Tagesordnungspunkt

TOP Ö 3: Errichtung einer PV-Anlage auf der Kreismülldeponie Guggenberg
Vorstellung der Wirtschaftlichkeitsberechnung

BezeichnungInhalt
Sitzung:04.10.2023   NU/016/2023 
Beschluss:einstimmig beschlossen
DokumenttypBezeichnungAktionen

Folgender Beschluss wurde einstimmig gefasst:

 

Der Ausschuss für Natur- und Umweltschutz beauftragt die Verwaltung mit der Fortführung der Planungen zur Errichtung einer PV-Anlage auf der Kreismülldeponie Guggenberg mit dem Ziel einer möglichst hohen Solarstromproduktion.


Herr Strüber, SG 11, stellt mittels separater Präsentation die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung und die verschiedenen Varianten zur Errichtung einer PV-Anlage auf der Kreismülldeponie Guggenberg nördlich des Bauabschnittes V vor. Der vorgesehene externe Sachverständige Herr Plewka von der Fa. DEPO Consult GmbH ist leider erkrankt.

 

Als Ergebnis lässt sich festhalten, dass eine PV-Anlage realisiert und wirtschaftlich betrieben werden kann.

 

Entscheidend für die Wahl der PV-Anlage ist die Frage, ob die Priorität der Investition in eine PV-Anlage auf einer optimalen Eigenstromversorgung liegt. Dann wäre eine 250 kWp–PV-Anlage zu bevorzugen. Falls die Priorität auf einer möglichst hohen Solarstromerzeugung mit hohem Autarkiegrad liegen sollte, dann wäre eine Anlage mit 500 kWp und Stromspeicher zu wählen.

 

Da über viele Jahre eine Sickerwasserbehandlung mit hohem Strombedarf erforderlich sein dürfte, sollte hinsichtlich einer CO2-neutralen Abfallwirtschaft bzw. eines CO2-neutralen Landkreises die Priorität auf einer möglichst hohen Solarstromerzeugung liegen.

 

Beratung:

 

Das Risiko einer Blendung von Anwohnern sieht man aufgrund der Standortbedingungen als nicht gegeben, wird dies aber zu gegebener Zeit nochmals überprüfen.

 

Herr Ullmer hält für die autarke Stromversorgung die Aufstellung eines Windrades statt eines Batteriebetriebs aus Sonnenergie für effektiver und wünscht diesbezüglich eine Prüfung im Hinblick auf Leistung und Kosten.

Frau Heim berichtet, dass man keine alternative Energiegewinnung überprüft hat. Auf der Deponiefläche selbst ist die Aufstellung eines Windrades nicht möglich, da die benötigte Verankerung das Abdichtsystem der Deponie beschädigen würde. Auf dem Gelände selbst sind Abstandsflächen zu beachten und daher müsste man auf angrenzende Waldflächen ausweichen.

Herr Scherf plädiert dafür, dieses Projekt und eine mögliche Projektidee Windkraft getrennt zu betrachten. Der gewonnene Strom aus der PV-Anlage wird sowohl für die Deponie als auch im Landkreis Miltenberg benötigt.

Wenn eine Sondierung und Orientierung für eine evtl. Windkraftnutzung in der Nähe gewünscht wird, kann die Verwaltung mit den Fachleuten und kommunalen Unternehmen, wie dem regionalem Energiewerk und Energieversorger das Gespräch suchen. Dies wird aber eine Zeit benötigen.

Herr Scherf erläutert, dass mit dem Naturschutzgesetz eine gesetzliche Grundlage geschaffen wurde, um auch in Landschaftsschutzgebieten und Wäldern mit Landschaftsschutzstatus Windkraft zur Energiegewinnung zu nutzen und das Wind-an-Land-Gesetz umzusetzen. Perspektivisch sollen Windvorranggebiete ausgewiesen werden. Dieser Prozess läuft, das formale Verfahren hat jedoch noch nicht begonnen.

Frau Heim ergänzt, dass die kommunale Abfallwirtschaft den Gebührenzahlern verpflichtet ist. Die Kosten für die Aufstellung eines Windrades auf oder angrenzend an die Deponiefläche sprengt die Kosten und liegt auch nicht im Zuständigkeitsbereich vom SG 11.

 

Es werden Fragen zum Autarkiegrad und der Größe der Anlage durch Herrn Strüber beantwortet.

 

Die Finanzierung ist gesichert, die Details werden gerade mit der Kämmerei abgestimmt. Herr Feil erläutert mögliche Varianten.

 

Der gewonnene Energieüberschuss soll in eine Batterie eingespeist und temporär gespeichert werden.

 

Der Netzbetreiber ist die Bayernwerk AG.

 

Zur Beratung in den Fraktionen kann per E-Mail bei Frau Heim die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung angefordert werden.

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