Das Landratsamt Miltenberg macht auf untenstehende Pressemitteilung aufmerksam:
Bayerische Behindertenbeauftragte stellen Forderungen an ein barrierefreies und inklusives Gesundheitssystem
Bei ihrem Jahrestreffen vom 07.-09.05.2026 in Regensburg tauschten sich die kommunalen Behindertenbeauftragten aus ganz Bayern mit Holger Kiesel, dem Beauftragten der Bayerischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung, aus. Dieses Mal stand unter anderem das Gesundheitssystem auf der Tagesordnung und die Beauftragten haben dazu eine gemeinsame Erklärung verfasst.
Das Pflege- und Gesundheitssystem hat in vielen Bereichen noch dringenden Nachbesserungsbedarf für Menschen mit Behinderung: bei der Barrierefreiheit von Arztpraxen, der Ausbildung von Therapeutinnen und Therapeuten oder auch bei speziellen Gesundheitseinrichtungen für Menschen mit Behinderung. Andererseits herrscht auch in diesem Bereich – gerade auf kommunaler Ebene – enormer Kostendruck. Sparen an Inklusion und Barrierefreiheit im Gesundheitswesen ist für die Beauftragten allerdings keine Lösung: Das bedroht letztlich das Wohlergehen und schlimmstenfalls das Leben von Menschen mit Behinderung
Holger Kiesel dazu: „Die Gesundheit ist das höchste Gut und gerade wir Menschen mit Behinderung wissen das. Umso schlimmer ist es, wenn aus Kostengründen Abteilungen in Krankenhäusern, die besonders auf die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung ausgerichtet sind, schließen müssen oder wenn etliche Arztpraxen immer noch nicht barrierefrei sind. Es gibt hier noch sehr viel zu tun und es braucht vor allem gute gesetzliche Grundlagen, die öffentliche wie private Institutionen zur Umsetzung von Barrierefreiheit verpflichten.
Das Treffen der Kommunalen Behindertenbeauftragten findet einmal im Jahr statt. Bayern hat 96 Kommunale Behindertenbeauftragte und 7 Bezirksbehindertenbeauftragte, die laut Bayerischem Behindertengleichstellungsgesetz weisungsfrei und erste Ansprechpartner auf kommunaler Ebene zu Inklusion und Barrierefreiheit sind.