29.01.2014

Pressemitteilung Ehrenamtlichen Einsatz gewürdigt

Landrat Roland Schwing und seine Stellvertreterin Claudia Kappes haben am Dienstagabend im Miltenberger Landratsamt 18 Ehrenzeichen und eine Ehrenplakette an Bürgerinnen und Bürger überreicht, die sich durch jahrzehntelangen ehrenamtlichen Einsatz hervorgehoben haben.

Für den Landrat gehören die Ausgezeichneten zu den Menschen, die mehr tun als ihre Pflicht, sich ganz selbstverständlich für Andere einsetzen und im Hintergrund viel leisten. Deshalb, so Schwing, stünden sie als „stille Helden“ im Vordergrund dieser Ehrungsveranstaltung. Im Landkreis Miltenberg engagierten sich viele Menschen in ihrer Freizeit, freute sich der Landrat. Wenn man die Aktiven frage, warum sie das tun, höre er oft die Antwort, dass dieser Einsatz zu ihrem Leben einfach dazu gehört.

Der Einsatz sei umso höher zu bewerten angesichts der Tatsache, dass es aufgrund beruflicher und familiärer Verpflichtungen immer schwerer sei, Zeit für ein Ehrenamt aufzuwenden. Allerdings verlange das Ehrenamt nicht nur etwas ab, es bringe auch neue Einsichten, Freude und die Erfahrung, dass man mit seinem Handeln etwas bewirken könne. Vieles, was das Leben im Landkreis attraktiv macht, gehe auf Angebote der Vereine und Organisationen zurück. „Alle, die sich engagieren, tragen zur Lebensqualität bei uns bei“, lobte Schwing.

Zur Lebensqualität gehörten neben materiellen auch immaterielle Güter, betonte der Landrat. Die Bürgerinnen und Bürger empfänden es als Lebensqualität, wenn ihre Kinder eine gute Bildung erhalten, wenn ein Schwimmbad oder ein Sportplatz in der Nähe liegt, sie es nicht weit zum nächsten Kino haben und die Region über grüne Lungen und saubere Gewässer verfügt. Vereinen, Initiativen und Organisationen sei vieles zu verdanken, was den Landkreis attraktiv macht. „Ich bin sehr froh, dass wir ein reiches Vereinsleben haben, und dass sich viele Menschen für das Gemeinwohl einsetzen“, beschloss Schwing seine Ausführungen und dankte auch den Familien der Geehrten, ohne die der ehrenamtliche Einsatz nicht möglich sei.

Bevor Schwing die Auszeichnungen überreichte, betonte er, dass die genannten Verdienste nur einen Teil der Tätigkeiten der Geehrten auflisteten. Die Ehrenplakette des Landkreises, die eine mindestens 25-jährige aktive, erfolgreiche und unentgeltliche Tätigkeit in Organisationen mit kulturellem, sportlichen, sozialen, kirchlichen oder gemeinnützigen Zielen voraussetzt, ging an Renate Berberich (Miltenberg) für ihre Verdienste in der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Miltenberg. Sie war unter anderem von 1987 bis 2006 Kirchenpflegerin und bis 2012 Mitglied im erweiterten Kirchenvorstand. Wegen einer Erkran-kung nahm ihr Mann Peter die Plakette entgegen.

Das Ehrenzeichen des Ministerpräsidenten wurde für Verdienste im Ehrenamt von Minis-terpräsident Edmund Stoiber gestiftet. Hier muss die Gesamtdauer der Betätigung mindestens 15 Jahre betragen. Ausgezeichnet wurden folgende Personen:
 
