lehramtsleut‘“, wobei er bis eins herunterzählte und folgende Persönlichkeiten hervorhob: Carolin Sickinger, Johannes Schwaab und Dagmar Gans (alle Funktionsänderung), Susanne Baierl-Zachrau (Wechsel an die Mittelschule Schöllkrippen), Felix Behl (neuer Schulleiter Kardinal-Döpfner-Grund- und Mittelschule Großwallstadt), Volker Hirsch (Konrektor, Ruhestand), Angelika Hirsch (Rektorin, Ruhestand), Horst Kern (Schulleiter, Personalratsvorsitzender, Ruhestand), Annette Semsch (Schulpsychologin, Wechsel ins Schulamt Aschaffenburg) sowie Harald Frankenberger (Schulamtsdirektor, Ruhestand)

Im Namen von Landrat Björn Bartels, des Kreistags und der Landkreisverwaltung verabschiedete sich der weitere Stellvertreter des Landrats, Günther Oettinger, von Menschen, die die Schule über viele Jahre hinweg mit Kompetenz, Weitblick und großem persönlichen Engagement geprägt haben. Egal ob Ruhestand oder Wechsel: Alle verbinde ihr langer Einsatz für Bildung und die jungen Menschen im Landkreis, so Oettinger. Dass Schulen ihre wichtige Aufgabe erfüllen können, liege nicht zuletzt an den Menschen, die hier arbeiten. Die Höhen und Tiefen des Berufslebens hätten alle mit Professionalität, Engagement und Herz gemeistert, sagte er und würdigte ihre Arbeit als „unverzichtbaren Baustein für die Entwicklung unserer Gesellschaft.“ Die Ruheständler hätten nun mehr Zeit für Familie, Freunde, Reisen und Hobbys, stellte Oettinger fest, allen anderen wünschte der Stellvertreter des Landrats viel Glück in ihren neuen Funktionen.

Mit stehenden Ovationen belohnten die Gäste im Sitzungssaal den Vortrag der Schulamtsdirektoren Michael Brummer und Ulrich Wohlmuth, die als Rapper den Fantastischen-Vier-Song „Sie ist weg“ auf den scheidenden Kollegen Harald Frankenberger umtexteten. „Er ist weg und wir sind wieder allein, allein“, rappten sie und ernteten für ihre witzige Umdichtung langen Applaus und Zugabe-Rufe. Ganz allein werden sie aber nur für eine kurze Zeit sein, denn Anfang August sollen sie einen neuen Kollegen bekommen.

Harald Frankenberger, der in Kürze in die Freistellungsphase der Altersteilzeit gehen wird, sprach am Mikrofon von einem „Wechselbad der Gefühle“. Er war 1991 aus Oberfranken an den Untermain nach Erlenbach am Main gekommen. Hier sei er zunehmend verwurzelter geworden, blickte er zurück, seit April 2019 habe er die „Männer-WG“ des Schulamts verstärkt. Er blicke auf einen enormen Zusammenhalt im Schulamt und in der Schulfamilie zurück, sagte er. Nun habe er mehr Zeit für seine Hobbys Motorradfahren, Tischtennis, Musik und Astronomie, gab er einen Einblick in seine Zukunftspläne. Wie beliebt Frankenberger war, zeigte sich am Ende seiner Rede, als alle Gäste aufstanden und ihn mit langen, stehenden Ovationen feierten. Einige Lehrkräfte nutzten ebenfalls die Gelegenheit, noch einige Worte zu sagen.

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