Informationen zur Schutzimpfung gegen COVID-19

Aufgrund der geänderten bayerischen Impfstrategie wurden die Kapazitäten des Impfzentrums stark gekürzt. Das Rückgrat der Impfkampagne sind laut der Bayerischen Staatsregierung die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte. Bitte informieren Sie sich daher zunächst bei Ihrem Hausarzt nach dem nächstmöglichen Impftermin.

  1. Wer kann sich im Impfzentrum Miltenberg impfen lassen? 
    Jede Person über 12 Jahren, die sich derzeit im Landkreis Miltenberg aufhält, kann sich im Impfzentrum Miltenberg impfen lassen. Wählen Sie hierzu bei der Terminvereinbarung (siehe unter 3.) unter den Impfzentren in Unterfranken das Miltenberger Impfzentrum mit dem Code IZ-UFR-MIL-1 aus.
  2. Können auch Kinder, Schwangere und Stillende geimpft werden?
    Ja, die ständige Impfkommission empfiehlt die Covid-19-Impfung auch für alle Jugendlichen ab 12 Jahren, alle Schwangeren ab dem 2. Schwangerschaftsdrittel und alle Stillenden.
    Für die Impfung Minderjähriger ist in der Regel die Einwilligung der Sorgeberechtigten erforderlich. Bitte füllen Sie hierzu vorab den Einwilligungsbogen zur Covid-19-Impfung aus. Jugendliche unter 16 Jahren sollten zudem von mindestens einem Sorgeberechtigten zu ihrem Impftermin begleitet werden. 
    Schwangere sollten ihren Mutterpass mitführen und den Impfarzt auf die bestehende Schwangerschaft hinweisen. Der Impfschutz wird schon während der Schwangerschaft an Ihr Kind weitergegeben. Auch Stillende schützen sich selbst und ihr Kind, da der Impfstoff zwar nicht in die Muttermilch übergeht, die schützenden Antikörper dagegen schon. 
  3. Terminvereinbarung: Wann werde ich geimpft?
    Für die Impfung im Impfzentrum Miltenberg ist eine vorherige Terminvereinbarung nötig. Die Öffnungszeiten des Impfzentrums sind von Montag bis Freitag von 9:30 Uhr bis 13:00 Uhr sowie von 13:30 bis 17:00 Uhr. Termine erhalten sie nach einer Registrierung online unter impfzentren.bayern/citizen/ oder telefonisch unter 09371-501 750. 
  4. Welche Unterlagen benötige ich zum Impftermin?
    Für die Anmeldung benötigen Sie einen amtlichen Lichtbildausweis und Ihren Impfausweis, sofern vorhanden. Bei Minderjährigen ist ggf. zusätzlich die Einwilligungserklärung der Sorgeberechtigten vorzulegen, siehe Frage 1. Sollten Sie vor der Impfung an Covid-19 erkrankt gewesen sein, bringen Sie bitte auch hierüber einen Nachweis mit, siehe Frage 10. 
  5. Wo werde ich geimpft?
    Zu Ihrer Impfung begeben Sie sich mit den oben genannten Unterlagen zum Impfzentrum des Landkreises Miltenberg an der Helios-Klinik in der Breitendieler Straße 32, 63897 Miltenberg. Kostenfreie Parkmöglichkeiten stehen im rückwärtigen Bereich der Helios Klinik in ausreichender Menge zur Verfügung und sind über die Straße „Im Bruch“/“Lasallestraße“ anzufahren. Die bisherigen Parkplätze auf dem Gelände des Autohauses Eichhorn stehen nicht mehr zur Verfügung. Das Impfzentrum ist auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln – Buslinien 81 und 86 (Fahrpläne finden Sie unter www.vab-info.de) – erreichbar. Der Eingang zum Impfzentrum befindet sich an der Stirnseite des Containerbaus.
  6. Impfvorgang: Wie läuft die Impfung ab?
    Nach der Anmeldung am Check-In des Impfzentrums klärt Sie ein Arzt per Video im Wartebereich über die Impfung auf. Anschließend werden Sie in eine Impfkabine gebeten, wo Sie offene Fragen mit dem Impfarzt besprechen können. Sofern vor Ort keine Gegenanzeigen festgestellt werden, erhalten Sie Ihre Corona-Schutzimpfung. Je nach verwendetem Impfstoff wird der Termin für die zweite Impfung vor Ort mit Ihnen vereinbart. Danach sollten Sie im Nachbeobachtungsbereich circa 15 Minuten verweilen, um mögliche Reaktionen des Körpers beobachten zu können. 
  7. Impfstoff: Was wird aktuell verimpft?
