Informationen zur Schutzimpfung gegen COVID-19

 

  1. Wann kann ich mich impfen lassen?

    Sie können sich jederzeit ohne Termin zu den Öffnungszeiten des Impfzentrums Miltenberg impfen lassen (Montag bis Freitag 9:00 - 13:00 Uhr und 13:45 - 19:00 Uhr).
    Wenn Sie zur Vermeidung von Wartezeiten eine vorherige Terminvereinbarung wünschen, ist dies möglich unter https://impfzentren.bayern. Personen ohne Internetanschluss erhalten einen Termin auch telefonisch unter der Servicenummer 09371 501-750 (erreichbar: montags bis freitags 9:00 - 13:00 Uhr und 14:00 - 18:30 Uhr).  

  2. Wo finde ich das Impfzentrum?

    Das Impfzentrum des Landkreises Miltenberg findet sich hinter der Helios-Klinik in der Breitendieler Straße 32, 63897 Miltenberg.
    Kostenfreie Parkmöglichkeiten stehen im rückwärtigen Bereich der Helios-Klinik in ausreichender Menge zur Verfügung und sind über die Straße „Im Bruch“/“Lasallestraße“ anzufahren. Das Impfzentrum ist auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar (Buslinien 81 und 86; Fahrpläne finden Sie unter www.vab-info.de).

  3. Sollen auch Kinder, Schwangere und Stillende geimpft werden?

    Ja, die ständige Impfkommission empfiehlt die Covid-19-Impfung auch für alle Kinder ab 5 Jahren, alle Schwangeren ab dem 2. Schwangerschaftsdrittel und alle Stillenden.

    Für die Impfung Minderjähriger ist in der Regel die Einwilligung der Sorgeberechtigten erforderlich. Bitte füllen Sie hierzu vorab den Einwilligungsbogen zur Covid-19-Impfung aus. Jugendliche unter 16 Jahren sollten zudem von mindestens einem Sorgeberechtigten zu ihrem Impftermin begleitet werden. 

    Schwangere sollten ihren Mutterpass mitführen und den Impfarzt auf die bestehende Schwangerschaft hinweisen. Der Impfschutz wird schon während der Schwangerschaft an Ihr Kind weitergegeben. Auch Stillende schützen sich selbst und ihr Kind, da der Impfstoff zwar nicht in die Muttermilch übergeht, die schützenden Antikörper dagegen schon.
     
  4. Welche Unterlagen benötige ich zum Impftermin? 

    Für die Anmeldung benötigen Sie einen amtlichen Lichtbildausweis und Ihren Impfausweis, sofern vorhanden.
    Bei Minderjährigen ist ggf. zusätzlich die Einwilligungserklärung der Sorgeberechtigten vorzulegen, siehe Frage 4.
    Schwangere werden gebeten, ihren Mutterpass mitzuführen. Sollten Sie vor der Impfung an COVID-19 erkrankt gewesen sein, bringen Sie bitte auch hierüber einen Nachweis mit, siehe Frage 8. 

  5. Impfstoffe: Was wird aktuell verimpft?

    mRNA-Impfstoffe:
    Messenger-Ribonukleinsäure (kurz mRNA)-Impfstoffe der Hersteller BioNTech/Pfizer und Moderna werden derzeit vorrangig verwendet. Sie enthalten einen kleinen Teil der Erbinformation des Coronavirus und ermöglichen es dadurch dem Körper, die Merkmale des Coronavirus zu erkennen und Abwehrkräfte dagegen aufzubauen.
    Der Impfstoff von BioNTech/Pfizer ist ab 5 Jahren zugelassen. Wegen eines etwas höheren Risikos für Herzmuskelentzündungen wir der Impfstoff des Herstellers Moderna erst ab 30 Jahren empfohlen.
    Für Auffrischungsimpfungen können Personen ab 12 Jahren ab sofort auch angepasste Impfstoffe mit besserer Wirksamkeit gegen die Omikron-Variante (BA.1) des Coronavirus erhalten.

    Proteinbasierter Impfstoff:
    Auf Wunsch ist für Personen ab 12 Jahren auch eine Impfung mit dem Impfstoff der Firma Novavax möglich. Er enthält Eiweißbausteine des Coronavirus und baut damit auf ein Prinzip, das bereits bei zahlreichen anderen Impfstoffen seit vielen Jahrzehnten erfolgreich verwendet wird.

