Hitzewelle baut sich auf und birgt Gefahren für Gesundheit und Wälder

Foto: Pixabay- Royber99

In ganz Deutschland, auch im Landkreis Miltenberg, baut sich gerade eine große Hitzewelle auf, die bis zum Wochenende Temperaturen von 40 Grad und höher bringen kann. Das Landratsamt Miltenberg weist die Bevölkerung daher darauf hin, dass sie sich darauf einstellen muss – sowohl mit Blick auf die eigene Gesundheit und die der Mitmenschen –, aber auch in der Natur ist aufgrund der hohen Waldbrandgefahr allergrößte Vorsicht angesagt.  

Tipps zum Thema Hitze: Da sich die Hitze belastend auf Wohlbefinden und Gesundheit auswirkt, stellt dies Menschen vor große Herausforderungen – sowohl tagsüber wie auch nachts, wenn tropische Temperaturen den Schlaf beeinträchtigen. Deshalb empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung allen Menschen, bei Hitze alle ein bis zwei Stunden mindestens ein Glas Wasser zu trinken – auch ohne Durstgefühl. Hochgerechnet entspricht dies zwischen zwei und 2,5 Liter Wasser am Tag. Dabei handelt es sich um einen Richtwert, der je nach individuellen Faktoren wie Alter, Erkrankungen und körperlicher Aktivität variiert.  

Um den Körper abzukühlen, eignen sich Arm- und Fußbäder. Diese sollten allerdings nicht zu kalt sein, da sonst Kreislaufprobleme oder übermäßiges Schwitzen auftreten können.
Bei der Nahrung sollte leichte Kost bevorzugt werden (etwa kalte Suppen, Salate), direkte Sonne sollte gemieden werden wie auch körperliche Belastungen. Wohnräume sollten tagsüber abgedunkelt und in der Nacht belüftet werden. Beim Aufenthalt im Freien sollte man sich mit langer und luftiger Kleidung sowie Sonnencreme (bestenfalls Lichtschutzfaktor 50+, regelmäßig nachcremen) vor UV-Strahlung schützen. Wenn man in die Sonne muss, wird zudem das Tragen einer Sonnenbrille mit UV-Schutz sowie das Tragen einer Kopfbedeckung dringend empfohlen.  

Besondere Vorsicht gilt für Menschen, die regelmäßig Medikamente einnehmen, denn Hitze kann Wirkung und Verträglichkeit von Arzneimitteln beeinflussen. Darüber sollte man mit seinem Arzt oder Apotheker reden. Die Bevölkerung wird darüber hinaus gebeten, auch auf Mitmenschen zu achten, ihnen Hilfe anbieten und besonders ältere, pflegebedürftige und chronisch kranke Menschen im Blick zu behalten wie auch Säuglinge und Kleinkinder. Auch Personen, die schwer körperlich und/oder im Freien arbeiten, Schwangere und Obdachlose bedürfen eines besonderen Schutzes und erhöhter Aufmerksamkeit.

Waldbrandgefahr: Mit der Hitze und der Trockenheit steigt auch die Gefahr von Wald- und Vegetationsbränden. So ist laut Kreisbrandrat Martin Spilger damit zu rechnen, dass im Landkreis Miltenberg am Wochenende die höchste Warnstufe 5 erreicht wird. Die Feuerwehren und die Abteilung Sicherheit und Ordnung am Landratsamt bitten die Bevölkerung daher um die Beachtung folgender Verhaltensregeln:

  • Kein offenes Feuer im Wald oder in Waldnähe! Lagerfeuer, Grillen oder das Abbrennen von Pflanzenresten sind nur mit entsprechender Genehmigung der zuständigen Gemeinde erlaubt – und selbst dann nur unter größter Vorsicht, insbesondere bei Wind.
  • Gelöschte Feuer beaufsichtigen, bis die Glut vollkommen erloschen ist
  • Zigarettenstummel nicht achtlos wegwerfen! Auch bei Autofahrten: Aus dem Fenster geworfene Glutreste können Böschungs- und Waldbrände verursachen.
  • Keine Fahrzeuge auf trockenem Gras abstellen: Heiße Fahrzeugteile, insbesondere Katalysatoren, können schnell als Zündquelle wirken.
  • Zufahrten freihalten: Feuerwehrzufahrten und Rettungswege dürfen nicht blockiert werden.
  • Im Ernstfall: Sofort Notruf 112 wählen! Bitte die Brandstelle so genau wie möglich angeben, damit Einsatzkräfte schnell reagieren können. Sollte das schwer möglich sein, sollten Anrufende vor Ort bleiben und die anrückenden Einsatzkräfte zum Brandort einweisen.

Damit Waldbrände möglichst früh entdeckt werden, hat die Regierung von Unterfranken zudem von Freitag bis Sonntag, 26. bis 28. Juni, die Luftbeobachtung angeordnet.

Einen aktuellen Blick auf den Waldbrand-Gefahrenindex gibt der Deutsche Wetterdienst auf der Internetseite www.wettergefahren.de/warnungen/indizes/waldbrand.html.

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