Ehrenabend endet mit stehenden Ovationen für Bernd Schötterl

Letztmals in seiner Funktion als stellvertretender Landrat in dieser Legislaturperiode hat Bernd Schötterl am Mittwoch, 29. April, zahlreiche Gäste am Ehrenabend des Landkreises begrüßt. Im Bürgerzentrum Elsenfeld hieß er unter anderem auch Björn Bartels willkommen, der vom 1. Mai an neuer Landrat des Landkreises Miltenberg ist. Am Ende erhielt Schötterl bei seinem letzten öffentlichen Auftritt stehende Ovationen.

Zahlreiche Ehrengäste aus der Landes-, Bezirks- und Kreispolitik sowie Bürgermeisterinnen und Bürgermeister wohnten dem Ehrenabend bei und zeigten ihre Wertschätzung für Menschen, die sich in herausragender Weise für die Gesellschaft engagieren. Diese Menschen, deren Einsatz alles andere als selbstverständlich ist, machten laut Schötterl die Gemeinschaft Tag für Tag ein Stück besser. Es komme darauf an, dass Menschen ihre Freiheit nutzen, Verantwortung übernehmen und damit selbst zum Gelingen des Gemeinwesens beitragen. „Freiheit entfaltet ihren eigentlichen Sinn erst dort, wo sie mit Verantwortung verbunden wird“, stellte er fest und bescheinigte allen zu Ehrenden, dass sie „Freiheit nicht nur für sich selbst nutzen, sondern Zeit, Kraft und Engagement in den Dienst anderer stellen und Verantwortung mit großer Wirkung für die Gemeinschaft übernehmen.“ Im Landkreis sei nahezu jeder zweite Erwachsene ehrenamtlich aktiv, darauf könne man mit Stolz und Dankbarkeit blicken. Ob in großen Krisen oder im Alltag: Ohne den Einsatz der Ehrenamtlichen wäre das Gemeinwesen in dieser Form nicht denkbar. „Sie zeigen, welche Werte wirklich zählen – Verantwortung, Solidarität und gegenseitige Unterstützung“, sagte er.

Der designierte Landrat Björn Bartels merkte an, dass es oft auf den ersten Blick nicht sichtbar sei, wie viel die Ehrenamtlichen leisten, „oft ganz selbstverständlich, ohne große Worte, ohne Erwartung von Anerkennung.“ Genau deshalb sei es dem Landkreis ein wichtiges Anliegen, dieses Engagement sichtbar zu machen. Denn hinter jeder Auszeichnung stehe eine ganz persönliche Geschichte „von Einsatzbereitschaft, von Verantwortung, von Verlässlichkeit.“ Bartels‘ Dank galt zudem den Familien sowie Partnerinnen und Partner der Geehrten, denn ohne deren Unterstützung sei der ehrenamtliche Einsatz nicht möglich. Für den Bayerischen Gemeindetag stellte der stellvertretende Kreisvorsitzende Dietmar Fieger fest, dass Staat und Kommunen nur die äußere Hülle mit Gesetzen und Infrastruktur bereitstellen, dass aber die Menschen diese mit Leben füllen müssten. Sie gründeten Vereine, organisierten Veranstaltungen und brächten Menschen zusammen. Die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister wüssten das sehr zu schätzen, sagte er und freute sich: „Gottseidank gibt es noch so viel Gemeinwesen.“

Bernd Schötterl leitete anschließend zu den Ehrungen und Gratulationen über.

Dienstzeitauszeichnungen für ehrenamtliche Tätigkeiten für den Landkreis in der Kreisheimatpflege, der Kreisarchivpflege sowie im Kreismedienzentrum überreichte er an Kreisheimatpfleger Bernhard Springer (zehn Jahre mit besonderem Fokus auf Heimat- und Kunstgeschichte), Kreisheimatpflegerin Hedwig Eckert (seit 25 Jahren außergewöhnliches Engagement im Bereich Volks- und Brauchtum) und Kreisarchivpfleger Sascha Papke (über zehn Jahre Unterstützung der Gemeinden bei der Archivpflege). Vier Ehrenamtliche im Kreismedienzentrum wurden ebenfalls ausgezeichnet: Egon Galmbacher hat das Zentrum über beinahe fünf Jahrzehnte hinweg maßgeblich aufgebaut und seit 1996 als Leiter mit allergrößtem Engagement weiterentwickelt und geprägt. Dietmar Küchel (über zehn Jahre aktiv, insbesondere in den Bereichen Ausleihe, Beratung und Mediensichtung), Stefan Wolf (über zehn Jahre tätig insbesondere in der Web- und Systembetreuung) sowie Dominik Stapf (über zehn Jahren Einsatz für Bereitstellung und den Einsatz moderner Medien mit Schwerpunkt Fotografie und Videoschnitt) wurden ebenfalls geehrt.

