Berufsschule: Kosten für Interimslösung im ICO werden ermittelt
Der Ausschuss für Energie, Bau und Verkehr hat sich am Montag, 28. September, einstimmig auf das weitere Vorgehen in Sachen Generalsanierung/Neubau der Berufsschule Miltenberg geeinigt. Geplant ist weiterhin, am Standort in Miltenberg zu bauen und die Berufsschule während dieser Zeit auf das Gelände des Industriecenters Obernburg (ICO) auszulagern – einschließlich des Kompetenzzentrums für Körperpflegeberufe. Damit käme man der Berufsschule bezüglich einer besseren Schulorganisation entgegen.
Ob es soweit kommt, wird sich demnächst erweisen. Wie Mainsite-Geschäftsführer Dr. Johannes Huber und Planer Volker Hofmann in der Sitzung erklärten, sei der Platz für den Umzug der kompletten Berufsschule vorhanden. Als Dauerlösung für eine Berufsschule komme das ICO-Gelände aber nicht in Frage, schränkte Huber ein, für eine Zeit von etwa drei Jahren mit Möglichkeit einer Verlängerung würde man aber gerne an den Landkreis vermieten. Mainsite würde die Renovierung und den Betrieb der Flächen übernehmen, das Landratsamt hätte die Schulausstattung, die IT, die Maschinen und Medienanschlüsse zu den Maschinen herzustellen. Um den Schulbeginn im September 2028 aufnehmen zu können, müsste der Mietvertrag bis Ende 2026 geschlossen werden. Der Umzug würde im Juni 2028 beginnen und bis Anfang September 2028 abgeschlossen, heißt es im Rahmenterminplan. Das Ausweichquartier könnte dabei laut Mainsite unter anderem von vorhandenen Ausbildungswerkstätten, der Mitnutzung des Ausbildungs-Maschinenparks, der Mitnutzung der Kantine, des medizinischen Diensts und des Rechenzentrums profitieren. Weiterer Vorteil wäre die räumliche Nähe zum Berufsschulstandort Obernburg.
Welches „Preisschild“ dafür aufgerufen wird, will Mainsite, der Betreiber des ICO, zeitnah bekanntgeben. Danach wird der Kreis entscheiden, ob er dieses Angebot annimmt oder eine Alternativlösung für die Berufsschule aufruft. Ganz einfach sei auch die Interimslösung nicht umzusetzen, verwies Landrat Björn Bartels beispielsweise auf die Frage des ICO-Sicherheitsbereichs. Die Frage, ob die Interimslösung gelingt, sei ein zentraler Punkt der weiteren Planungen.
Parallel zur Klärung dieser Frage muss die räumliche Planung der Interimslösung gemeinsam mit der Schule abgeschlossen werden. Auch müssen in den nächsten Wochen die wichtigsten Daten für Planung und Bau unter Berücksichtigung des finanziellen Rahmens zusammengetragen werden. Sobald eine tragfähige und finanzierbare Interimslösung am ICO gefunden ist, kann die jetzige Planung weiter ausgestaltet werden. Sollte die Interimslösung aber nicht gelingen, müsse man sich laut Landrat überlegen, ob es eine finanziell vertretbare Interimslösung am einem anderen Standort geben kann.
Zudem soll auf Wunsch des Gremiums eine aktualisierte Kostenberechnung auf Datengrundlage der Alternativen-Prüfung aus den Jahren 2019 und 2025 vorgelegt werden unter Einberechnung der Kosten für die Interimslösung. Ebenfalls muss parallel das pädagogische Konzept der Berufsschule fortgeschrieben werden, auf Wunsch des Gremiums begleitet vom Büro ConzeptK. Das Büro hatte die vorliegende Planung für die Berufsschule als geeignet für konventionellen Unterricht geprüft, jedoch auf mögliche Optimierungen, verbunden mit der Verringerung von Flächen, hingewiesen.