Michael Bauersachs (Amorbach) hat sich im Kulturkreis Zehntscheuer, den er seit 1997 führt, Verdienste erworben. Unter ihm wurde die Zehntscheuer erworben und umfangreich renoviert. Auch arbeitet Bauersachs im Kunstnetz mit und war fünf Jahre lang Juror beim Jugendkulturpreis.
Johann-Josef Becker (Elsenfeld) ist seit über 60 Jahren Mitglied im Fußballverein Elsava Elsenfeld, war im Spielausschuss und über 20 Jahre lang im Vereinsausschuss tätig. Auch beim Sportheimneubau war er vielfältig aktiv. 
Karin Brand (Miltenberg) ist eine Stütze des TSV Großheubach, wo sie im Vorstand sitzt und zu den Gründungsmitgliedern der Großen Garde der Faschingsabteilung zählt. Sie unterstützt den Engelberglauf und begründete die Nordic-Walking-Gruppe.
Siegbert Buhleier (Röllbach) ist seit 1955 Mitglied des TuS Röllbach, war dort viele Jahre im Vorstand und ist dessen Ehrenmitglied. In den Musikverein trat er 1955 ein und war dort jahrzehntelang im Vorstand, ehe er zum Ehrenmitglied wurde. Den Verein für Gartenkultur und Heimatpflege hat er gegründet und leitet ihn noch heute. In der Obstbaugemeinschaft ist er seit 1965 im Vorstand aktiv.
Peter Bundschuh (Schneeberg) ist im Gesangverein Sängerbund Harmonie 1887 seit 1990 Vorstandsmitglied; seit 1994 ist er dessen Vorsitzender. Er organisierte viele Feste und war mit verantwortlich für die Gründung von drei Chören.
Franz-Josef Fella (Kleinheubach) ist seit 1981 in verschiedenen Funktionen im Vorstand des Turnvereins Rüdenau tätig. Er wickelte mehrere Baumaßnahmen des Vereins ab und rief das Sommerfest ins Leben.
Margarete Fries (Sulzbach) engagierte sich jahrzentelang in der Kirchenverwaltung St. Wendelin in Dornau und leistete viel in der Seniorenarbeit. Fast 30 Jahre lang war sie für die Organisation des Rorate-Frühstücks verantwortlich.
Kurt Reinhold Frieß (Laudenbach) ist seit 1965 im Musikverein Laudenbach aktiv und seitdem mehrere Jahre in Vorstandsfunktionen. Im VdK war er Kassier und ist seit 1997 Vorsitzender, seit 1995 ist er auch in der katholischen Kirchenverwaltung aktiv.
Ingo Heß (Kirchzell) ist seit 1983 aktiver Musiker im Musikverein Kirchzell und seit 1987 Vorstandsmitglied als Jugendbetreuer, Instrumenten- und Anlagenwart, seit 2012 ist er Schriftführer. Auch arbeitete er beim Umbau des Vereinshauses tatkräftig mit.
Joachim Höflein (Rüdenau) ist seit 1991 beim Carnevalverein Klammhörnli aktiv. Über 20 Jahre lang war er Sitzungspräsident, seit 1992 ist er im Vorstand tätig und auch bei Umbauten des CCR beteiligte er sich.
Hubert Morawetz (Amorbach) ist seit 1970 in der Stadtkapelle Amorbach aktiv. Er war Jugendausbilder, ist seit 2002 Dirigent und war Mitbegründer der Kinder- und Jugendkapelle im südlichen Landkreis.
Elisabeth Pfister (Rüdenau) ist seit 1979 beim Carnevalverein Klammhörnli und Mitbegründerin des Damen-Elferrats. Sie näht seit Jahrzehnten die Kostüme, ist seit 1984 Bühnenrednerin und Gründerin der Gesanggruppe Lattberglerchen. Seit 2002 ist sie Schriftführerin des Schützenvereins.
Hans Dieter Repp (Schneeberg) ist seit 30 Jahren bei der FG Schneeberger Krabbe im Vorstand, darunter 17 Jahre lang als Vorsitzender. Er arbeitet bei Baumaßnahmen sowie der Organisation von Veranstaltungen mit und war jahrzehntelang für die Umzüge verantwortlich.
Otto Rummel (Eschau) ist seit 2000 im Vorstand in der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde und Vertrauensmann. Im Schützenverein Eschau ist er seit 30 Jahren im Vorstand, im Schützengau Maintal war er zweiter Gauschützenmeister und seit 2009 ist er erster Gauschützenmeister. Rummel ist zudem im Ehrenamtsforum des Landkreises tätig.
Hubert Schäfer (Kirchzell) ist seit 1988 in verschiedenen Funktionen im Vorstand des FC Kickers Kirchzell aktiv, zudem trainiert er seit 1995 die Jugend. Er organisiert Turniere und arbeitet bei Festen und Arbeitseinsätzen eifrig mit.
Herbert Schwing (Amorbach) ist seit 1969 im Musikverein Stadtkapelle Amorbach und war dort Instrumentenwart, zweiter Vorsitzender und ist seit 2007 Vorsitzender.
Theodor Trunk (Schneeberg) ist seit 1973 im Vorstand des Musikvereins Schneeberg und aktiver Musiker sowie Sänger. Er brachte sich darüber hinaus tatkräftig bei der 775-Jahrfeier von Schneeberg und beim Bau des Dorfwiesenhauses ein.
Heidi Ulzheimer (Großheubach) war beim TSV Großheubach 16 Jahre lang für das Frauenturnen zuständig, seit 23 Jahren spielt sie in der Theatergruppe mit und war zudem für die Bühne und die Requisiten zuständig.

Lobende Worte für die Geehrten hatte auch Erlenbachs Bürgermeister Michael Berninger, Kreisvorsitzender des Bayerischen Gemeindetages, parat. „Wir Bürgermeister wissen, was wir an Ihnen haben“, sagte er und stellte sich die Frage, wie das gesellschaftliche Leben ohne die ehrenamtlich Tätigen aussehen würde. Leider sei es auch so, dass es heute auch keine Ehre mehr sei, ein solches Amt auszuüben, sagte Berninger. „Heute ist eine solche Tätigkeit eine Verpflichtung höchsten Ausmaßes“, meinte er und würdigte die Arbeit der Ausgezeichneten.

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Die Ausgezeichneten stellten sich nach der Ehrungsveranstaltung mit Landrat Roland Schwing (vorne links), Erlenbachs Bürgermeister Michael Berninger und stellvertretender Landrätin Claudia Kappes (vorne rechts) zum Gruppenbild.
Die Ausgezeichneten stellten sich nach der Ehrungsveranstaltung mit Landrat Roland Schwing (vorne links), Erlenbachs Bürgermeister Michael Berninger und stellvertretender Landrätin Claudia Kappes (vorne rechts) zum Gruppenbild.

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