    Derzeit werden vorrangig die Impfstoffe der Hersteller BioNTech/Pfizer und Moderna verwendet. Diese enthalten einen kleinen Teil der Erbinformation des Coronavirus in Form von messenger-Ribonukleinsäure (kurz mRNA). Diese gelangt nicht in den menschlichen Zellkern und verbindet sich nicht mit der menschlichen Erbinformation. Sie sorgt aber dafür, dass der Körper lernt, die Merkmale des Coronavirus zu erkennen und Abwehrkräfte dagegen aufzubauen. Für Personen unter 30 Jahren empfiehlt die Ständige Impfkommission ausschließlich eine Impfung mit dem Impfstoff des Herstellers BioNTech, da die seltene Nebenwirkung einer Herzmuskelentzündung hier etwas seltener aufzutreten scheint als bei dem Impfstoff des Herstellers Moderna. Weitere Informationen finden Sie in dem aktuellen Aufklärungsmerkblatt für mRNA-Impfstoffe. Gerne können Sie offene Fragen zu den Impfstoffen vor Ort mit den Impfärzten klären.
  8. Auffrischimpfung: Warum und wann werde ich ein zweites Mal geimpft? Wer benötigt eine dritte Impfung? 
    Um einen ausreichenden Impfschutz sicherzustellen, empfehlen alle genannten Hersteller eine Zweitimpfung. Wann diese stattfinden soll, ist abhängig vom Impfstoff, welcher bei der Erstimpfung zum Einsatz kommt. Dabei liegt der Abstand je nach Impfstoffkombination zwischen drei und neun Wochen. Für Personen, die eine erste Impfdosis mit dem Impfstoff des Herstellers AstraZeneca oder Johnson&Johnson erhalten haben, empfiehlt die Ständige Impfkommission derzeit eine Zweitimpfung mit einem mRNA-Impfstoff (BioNTech/Pfizer oder Moderna) ab 4 Wochen nach der Erstimpfung.
    Sechs Monate nach der zweiten Covid-19-Impfung ist zusätzlich für alle Personen über 18 Jahren eine Auffrischungsimpfung empfohlen, da hierdurch der Impfschutz gerade auch gegen neuere Virusvarianten deutlich verbessert wird.
    Bei Personen mit starker Immunsuppression, z.B. nach einer Organtransplantation, kann eine dritte Impfdosis gegebenenfalls bereits 4 Wochen nach der ersten abgeschlossenen Impfserie verabreicht werden. Auf Wunsch ist die Auffrischungsimpfung bereits nach 5 Monaten möglich.
  9. Dezentrales Impfen: Kann ich auch außerhalb des Impfzentrums geimpft werden? 
    In der Vergangenheit bestand die Möglichkeit, dass bettlägerige Personen sich durch ein mobiles Impfteam in der eigenen Häuslichkeit impfen lassen konnten. In der Regel werden Impfungen immobiler Personen im häuslichen Umfeld mittlerweile von den jeweils betreuenden Hausärzten organisiert. Die Terminvereinbarung hierfür erfolgt über die Hausarztpraxen.
  10. Covid-19-Erkrankung: Werde ich trotz Erkrankung geimpft? 
    Bürgerinnen und Bürger, welche kürzlich an einer mit PCR-Test oder Antikörper-Test bestätigten, symptomatischen Covid-19-Erkrankung litten, sollen nach aktueller Empfehlung des Robert-Koch-Institutes vorerst nicht geimpft werden, da nach der Infektion von einem Schutz über 6-10 Monate auszugehen ist. Auch nach diesem Zeitraum ist nach derzeitigem Stand der Forschung nur eine Impfdosis erforderlich.
    Sofern die Covid-19-Erkrankung bereits mehr als sechs Monate zurückliegt, kann die einmalige Impfung auch ohne weitere Begründung stattfinden. Legen Sie in diesem Fall möglichst das damalige PCR-Testergebnis oder einen Antikörpernachweis vor. Sofern Sie nicht erkrankt waren, sondern lediglich einen positiven Sars-CoV2-Test ohne Krankheitszeichen hatten, ist die einmalige Impfung bereits ab vier Wochen nach dem Test empfohlen.
    Eine Ausnahme von dem Prinzip der einmaligen Impfung nach Infektion kann bei Personen mit bekannter Immunschwäche vorliegen. Bitte bringen Sie in diesem Fall ein Schreiben Ihres behandelnden Arztes mit, aus dem hervorgeht, ob aufgrund Ihrer Vorerkrankung eine zweite Impfung erforderlich ist. Eine zusätzliche Auffrischimpfung ist für Genesene und daraufhin einmalig Geimpfte aktuell nicht empfohlen.

Bitte denken Sie bei Ihrem Impftermin an folgende Unterlagen:

  • Lichtbildausweis
  • Impfpass, sofern vorhanden
  • Bei Minderjährigen ggf. Einwilligungserklärung der Sorgeberechtigten.

Antworten auf wichtige Fragen zu den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission beim Robert-Koch-Institut (STIKO) zur Impfung finden Sie hier: RKI - Impfen - COVID-19 und Impfen: Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ)

Zusammen gegen Corona - Informationen zum Impfen Bundesministerium für Gesundheit

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