Kommunale Dankurkunde: Roland Arnold (Obernburg) ist seit vielen Jahren kommunalpolitisch in Obernburg engagiert, war von 1996 bis 2008, von 2012 bis 2014 und seit Oktober 2020 im Stadtrat. Er bringt sich in zentrale Ausschüsse ein, insbesondere im Haupt- und Finanzausschuss sowie im Rechnungsprüfungsausschuss, auch ist er Fraktionssprecher.  

Ehrenzeichen am Bande der Bundesanstalt des Technischen Hilfswerks:   
THW-Ehrenzeichen am Bande, Silber, für 25 Jahre Dienstzeit und eines in Gold für 40 Jahre Dienstzeit überreichte Schötterl an Marco Schlackl Grech und Maximilian Schneider (alle Ortsverband Miltenberg) sowie an Thomas Aulbach und André Stark (alle Ortsverband Obernburg). Marco Schlackl Grech qualifizierte sich zum Bootsführer, seit 2014 ist er Ortsjugendleiter, er absolvierte zahlreiche Fortbildungen. Maximilian Schneider wurde erst in der Bergungsgruppe eingesetzt und war dort Truppführer. Im Bereich Atemschutz gibt er sein Fachwissen als Ausbilder weiter. Er wirkte im HCP-Modul Bayern mit und war an überregionalen Einsätzen beteiligt, auch im Werkstattteam ist er aktiv.
Thomas Aulbach übernahm Verantwortung als Truppführer in der Fachgruppe Ölschaden und absolvierte zahlreiche Einsätze. Er bringt sich zudem als Ausbilder im Kraftfahrwesen ein. André Stark engagierte sich in der Jugendarbeit und als aktive Einsatzkraft. Er übernahm vielfältige Aufgaben unter anderem als Jugendbetreuer, Zugführer und Fachberater. Seit 2018 ist er stellvertretender Ortsbeauftragter.
Darüber hinaus gratulierte Schötterl Stark zum Steckkreuz für besondere Verdienste um das THW, das er für außergewöhnlichen Einsatz auf überörtlicher Ebene bekam. Er war Landesjugendleiter der THW-Jugend Bayern, auch im Bundesjugendvorstand vertrat er die bayerischen Interessen. Seit 2015 ist er Landessprecher für Bayern, seit 2026 ist er Bundessprecher und berät die Behördenleitung in zentralen Fragen des Ehrenamts. Gratulationen überbrachte auch Karin Munzke (Leiterin der THW-Regionalstelle).

Weißer Engel: Für ihre vorbildliche Leistung in den Bereichen Gesundheit, Pflege und Prävention hat Waltraud Bernard von Staatsministerin Judith Gerlach die Auszeichnung Weißer Engel bekommen. Bernard gründete 1998 die Selbsthilfegruppe Schlaganfall „Perplex“ und leitete diese über 25 Jahre lang. Früh erkannte sie den Bedarf am Austausch für Betroffene und Angehörige und schuf ein Angebot, das es zuvor im Kreis nicht gab. Sie baute die Gruppe kontinuierlich auf und entwickelte sie zu einer wichtigen Anlaufstelle. Durch ihr langjähriges Wirken machte sie vielen Betroffenen Mut und schuf ein starkes Netzwerk.

Bayerischer Verfassungsorden: Thomas Kling engagiert sich seit über 50 Jahren im Bayerischen Roten Kreuz und steht damit in besonderer Weise für gelebte Verantwortung und Solidarität. Für diese Leistung, mit der er sich in besonderer Weise um die Verwirklichung der Grundsätze der Bayerischen Verfassung verdient gemacht hat, hat er von Landtagspräsidentin Ilse Aigner den Verfassungsorden bekommen. Kling trat 1972 der Wasserwacht Miltenberg bei und ist dem Ehrenamt seither verbunden. Seit vielen Jahren übernimmt er Führungsverantwortung – unter anderem als Bereitschaftsleiter sowie auf Kreis-, Bezirks- und Landesebene –, bringt sich organisatorisch ein, gestaltet Entwicklungen aktiv mit und setzt sich für die Stärkung des Ehrenamts und die Nachwuchsarbeit ein. Sein Einsatz zeigt sich auch in zahlreichen überregionalen Hilfseinsätzen wie etwa im Ahrtal. Alle Einsätze wurden von ihm ehrenamtlich geleistet.

