Digitalisierung in der Pflege: Gemeinsam die Versorgung von morgen gestalten

Blick aus dem Publikum auf das besetzte Rednerpult im Sitzungssaal
In seiner Begrüßung betonte Landrat Björn Bartels die Bedeutung einer guten digitalen Vernetzung zwischen Pflegeeinrichtungen, Arztpraxen, Apotheken und Krankenhäusern. Foto: Winfried Zang

Wie kann die Digitalisierung die Pflege im Landkreis Miltenberg unterstützen? Mit dieser Frage beschäftigten sich die Teilnehmenden der Informationsveranstaltung „Telematikinfrastruktur (TI) gemeinsam weiterdenken“ in der vergangenen Woche im Landratsamt Miltenberg.

Das Landratsamt organisierte die Veranstaltung gemeinsam mit dem Pflegenetz und der GesundheitsregionPlus. Als fachliche Partner waren das Landeskompetenzzentrum PFLEGE-DIGITAL Bayern und das Kompetenzcluster Innovative Pflege (KiPf) beteiligt.

In seiner Begrüßung betonte Landrat Björn Bartels die Bedeutung einer guten digitalen Vernetzung zwischen Pflegeeinrichtungen, Arztpraxen, Apotheken und Krankenhäusern. Informationen müssten schnell, sicher und unkompliziert ausgetauscht werden können. Dabei gelte: „Eine technische Anbindung allein macht noch keine bessere Pflege.“ Entscheidend sei, dass digitale Anwendungen im Alltag tatsächlich helfen und die Beschäftigten entlasten.

Rebecca Seemann vor ihrer Präsentationsfolie
Rebecca Seemann erläuterte die Grundlagen und Möglichkeiten der Telematikinfrastruktur. Foto: Winfried Zang

Rebecca Seemann vom Landeskompetenzzentrum PFLEGE-DIGITAL Bayern erläuterte die Grundlagen und Möglichkeiten der Telematikinfrastruktur. Dabei ging sie unter anderem auf die elektronische Patientenakte (ePA), sichere digitale Kommunikation, Unterstützungsangebote und Möglichkeiten zur Refinanzierung der TI ein.

Im zweiten Fachvortrag stellte Madeleine Keßler vom Kompetenzcluster Innovative Pflege (KiPf) anhand konkreter Praxisbeispiele technische Assistenzsysteme vor.
Diese können Pflegekräfte entlasten, Arbeitsabläufe verbessern und die Versorgung pflegebedürftiger Menschen unterstützen. Zudem wurde deutlich, wie wichtig es ist, passende Technologien für die jeweiligen Anforderungen der Einrichtungen zu finden.

Während der Vorträge wurden Fragen der Teilnehmenden aufgegriffen und beantwortet. Im Anschluss bot sich ausreichend Gelegenheit für weitere Rückfragen und den persönlichen Austausch mit den Referentinnen.

Die Veranstaltung zeigte, wie wichtig es ist, technische Möglichkeiten mit den tatsächlichen Anforderungen der Pflegepraxis zu verbinden. Neben einer funktionierenden technischen Infrastruktur braucht es verständliche Informationen, geeignete Unterstützungsangebote und den Austausch zwischen den beteiligten Akteuren.

Das gemeinsame Ziel bleibt eine gute, verlässliche und möglichst gut vernetzte Versorgung der Menschen im Landkreis Miltenberg. Die Informationsveranstaltung leistete dazu einen wichtigen Beitrag.

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