Fassadenkunst ziert die Müllumladestation Erlenbach

Müllumladestation Erlenbach
hoechst_creativ_GmbH

An der Umschlaghalle der Müllumladestation Erlenbach kann man ab sofort ein echtes Kunstwerk bewundern: Graffiti, erschaffen von der Agentur Lucky Walls (Bremen / www.luckywalls.de), machen die Arbeit auf der Anlage der Kommunalen Abfallwirtschaft sichtbar. Basierend auf einer Idee der Kommunalen Abfallwirtschaft des Landkreises Miltenberg, entwickelten diese und Agentur gemeinsam, welche Inhalte das großformatige Graffito haben sollte. Im Ausschuss für Natur- und Umweltschutz war die Idee bereits im Oktober vergangenen Jahres vorgestellt worden. Von der Idee bis zur fertigen Umsetzung verging rund ein halbes Jahr.

Nun können von der vielbefahrenen Staatsstraße aus den verschiedenen Objekten aus dem Alltag der kommunalen Abfallwirtschaft als Graffiti gesehen werden wie beispielsweise Flaschen, Bauabfälle, Bioabfall, Elektroschrott und vieles mehr. Dynamisch aneinandergereiht und auf zwei Fassadenteilen verteilt, stehen diese Objekte für die gängigsten, allgemein bekannten Abfallgruppen, ohne jedoch zu feinteilig zu werden. Abfall wird dadurch unerwartet ästhetisch.

Dass das Kunstwerk an der Müllumladestation Erlenbach installiert wurde, kommt nicht von ungefähr: In diesem Entsorgungszentrum werden die Abfallfraktionen Restmüll, Papiermüll und Sperrmüll aus der Müllabfuhr im gesamten Landkreis Miltenberg umgeschlagen. Die Abfälle werden der Wiederverwertung, bei Rest- und Sperrmüll auch der Beseitigung zugeführt. Auf der Anlage befindet sich zudem ein Wertstoffhof, auf dem Privatleute sowie Gewerbetreibende Abfälle aller Art anliefern können. Diese werden getrennt erfasst, um möglichst hohe Wiederverwertungsquoten zu erreichen.

Die Anlage kann somit als ein erster Anlaufpunkt im Recyclingprozess verstanden werden und genau dies soll das Graffiti verdeutlichen. Es visualisiert, dass am Standort Erlenbach Mülltrennung betrieben wird und macht somit die tägliche Arbeit der Kommunalen Abfallwirtschaft auf den Wertstoffhöfen sichtbar.

Das gefiel auch Landrat Björn Bartels, der zusammen mit Tim Bohle und Peter Stöcker von der Agentur Lucky Walls die Objekte in Augenschein nahm. Nun werde Bartels zufolge auf künstlerische Weise vermittelt, dass Abfall nicht einfach verschwindet, sondern Teil eines Kreislaufs ist. Ressourcen würden gesammelt, sortiert, verwertet und möglichst wieder dem Wirtschaftskreislauf zugeführt, so der Landrat. Daher gehe es bei der Installation nicht nur um Ästhetik, sondern um Sichtbarkeit, Wertschätzung und Kommunikation. Aufklärung bleibe beim Thema Mülltrennung weiterhin wichtig, zeigte sich Bartels überzeugt, aber alleine die klassischen Informationen wie Broschüren erreichten nicht immer alle Bürgerinnen und Bürger. Die künstlerische Gestaltung schaffe Aufmerksamkeit, wecke Interesse und spreche die Menschen auf einer emotionalen Ebene an. Der auf der Installation platzierte Slogan „Heute trennen – für morgen“ soll laut Tim Bohle die Verantwortung eines jeden Einzelnen für eine lebenswerte Zukunft manifestieren.

Mit dem Kunstwerk an der Müllumladestation alleine sei es aber nicht getan, verweist der Leiter der kommunalen Abfallwirtschaft auf die Verwendung des Kunstwerks auch in anderen Facetten der Öffentlichkeitsarbeit – etwa bei Führungen mit Schulkassen oder mit Bannern, zum Beispiel auf Fahrzeugen.

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