Jubilarehrungen und Verabschiedungen im Schulamt
Der Gründonnerstag, 12. Februar, war für einige Lehrkräfte der Grund- und Mittelschulen im Schulamtsbezirk Miltenberg ein besonderer Tag. Sie wurden für 25- und 40-jährige Dienstzeit geehrt und in den Ruhestand verabschiedet. Den Schulamtsdirektoren Harald Frankenberger und Michael Brummer bleibt der Tag auch deswegen in Erinnerung, weil sie sich angesichts des Weiberfaschings von ihren Krawatten verabschieden mussten: Zwei närrisch verkleidete Lehrerinnen schnitten die nämlich kurzerhand ab.
In der Wörther Grund- und Mittelschule eröffnete der fachliche Leiter des Schulamts Miltenberg, Schulamtsdirektor Ulrich Wohlmuth, die Ehrung, zu der auch die ehemaligen Schulamtsleiter Karl Grün und Engelbert Schmid sowie die ehemalige Schulrätin Hildegund Rüger gekommen waren. Einige Lehrkräfte wurden von ihren Schulleitungen begleitet.
Günther Oettinger, weiterer Stellvertreter des Landrats, zollte allen Lehrkräften seine Hochachtung. Sie alle zeigten großen persönlichen Einsatz für junge Menschen. Tag für Tag brächten sie sich ein und trügen dazu bei, dass die Schule nicht nur ein Ort des Lernens sei, sondern auch der persönlichen Weiterentwicklung. Der Lehrberuf sei weit mehr als nur Pflichterfüllung, steht für Oettinger fest angesichts ständiger neuer Herausforderungen. „Sie hören zu, begleiten, unterstützen und geben Halt“, wandte er sich an die Jubilarinnen und Jubilare. Dazu brauche man Geduld, Ausdauer und Einfühlungsvermögen, sagte er und wünschte den Ruheständlern Ruhe, Zufriedenheit und Zeit für alles, was bisher zu kurz kam. Den Jubilaren wünschte er weiter Freude bei der Arbeit und viel Kraft.
„Sie sind alle sehr gute Lehrkräfte“, stellte Personalratsvorsitzender Horst Kern nach einem kurzen Grußwort von Konrektorin Susanne Baierl-Zachau fest und bescheinigte allen, ihre Berufung gefunden zu haben. Für die Lehrkräfte, die seit 40 Jahren dabei sind, fand er ein prägnantes Wort: „Überragend!“ Die Ruheständler sähen allesamt „richtig gut aus“, bescheinigte er ihnen und wünschte ihnen alles Gute. Allen an diesem Tag Geehrten stattete er einen „riesigen Dank“ für die erbrachten Leistungen aus.
Schulamtsdirektor Ulrich Wohlmuth versuchte, die Leistungen in Zahlen zu verdeutlichen: Die für 40 Jahre geehrten Mittelschullehrkräfte hätten im Berufsleben rund 40.000 Unterrichtsstunden gehalten, diese auch vorbereitet und nachbereitet. Die Lehrerinnen und Lehrer aus dem Grundschulbereich hätten über 42.000 Stunden Unterricht gehalten, dazu seien 80 Elternsprechtage, 1.500 schwierige Elterngespräche, Tausende korrigierter Hefte und Mappen gekommen. „Sie haben eine enorme Leistung vollbracht“, wandte er sich an alle Lehrkräfte, „Ihre Arbeit hat eine hohe gesellschaftliche Bedeutung“. Er freue sich, wenn Lehrkräfte auch nach der Pensionierung weitermachen, auch wenn es nur wenige Stunden seien. „Das hilft uns sehr weiter“, appellierte er an alle, sich einen Ruck
zu geben.
Nach einem kurzen Grußwort des ehemaligen Schulamtsleiters Karl Grün tauschten die Lehrkräfte noch Anekdoten aus dem Berufsleben aus, ehe Schulamtsdirektor Harald Frankenberger die Urkunden überreichte und zum Gruppenfoto bat.
Geehrt wurden:
25 Jahre: Verena Albrecht, Ralf Arnold, Thomas Brand, Tanja Bräutigam, Sebastian Brönner, Manuela Dittrich, Monika Gebele, Angela Ginkel, Kathrin Heidenfelder, Friederike Klemm, Heike Mohr, Thomas Scherer, Mario Teufel, Marion Winkler, Ines Zipp-Hetzel und Katja Weigl (Verwaltung)
40 Jahre: Christine Göldner, Rita Keller, Friedrun Kirchgessner, Thomas Krenz, Birgit Lederer sowie Therese Stendel (40 Jahre und Ruhestand)
Ruhestand: Ulrike Bay, Detlef Bern, Claudia Hafermalz, Claus-Dieter Reiff und Wolfgang Wagner