    Inaktivierter Impfstoff:
    Zeitnah wird der Impfstoff der Firma Valneva verfügbar sein, der aus abgetöteten Coronaviren besteht. Eine Zulassung besteht derzeit nur für Personen von 18-50 Jahren.

    Weitere Informationen zu den Impfstoffen finden Sie in demAufklärungsmerkblatt für mRNA-Impfstoffe und dem aktuellenAufklärungsmerkblatt für proteinbasierte Impfstoffe. Gerne können Sie offene Fragen zu den Impfstoffen vor Ort mit den Impfärzten klären. 

  6. Impfserie: Wann benötige ich eine weitere Impfdosis?

    Grundimmunisierung für Personen ab 12 Jahren und Kinder mit Vorerkrankungen:
    In der Regel sind im Rahmen der ersten Impfserie zwei Impfdosen im Abstand von 3 bzw. 4 bis 6 Wochen erforderlich. Auch für Personen, die eine erste Impfdosis mit dem Impfstoff des Herstellers AstraZeneca oder Johnson&Johnson erhalten haben, empfiehlt die Ständige Impfkommission eine Zweitimpfung mit einem mRNA-Impfstoff (BioNTech/Pfizer oder Moderna) ab 4 Wochen nach der Erstimpfung.

    Erste Auffrischungsimpfung (Drittimpfung):
    Ab sechs Monaten nach der zweiten COVID-19-Impfung ist zusätzlich für alle Personen ab 12 Jahren sowie für jüngere Kinder mit Vorerkrankungen eine Auffrischungsimpfung empfohlen, da hierdurch der Impfschutz gerade gegen neuere Virusvarianten deutlich verbessert wird. Bei bekannter Immunschwäche sollte die Auffrischungsimpfung bereits nach 3 Monaten erfolgen.

    Zweite Auffrischungsimpfung („Viertimpfung“):
    Für folgende Personengruppen empfiehlt die Ständige Impfkommission derzeit eine zweite Auffrischungsimpfung („Viertimpfung“) ab sechs Monaten nach der Drittimpfung:
    - alle Personen über 60 Jahren
    - Personal in medizinischen Einrichtungen und Pflegeeinrichtungen
    - Personen ab 12 Jahren mit chronischen Erkrankungen, die zu einem hohen Risiko für schwere Krankheitsverläufe bei Covid-19 führen
    Bei bekannter Immunschwäche sollte die Auffrischungsimpfung bereits nach 3 Monaten erfolgen.
    Gerne besprechen wir mit Ihnen vor Ort oder per Telefon, ob sie von zweiten Auffrischungsimpfung profitieren würden (s. Frage 9).Für nicht vorerkrankte Personen unter 60 Jahren, die nicht im medizinischen oder pflegerischen Bereich tätig sind, bieten in der Regel keine zweite Auffrischungsimpfung an.

    Weitere Auffrischungsimpfungen („Fünftimpfung“):
    Bei hochbetagten Personen kann im Einzelfall ab 6 Monaten nach der letzten Auffrischungsimpfung eine erneute Auffrischung des Impfschutzes sinnvoll sein. Auch bei Vorliegen einer Immunschwäche können weitere Impfdosen erforderlich werden. Gerne besprechen wir mit Ihnen individuell, ob und wann eine weitere Impfung durchgeführt werden sollte.

    Besonderheit bei Kindern von 5-11 Jahren ohne Vorerkrankungen:
    Bei Kindern von 5-11 Jahren ohne Vorerkrankungen wird derzeit eine Impfdosis ohne Auffrischungsimpfungen als ausreichend angesehen – unabhängig davon, ob diese zuvor an Covid-19 erkrankt waren

  7. Dezentrales Impfen: Kann ich auch außerhalb des Impfzentrums geimpft werden?
     
    Wenn Sie eingeschränkt mobil sind, nicht selbstständig zum Impfzentrum kommen können und eine Transportmöglichkeit benötigen, melden Sie sich gerne unter unserer Servicenummer 09371 501-750 (erreichbar: montags bis freitags von 9:00 Uhr bis 13:00 Uhr und 14:00 Uhr bis 18:30 Uhr). Wir organisieren gerne einen kostenlosen Transport für Sie.

