Tagesordnungspunkt

TOP Ö 2: Kreismülldeponie Guggenberg
Empfehlungsbeschluss: Oberflächenabdichtung für die DK I-Deponie (BA I und II)
Vorstellung der Genehmigungsplanung

BezeichnungInhalt
Sitzung:04.10.2023   NU/016/2023 
Beschluss:einstimmig beschlossen
DokumenttypBezeichnungAktionen

Folgender Beschluss wurde einstimmig gefasst:

 

Die Mitglieder des Ausschusses für Natur- und Umweltschutz nehmen die Ausführungen zur Kenntnis. Sie empfehlen dem Kreistag, den Bau der Oberflächenabdichtung für die Bauabschnitte 1 und 2 auf Grundlage der vorliegenden Genehmigungsplanung mit berechneten Kosten von ca. 6.050.000 Euro zu beschließen und die Landkreisverwaltung mit der Vorbereitung und Durchführung der öffentlichen Ausschreibung zu beauftragen.

 

Weiter empfiehlt der Ausschuss dem Kreistag, den Ausschuss für Natur- und Umweltschutz für die weitere Behandlung der Oberflächenabdichtung, Bauabschnitte 1 und 2 (DK I-Deponie) inklusive Auftragsvergabe zu ermächtigen.


Herr Scherf begrüßt zu dem TOP neben Frau Heim auch Herrn Strüber aus dem SG 11 sowie Herrn Faulhaber von der Fa. ibu - Ingenieurgesellschaft für Bauwesen und Umwelttechnik mbH.

 

Frau Heim erläutert zum Sachverhalt:

 

Der Landkreis Miltenberg ist als Betreiber der Deponie Guggenberg verpflichtet, nach Stilllegung der Deponie oder einzelner Abschnitte eine Oberflächenabdichtung aufzubringen. Die Bauabschnitte 1 und 2 (DK I-Deponie) sind weitestgehend verfüllt. Entsprechende Anfragen der Fachbehörden nach einer Oberflächenabdichtung erfolgten bereits. Deshalb beauftragte die Landkreisverwaltung das Ingenieurbüro ibu GmbH, 97941 Tauberbischofsheim, mit der Erstellung der Genehmigungsplanung für die Oberflächenabdichtung.

 

Aufgenommen in die Genehmigungsplanung wird auch die Errichtung einer PV-Anlage. Die Größe der PV-Anlage wird auf Grundlage einer Wirtschaftlichkeitsberechnung zu einem späteren Zeitpunkt festgelegt. Finanziert wird die Errichtung der Oberflächenabdichtung aus den Nachsorgekosten; entsprechende Mittel sind vorhanden.

 

Herr Faulhaber vom Ingenieurbüro ibu wird nun die Planung mittels separater Präsentation vorstellen.

 

Beratung:

 

Herr Faulhaber führt auf Rückfrage zur Lebensdauer aus:

Bei den verwendeten Geokunststoffen rechnet man mit einer Lebensdauer von über 100 Jahren. Das komplette Deponiebausystem ist hinterlegt mit bundeseinheitlichen Qualitätsstandards (BQS). Baulich muss ein Qualitätsmanagementplan hinterlegt werden. Dies betrifft die Bauausführung, die sowohl durch Eigen- als auch Fremdgutachter begleitet wird. Die unterste Lage ist wie ein hochdichter Ton, der auch Bewegungen mitmacht und nicht zwangsläufig reißt, wenn sich die Deponie noch setzt. Das Material dehnt sich nicht, sondern zieht sich eher zusammen.

 

Die Füllhöhe darf 20/21 m Auffüllhöhe erreichen.

 

Die benötigten Finanzmittel in Höhe von 6 Mio. EUR sind vorhanden.

 

Die Oberflächenabdeckung einer Deponie ist grundsätzlich wenig bewachsen, da keine Durchwurzelung gewünscht ist, um das Abdichtungssystem nicht zu zerstören. Wenn man eine PV-Anlage errichtet, ist dies ebenfalls zu beachten. Daher ist es mittlerweile Standard, dass man eine Art Auflast macht, um nicht durch die Befestigung der PV-Anlage die Abdichtung zu beschädigen.

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