Kreisstraße MIL 14 ist saniert und wieder befahrbar
Seit Freitagnachmittag, 31. Juli, ist die Kreisstraße 14 zwischen Pfohlbach und der Lauersmühle wieder befahrbar. Nach rund 14-wöchiger Bauzeit gaben Landrat Björn Bartels, der Leiter des Staatlichen Bauamts Aschaffenburg, Klaus Schwab, und weitere Projektbeteiligte die Strecke frei.
Seit dem 13. März 2026 wurde der rund 1,5 Kilometer lange Straßenabschnitt umfassend erneuert, verbreitert und mit einem neuen Asphaltbelag versehen. Dafür waren in den letzten Monaten umfassende Erdarbeiten zur Verbreiterung der Fahrbahn sowie zur Sicherung instabiler Böschungsbereiche nötig, auch wurden neue Schutzplanken installiert und eine neue Fahrbahnmarkierung aufgebracht. Die Straße sei nun zwischen fünf und 5,50 Meter breit, so Klaus Schwab. Das Staatliche Bauamt führte im Auftrag des Landkreises das Zepter, erklärte er bei der Eröffnung des Abschnitts. So plante das Bauamt die Arbeiten, schrieb sie aus und überwachte sie. Der Landkreis bezahlte dafür rund 1,35 Millionen Euro, als Baufirma zeichnete die Firma Leonhard Weiss (Göppingen) verantwortlich. Bei der Erneuerung handelte es sich um den zweiten Bauabschnitt, zuvor war von Oktober 2024 bis Mitte April 2025 der erste Bauabschnitt der Kreisstraße zwischen Windischbuchen und der Einmündung zur Kreisstraße MIL 20 auf einer Länge von 1,7 Kilometern für rund 1,25 Millionen Euro ertüchtigt worden.
Laut Landrat Björn Bartels standen hinter dem Vorhaben zwei Jahre intensiver Planung, guter Zusammenarbeit und engagierter Arbeit. Bartels, der aus dem Rettungsdienst kommt, wusste um die Bedeutung gut ausgebauter und sicherer Straßen. Deren Zustand entscheide im Ernstfall mit darüber, ob Rettungskräfte schnell und zuverlässig ihr Ziel erreichen. „Gute Straßen bedeuten nicht nur Mobilität, sie können im wahrsten Sinne des Wortes Leben retten“, stellte er fest. Auch deshalb übernehme der Landkreis Verantwortung für seine Kreisstraßen und der Kreistag stelle erhebliche Mittel für deren Erhalt bereit. Mit der Erneuerung erreiche man wichtige Ziele: die Erhöhung der Verkehrssicherheit, die Verbesserung der Erreichbarkeit der Gemeinden und die Stärkung des Wirtschaftsstandorts Landkreis Miltenberg. Zudem setze man, wo immer möglich, auf einen verantwortungsvollen Umgang mit Natur und Landschaft.
Der Grundsatz laute, bestehende Straßen zu erhalten und zu modernisieren, bevor neue gebaut werden. Eine leistungsfähige Kreisstraße sorge dafür, dass Menschen Arbeitsplätze, Schulen, Arztpraxen und Geschäfte zuverlässig erreichen können, sie sichere die Versorgung der Orte und verbessere die Mobilität älterer sowie mobilitätseingeschränkter Menschen. Die Straße sei „ein Stück Lebensqualität, ein Beitrag zur Daseinsvorsorge und ein wichtiger Baustein für die Zukunft des Landkreises.“ Er dankte allen am Bau Beteiligten, den Anwohnerinnen und Anwohnern für deren Geduld während der Bauzeit sowie dem Kreistag, der für beide Bauabschnitte insgesamt rund 2,6 Millionen Euro bereitgestellt habe.
Bauamtsleiter Klaus Schwab ergänzte, dass man bei der Planung viel Zeit und Sorgfalt darauf verwendet habe, das große und bedeutende Vorkommen von Feuersalamandern zu schützen. Dank umfangreicher Maßnahmen wie etwa Zäunen entlang der Baustelle sei das gelungen, sagte er und verwies unter anderem auf einen Durchgang, der den Salamandern das Unterqueren der Straße ermöglicht.
Dass die Straße erneuert wurde, gefiel auch Eichenbühls Bürgermeister Matthias Krischke, der zur Eröffnung stieß. Er sei als Junge die Strecke oft zur Schule gefahren und er freue sich nun darauf, die neue Straße zu befahren.