Landkreis erwirtschaftet 2024 einen Jahresüberschuss

Großer Sitzungssaal
Foto: Medienzentrum Landratsamt Miltenberg

Der Jahresabschluss 2024 des Landkreises Miltenberg hat laut dem Leiter der Rechnungsprüfungsstelle, Daniel Steegmüller, mit einem Überschuss von rund 2,8 Millionen Euro abgeschlossen. Im Kreisausschuss gab er einen Überblick über die Ergebnis- und Finanzrechnung und schloss mit der Bemerkung, dass die finanziellen Verhältnisse des Landkreises geordnet waren und die Zahlungsbereitschaft jederzeit gegeben war.

Die Bilanz weist Steegmüller zufolge in Aktiva und Passiva jeweils einen Betrag von 247.219.220 Euro aus. Der Abschluss sei vom Rechnungsprüfungsausschuss Ende April 2026 geprüft worden mit der Empfehlung, diesen festzustellen. Wie Steegmüller weiter sagte, habe man mehrere Einzelprüfungen vorgenommen, unter anderem die Kulturveranstaltungen, den Tourismus, die Unterbringung unbegleiteter minderjähriger Ausländer im Waldhof Großheubach und den Jahresabschluss 2024 der Rohe’schen Altenheimstiftung. Der Kreisausschuss empfahl dem Kreistag daraufhin einstimmig, den Jahresabschluss 2024 festzustellen und Entlastung zu erteilen. Ebenfalls einstimmig wurde dem Kreistag empfohlen, den Jahresüberschuss von 2.802.137 Euro der allgemeinen Rücklage zuzuführen.

Einstimmig sagte der Kreisausschuss Ja zur Haushaltssatzung der Rohe’schen Altenheimstiftung für das Jahr 2025. Laut Einrichtungsleiterin Kerstin Weckwerth wird der Erfolgsplan bei Erträgen von 7.137.200 Euro und Aufwendungen von 7.132.200 Euro mit einem leicht positiven Saldo von 5.000 Euro schließen. Der Vermögensplan wird bei Einnahmen und Ausgaben von jeweils 279.647 Euro ausgeglichen sein. An Investitionen sind 130.000 Euro vorgesehen – unter anderem 98.000 Euro für Renovierungen von Zimmern, Fluren und Bädern sowie 28.000 Euro für Instandhaltungen. An Investitionen für Anlagegüter nannte sie 110.000 Euro für die weitere Ertüchtigung der Rufanlage, 21.400 Euro für die Digitalisierung und 113.600 Euro für Einrichtung und Ausstattung. Für 30.000 Euro werde das Wohnhaus für Mitarbeitende renoviert. Kredite sind nicht vorgesehen, an Kassenkrediten will man höchstens 250.000 Euro ausschöpfen.
Das Haus sei mit 97,2 Prozent im Jahr 2025 ausgelastet gewesen, schaute sie zurück. Wenig erfreulich dagegen sei, dass der Markt für Pflegekräfte leer sei und die Versorgung der Bewohnerinnen und Bewohner eine tägliche Gratwanderung sei. Man müsse daher auf teure Zeitarbeitsfirmen zurückgreifen und könne nicht alle Betten belegen. Aktuell habe man 100 pflegebedürftige Seniorinnen und Senioren in der Dauer-, Kurzzeit- und Tagespflege, um die sich 145 Mitarbeitende kümmern. Die geforderte Einzelzimmerquote von 75 Prozent sei aufgehoben worden, erklärte sie, man verfüge aktuell über 40 Einzelzimmer und 30 Doppelzimmer (Einzelzimmerquote: 57 Prozent). Als eine Gegenmaßnahme gegen den Personalmangel nannte sie die Auslandsrekrutierung – etwa mit dem Projekt „Indische Mitarbeiter zu Fachkräften qualifizieren“. Weckwerth dankte am Ende allen Spenderinnen und Spendern wie etwa der Stiftung Altenhilfe für ihre Beiträge.

Mit dem Antrag der SPD-Fraktion, der Landkreis möge offizielle Social-Media-Kanäle einrichten, um zeitgemäß und bürgernah zu kommunizieren, konnte sich der Kreisausschuss einstimmig anfreunden. Susanne Seidel, Leiterin des Büros von Landrat Björn Bartels, verwies auf ein existierendes Social-Media-Konzept: So sei der Landkreis in Kürze auf Facebook unter „Landratsamt Miltenberg“ erreichbar, bei Instagram ab sofort unter „landratsamt.miltenberg“. Auch die Personalstelle betreibe zwei Linkedin-Accounts zur Personalgewinnung. Die Kanäle würden mit den vorhandenen Personalressourcen seit 1. Juni 2026 betrieben und befänden sich im Aufbau, verantwortlich sei die Pressestelle. Seidel stellte klar, dass die Accounts in erster Linie der Information und Imagepflege dienen. Sie seien keine Bürgerkontaktstelle, da es nicht möglich sei, die Seite rund um die Uhr zu betreuen – es sei denn in Krisen- oder Schadenslagen.

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