Bayerischer Jugend-Dialektpreis geht nach Mönchberg

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Finanz- und Heimatminister Albert Füracker (hintere Reihe, Mitte) verlieh den „Dialektpreis Bayern“ in der Sparte Jugend an das Team der AG „So babbele mir“ des Jugendtreffs Mönchberg. Foto: Florian Graser (StMFH)

Frohe Kunde für die AG „So babbele mir“ des Jugendtreffs Mönchberg: Sie wurde am Dienstag, 28. Juli, in der Allerheiligen-Hofkirche in München mit dem bayerischen „Dialektpreis Jugend“ ausgezeichnet, verbunden mit einem Preisgeld von 1.000 Euro.

Der vom Bayerischen Staatsministerium der Finanzen und für Heimat seit 2017 verliehene und mit je 1.000 Euro dotierte „Dialektpreis Bayern“ würdigt besondere Verdienste um die Mundarten in Bayern. Pro Regierungsbezirk ist jährlich eine Auszeichnung vorgesehen, zusätzlich gibt es einen Preis für die sudetendeutsche Mundartpflege. Die Vorschläge für die Preisträgerinnen und Preisträger werden grundsätzlich im Vorfeld von den bayerischen Bezirksheimatpflegerinnen und Bezirksheimatpflegern eingereicht. Zum dritten Mal wurde zusätzlich der „Dialektpreis Jugend“ verliehen. Dafür konnten sich junge Menschen im Alter von zehn bis 27 Jahren bewerben, in diesem Jahr mit Beiträgen zum Thema „Dialekt ist Heimat“. Aus den eingereichten Beiträgen wählte eine Jury aus Vertreterinnen und Vertretern des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege, des Bayerischen Jugendrings, des Wertebündnisses Bayern, der bisherigen Preisträgerinnen und Preisträger des Dialektpreises Jugend sowie des Staatsministeriums der Finanzen und für Heimat zwei Jugendgruppen und eine Schulklasse aus.
  
In seiner Laudatio stellte Finanz- und Heimatminister Albert Füracker heraus, dass die AG „So babbele mir“ des Jugendtreffs Mönchberg mit ihrem Beitrag eindrucksvoll gezeigt habe, dass Dialekte nicht nur regionale Identität stiften, sondern auch Geschichten erzählen und die Kraft haben, Generationen zu verbinden. Gemeinsam mit der 90-jährigen Lucia Heider, einem Mönchberger Urgestein, haben die Kinder des Jugendtreffs – im Alter von gerade einmal zehn bis zwölf Jahren – Wörter, Redewendungen und Geschichten ihres Heimatortes gesammelt. Daraus entstand ein Brettspiel, das Geschichten von Lieblingsorten in Mönchberg auf Mundart erzählt.

Besonders beeindruckt habe die Jury, mit welcher Hingabe und Akribie die Kinder das Brettspiel entwickelt haben: Vom Backen des für Mönchberg typischen „Roahmbloatz“-Kuchens, über die Erstellung eines Dialektvokabelhefts bis hin zum Entwerfen und 3-D-Drucken der Spielfiguren – hier wurde an alles gedacht.

„Dialekt ist weit mehr als eine Art zu sprechen, er ist Ausdruck unserer Heimat und unserer kulturellen Vielfalt“, sagte Füracker bei der Preisverleihung. Gleichzeitig schaffe er Nähe, vermittele Zugehörigkeit und verbinde Generationen. Mit dem Dialektpreis würdige man besondere Botschafterinnen und Botschafter bayerischer Mundarten, die mit ihrem Engagement die sprachliche Vielfalt lebendig halten. Sie setzten sich mit Leidenschaft und Kreativität dafür ein, dass Dialekte gesprochen, gehört und geschätzt werden. Die beeindruckende und vielfältige Resonanz beim dritten Dialektpreis Jugend zum Thema ‚Dialekt ist Heimat‘ zeige eindrücklich, „dass Dialekt modern ist und die junge Generation begeistert“, freute sich Füracker. „Alle Preisträgerinnen und Preisträger bringen Dialekt mitten ins Leben. Sie zeigen, dass Mundart und Moderne hervorragend zusammenpassen und schlagen Brücken zwischen den Generationen. Dialekt ist lebendig, kreativ und voller Zukunft“, sagte Füracker und dankte für dieses Engagement.

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