Jetzt für die Lebensretter-App registrieren
Anfang des Jahres ist die Lebensretter-App in der Stadt Aschaffenburg sowie den Landkreisen Aschaffenburg und Miltenberg gestartet. Ziel der App ist es, die Überlebenschancen bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand zu erhöhen. Seit 1. März 2026 ist es möglich, dass sich qualifizierte Ersthelfende in der App registrieren. Nach einer Überprüfung ihrer Qualifikation werden sie freigeschaltet.
Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand kann die Integrierte Leitstelle für den Bayerischen Untermain registrierte Ersthelfende über deren Smartphone in der unmittelbaren Nähe des Notfalls orten und alarmieren. Die qualifizierten Retterinnen und Retter, die in den ersten drei bis fünf Minuten nach einem Herz-Kreislauf-Stillstand eintreffen, können die Überlebenschance der Patientinnen und Patienten verdoppeln bis vervierfachen. Somit wird das bewährte System der Helferinnen und Helfer vor Ort und der First-Responder-Einheiten sinnvoll ergänzt.
Die Initiative „Region der Lebensretter“, welche die App entwickelt hat, unterstützt alle Ersthelfenden bei technischen, medizinischen und organisatorischen Fragen. Nach einem Einsatz kann bei Bedarf auch direkt in der App eine psychosoziale Unterstützung angefordert werden.
Über die Website www.regionderlebensretter.de können auch die Standorte von Defibrillatoren am Bayerischen Untermain gemeldet werden. Ziel ist es, ein flächendeckendes Netz von öffentlichen Defibrillator-Standorten zu erhalten, die auch von medizinischen Laien benutzt werden können. Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand entwickeln sich nach drei bis fünf Minuten irreversible Hirnschäden. Ein Rettungswagen braucht hingegen acht bis 15 Minuten, bis er eintrifft.
Die kartographisch erfassten Defibrillatoren werden dann automatisch genutzt, um eine Ersthelferin oder einen Ersthelfer zum nächstgelegenen Defibrillator zu lotsen. Über 200 qualifizierte Ersthelferinnen und Ersthelfer haben sich seit dem 1. März 2026 bereits für die App registriert.
Die Einführung der Lebensretter-App hatte der Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung am Bayerischen Untermain - kurz ZRF - in seiner Verbandsversammlung beschlossen. Mitinitiiert wurde die Einführung auch von der
Gesundheitsregionplus Stadt und Landkreis Aschaffenburg sowie der Gesundheitsregionplus Landkreis Miltenberg, die das System künftig ebenfalls mit verwalten.