  8. Was ist nach einer COVID-19-Erkrankung zu beachten?

    Insgesamt sollte für einen optimalen Schutz jede Person ab 12 Jahren mindestens dreimalig Kontakt mit dem Coronavirus gehabt haben (durch Impfung oder durch Erkrankung - die Reihenfolge spielt keine Rolle). Nach einer durchgemachten Coronaerkrankung wird die Zahl der erforderlichen Impfungen entsprechend angepasst; auch mehrfach Genesene sollten jedoch mindestens eine Impfdosis erhalten.

    Zwischen einer durchgemachten Erkrankung un der nächsten Impfung sollten mindestens 3 Monate Abstand gewahrt werden, da der Körper in diesem Zeitraum bereits über einen relativ verlässlichen Schutz vor schweren Krankheitsverläufen verfügt. Für die korrekte Dokumentation einer Impfung nach durchgemachter Erkrankung bringen Sie bitte einen Nachweis über die zurückliegende Infektion mit.

    Um zu vermeiden, dass Sie mit einer noch unerkannten Coronavirus-Infektion zu Ihrem Impftermin erscheinen, empfehlen wir Ihnen vorab die Durchführung eines Schnelltests zu Hause.

  9. Ich bin unsicher, ob ich mich impfen lassen sollte – an wen kann ich mich wenden?

    Es ist ohne Probleme möglich, sich im Impfzentrum lediglich beraten zu lassen und ohne Impfung wieder nach Hause zu gehen. Wenn Sie Zweifel haben, weil Sie zum Beispiel Nebenwirkungen befürchten oder weil bei Ihnen besondere medizinische Umstände vorliegen, helfen Ihnen unsere Impfärztinnen und Impfärzte gerne in einer individuellen Beratung weiter – sprechen Sie Ihre Fragen oder Sorgen einfach offen an. Auf Wunsch kann Ihnen die Teilnahme an dem Beratungsgespräch auch schriftlich bestätigt werden.

    Wenn Sie sich stattdessen bequem von zu Hause aus eine telefonische Impfberatung durch unsere Impfärztinnen und Impfärzte wünschen, füllen Sie bitte dieses Kontaktformular aus. Bitte beachten Sie, dass Sie über die telefonische Beratung keine schriftliche Bestätigung erhalten.

    Ausführliche Erklärungen zu vielen Fragen und Missverständnissen rund um die Impfung finden Sie auch hier.

  10. Kann nach der Impfung zu Nebenwirkungen kommen? An wen kann ich mich wenden, wenn ich von Nebenwirkungen betroffen bin?

    Insgesamt vertragen die meisten Kinder und Erwachsenen die Impfung gut. Manche Geimpfte erleben in den ersten Tagen nach der Impfung leichte Erkältungsbeschwerden oder Beschwerden am geimpften Arm. Dies ist eine normale Reaktion des Immunsystems und dauert in der Regel nicht länger als 1-3 Tage an. In sehr seltenen Fällen treten schwerere Nebenwirkungen auf. Bekannt sind zum Beispiel Herzmuskelentzündungen oder Allergien, aber auch andere Reaktionen des Körpers sind möglich.

    Wenn Sie befürchten, schwere oder anhaltende Nebenwirkungen durch eine Corona-Impfung erlitten zu haben, sollten Sie sich ärztlich vorstellen. Die erste Ansprechperson hierfür ist Ihr betreuender Hausarzt oder Ihre Hausärztin. Alternativ können Sie sich zu den Öffnungszeiten des Impfzentrums (s. unter 1.) auch bei unseren Impfärztinnen und Impfärzten beraten lassen. Wir besprechen mit Ihnen, was die Ursache der Beschwerden sein könnte, ob der Verdacht auf eine Impfkomplikation gemeldet werden sollte und welche Maßnahmen Ihnen helfen könnten. Die Möglichkeit zur selbstständigen Meldung von Nebenwirkungen besteht über die Homepage des Paul-Ehrlich-Institutes .

Bitte denken Sie bei Ihrem Impftermin an folgende Unterlagen:

  • Lichtbildausweis
  • Impfpass, sofern vorhanden
  • Bei Minderjährigen ggf. Einwilligungserklärung der Sorgeberechtigten.
  • Bei Impfung nach durchgemachter Erkrankung: Nachweis der Erkrankung, sofern vorhanden

Antworten auf wichtige Fragen zu den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission beim Robert-Koch-Institut (STIKO) zur Impfung finden Sie hier: RKI - Impfen - COVID-19 und Impfen: Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ)

Zusammen gegen Corona - Informationen zum Impfen Bundesministerium für Gesundheit

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    2021-03-25_Schnelltest_II

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