Gemeinsam für eine starke Gesundheitsversorgung im Landkreis

2 Personen sitzen gemeinsam an einem Tisch und reden miteinander
Im Austausch über die Zukunft der Gesundheitsversorgung im Landkreis Miltenberg: Landrat Björn Bartels (rechts) und Stefan Lang, Vorstand der BKK Akzo Nobel, betonten die enge Partnerschaft zwischen Landkreis und Krankenkasse sowie die gemeinsame Verantwortung für eine wohnortnahe Gesundheitsversorgung. Foto: Landratsamt

Die Zukunft der Gesundheitsversorgung im Landkreis, Prävention sowie die finanzielle Stabilität der gesetzlichen Krankenversicherung standen im Mittelpunkt eines Gesprächs zwischen Landrat Björn Bartels und Stefan Lang, Vorstand der BKK Akzo Nobel.

Angesichts des demografischen Wandels und des zunehmenden Fachkräftemangels waren sich beide Seiten einig, dass frühzeitig die richtigen Weichen gestellt werden müssen, um eine wohnortnahe und qualitativ hochwertige Versorgung auch künftig sicherzustellen. Er freue sich über den offenen und konstruktiven Austausch mit der BKK, so Landrat Bartels. Die regionale Krankenkasse bringe sich auch als aktiver Mitgestalter der Gesundheitsversorgung ein - in der GesundheitsregionPlus wie auch im Famulatur-Programm, das Medizinstudierenden den ländlichen Raum als attraktiven Arbeits- und Lebensmittelpunkt näherbringen soll. Ebenso setze sich die BKK mit Projekten der betrieblichen Gesundheitsförderung sowie der Prävention in Kitas, Schulen und weiteren Lebenswelten für die Gesundheit ein. Zudem verfolge sie das Ziel, ihr Engagement im Bereich Prävention auszubauen und Angebote im Sinne ihrer Versicherten stetig weiterzuentwickeln.

Die BKK Akzo engagiere sich bewusst dort, wo Menschen leben und arbeiten und bringe sich aktiv in regionale Netzwerke ein, betonte Stefan Lang. Wie auch der Landkreis verfolge man ein gemeinsames Ziel, nämlich eine wohnortnahe und zukunftsfähige Gesundheitsversorgung.

Ein weiteres Thema drehte sich um die finanziellen Herausforderungen der gesetzlichen Krankenversicherung, deren Ausgaben seit Jahren deutlich stärker als die Einnahmen steigen. Das angekündigte Beitragssatzstabilisierungsgesetz könne kurzfristig Entlastung schaffen und den Handlungsdruck für 2027 verringern, langfristig seien jedoch weitergehende Reformen erforderlich.

„Wir brauchen eine nachhaltige Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung“, forderte Stefan Lang, gleichzeitig sei es wichtig, den regionalen Bezug zu erhalten. Wettbewerb schaffe Innovation und Servicequalität und hebe Potenziale, um die Verwaltungskosten gering zu halten. „Fusionen können sinnvoll sein, sollten aber aus eigener Entscheidung unter Wahrung der Interessen der Versicherten erfolgen“, so Lang.

Zum Abschluss des Gesprächs bekräftigten Landrat Björn Bartels und Stefan Lang ihren gemeinsamen Anspruch, die Gesundheitsversorgung im Landkreis Miltenberg auch künftig partnerschaftlich weiterzuentwickeln. Die BKK Akzo Nobel werde dabei weiterhin als regionaler Dienstleister, verlässlicher Ansprechpartner und starke Säule der Gesundheitsversorgung Verantwortung übernehmen.

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