Die Ehrenplakette wird für mindestens 25-jährige aktive und unentgeltliche Tätigkeit in Vereinen und sonstigen Organisationen mit kulturellen, sportlichen, sozialen, kirchlichen oder anderen gemeinnützigen Zielen verliehen. Folgende Personen wurden damit ausgezeichnet (Leistungen stichpunktartig in Auszügen):

Nachträglich für das Jahr 2024 bekamen die Auszeichnung Juanita Schwaab (Kleinheubach, WSG Kleinheubach/Gemeinderätin, zweite Bürgermeisterin, Kreisrätin, engagiert im CSU-Ortsverband) und Reinhold Greubel (Leidersbach/über 30 Jahre im Schiedsrichterwesen tätig, Schiedsrichter, Schiedsrichter-Obmann, Kreisschiedsrichter Obmann).  

Für 2025 gingen die Plaketten an Gertrud Gramlich (Bürgstadt/BRK, Sanitätsdienst, Blutspenden), Reinhard Stowasser (Bürgstadt/Schützenverein Miltenberg, Schatzmeister), Anneliese Hennig (Dorfprozelten/Pfarrgemeinde, Lektorin, Seniorennachmittage), Willi Eichmann (Elsenfeld-Rück/Kerbclub, Weinbauverein, Seniorenarbeit, soziale Hilfsdienste), Paul Becker (Erlenbach/Pfarrei St. Josef, Pfarrgemeinderat, Kirchenverwaltung, Mesner), Annemarie Gebhardt (Erlenbach/Frauenkreis St. Josef, Vorsitzende), Egon Galmbacher (Großheubach/Turmuhrfreunde, Heimatkunde), Christiane Roll (Großwallstadt/Wasserwacht, Wasserretterin, Bootsführerin), Holger Roll (Großwallstadt/Wasserwacht, Wasserretter, Einsatzleiter, Ortsgruppenleiter, Ausbilder), Bernd Heider (Hausen/Kegelsportclub Bahnfrei Kleinwallstadt, unter anderem Vorsitzender), Thomas Maresch (Kleinwallstadt/Wasserwacht, Ortsgruppenleiter, aktiv im technischen Bereich), Wolfgang Ruppert (Laudenbach/Kickers Laudenbach, Spieler, Trainer, aktiv im Vereinsvorstand), Manfred Wetzelsberger (Leidersbach/FSV Wörth, Verantwortung in vielen Funktionen), Gerhard Eck (Miltenberg-Mainbullau/Feuerwehr, Heimatverein, Kirchengemeinde, Feldgeschworener), Prof. Dr. Armin Bohnhoff (Obernburg/Mitarbeit im Kirchenvorstand, Lektor, Prädikant, Fairtrade-Initiative), Ursula Mühre (Obernburg/breites Engagement als Hospizbegleiterin, Vorsitzende Obst- und Gartenbauverein, ehrenamtliche Richterin, Bücherei, Museum), Marianne Link (Schneeberg/TV Schneeberg, Vorsitzende), Manfred Kuhn (Sulzbach/Schützenverein KKSG, langjährig im Vorstand aktiv), Claudia Müller (Weilbach/Spendensammlungen für die Kinderhilfe Ukraine, Seniorenarbeit, kirchliches Leben, Wallfahrten und vieles mehr).

Bevor sich alle Gäste zum Essen trafen, dankte Bernd Schötterl dem Musiker Adrian Dederer, der den Abend mit mehreren Liedern am Klavier und am Saxophon umrahmt hatte, für die „großartige musikalische Begleitung“. Sein Dank galt zudem allen, die die Veranstaltung organisiert hatte und dazu beigetragen hatten, dass der Abend ein voller Erfolg wurde. Er sei gerne stellvertretender Landrat gewesen und habe den Bürgerinnen und Bürgern mit voller Überzeugung gedient, verabschiedete sich Schötterl von den Gästen. Als der ganze Saal aufstand und ihn mit langen stehenden Ovationen feierte, war dem stellvertretenden Landrat die Rührung anzusehen. Über diese spontane, ehrliche Wertschätzung habe er sich sehr gefreut, sagte er, als der Beifall abgeklungen war.

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