14.11.2014

Pressemitteilung Kommunale Dankurkunden überreicht

Landrat Jens Marco Scherf hat am Donnerstag zusammen mit dem Kreisvorsitzenden des Bayerischen Gemeindetags, Günther Oettinger, 59 Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker mit der kommunalen Dankurkunde ausgezeichnet. 20 Politiker, die verhindert waren, werden ihre Urkunden im Februar 2015 erhalten.

Scherf führte aus, dass die Bedingungen für die Verleihung dieser Urkunden hoch seien. Die Geehrten müssten mindestens 18 Jahre lang ein kommunales Ehrenamt inne gehabt haben. Sie seien somit dreimal von den Wählerinnen und Wählern ihrer Städte und Gemeinden gewählt worden, sagte Scherf. Die Urkunde sei vom Rang her der Bundesverdienstmedaille, der Vorstufe zum Bundesverdienstkreuz, gleich gestellt.

In seiner Laudatio zitierte der Landrat John F. Kennedys bekannten Satz „Frage nicht, was der Staat für Dich tut. Frage, was Du für den Staat tun kannst.“ Diese Passage beschreibe gut die Antriebsfeder für politisches und ehrenamtliches Handeln. Die mit der Dankurkunde Ausgezeichneten engagierten sich seit vielen Jahren für ihre Stadt oder Gemeinde. „Mit Elan, Kompetenz und Zielstrebigkeit haben Sie hier viel erreicht“, stellte Scherf fest und attestierte den Geehrten, beherzt zuzupacken, das Notwendige einzufordern und auch den Humor nicht zu vergessen.

Die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger sei ein wesentliches Element der Demokratie, bemerkte der Landrat. Gerade in der Kommunalpolitik sei Bürgernähe unmittelbar spürbar. Der Bürgerwille mache es aber auch möglich, entscheidende Veränderungen anzustoßen. Während die nationale Begeisterung 1914 in die Katastrophe des Ersten Weltkriegs mündete, habe die friedliche Revolution vor 25 Jahren zum Fall der Mauer geführt.

„Wir haben viel erreicht im Ringen um Freiheit und Demokratie“, stellte Scherf fest, die Herausforderungen nähmen aber nicht ab. So werde der demographische Wandel den Landkreis stark treffen, so dass es gelte, junge Menschen in der Region zu halten – beispielsweise durch die Entwicklung einer erfolgreichen Fachkräftestrategie. Aber auch die Umsetzung der Energiewende nach den Leitlinien des Klimaschutzkonzepts der Region sei eine Herausforderung. Dazu kämen die Schaffung und der Erhalt einer leistungsfähigen Verkehrsinfrastruktur und die Entwicklung des Landkreises zu einem Bildungs- und Kulturlandkreis – etwa durch die Zertifizierung als Bildungsregion, die gerechte Teilhabe für alle Menschen, qualitativ hochwertige Angebote für Kinder und Familien sowie die Integration der Menschen mit Migrationshintergrund.

Als eine der größten Herausforderungen bezeichnete Scherf das Thema Asyl. „Hier sind Sie als Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker, als Menschen vor Ort gefordert“, sagte der Landrat und dankte allen für ihr Engagement und ihre Bereitschaft, Menschen zu helfen und aufzunehmen. Die Kommunalpolitiker trügen durch ihr Engagement wesentlich dazu bei, die Kommunen und damit den Landkreis Miltenberg zu gestalten und voran zu bringen, so Scherf abschließend.

Auch Günther Oettinger dankte den Geehrten im Namen des Gemeindetags für ihren jahrelangen Einsatz in ihren Städten und Gemeinden. Er wies darauf hin, dass die Geehrten im Alltag aber nicht nur gelobt, sondern auch für Entscheidungen kritisiert würden. Deshalb sei es auch wichtig, dass der familiäre Rückhalt stimme. Wie Landrat Scherf zuvor dankte Oettinger deshalb auch den Familien sowie den Partnerinnen und Partnern der geehrten Kommunalpolitiker für deren Unterstützung und Verständnis.

Landrat Scherf und Günther Oettinger überreichten anschließend folgenden Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitikern im Namen des Bayerischen Staatsministers des Innern die Urkunden: Ernst Link und Ulrich Eberhard (beide Altenbuch), Jan Burschik, August Edelmann, Georg Elflein und Hermann Hennig (alle Amorbach), Stefan Umscheid (Bürgstadt), Helmut Fuchs, Herbert Fuchs und Joachim Hock (alle Collenberg), Joachim Hennich und Karin Rödler (beide Eichenbühl), Wilhelm Kemmerer und Winfried Oberle (beide Elsenfeld), Dr. Bernhard Decke (Erlenbach), Rudolf Günther und Anton Heisig (beide Eschau), Roland Hillebrand, Elmar Löber und Edgar Roth (alle Faulbach), Paul Berberich, Brigitte Bick, Martin Stapf und Joachim Zink (alle Großheubach), Stefan Markert (Großwallstadt), Joachim Kunz und Wolfgang Schneider (alle Kirchzell), Thomas Münig und Monika Wolf-Pleßmann (beide Kleinheubach), Bernhard Kempf, Klaus Korder und Rudolf Winkel (alle Kleinwallstadt), Gertraud Hayn (Laudenbach), Ulrich Stapf (Leidersbach), Jürgen Funk, Klaus Huhn und Ruth Schöyen (alle Miltenberg), Tobias Stauder (Mönchberg), Stefan Dick und Alfred Zängerle (beide Neunkirchen), Kurt Höhn-Schüßler und Dr. Edgar Seitz (alle Niedernberg), Günther Kunisch und Ruth Weitz (alle Obernburg), Renate Schwing (Röllbach), Herbert May (Rüdenau), Helga Blatz-Schmitt, Dietmar Kuhn, Kurt Lausberger und Maritta Loster (alle Schneeberg), Claudia Kappes und Wolfgang Roth (alle Stadtprozelten), Hubert Amrhein,

Norbert Seitz und Dr. Ulrich Wünsch (alle Sulzbach), Michael Müller (Weilbach), Heinrich Hennrich, Wolfgang Kettinger und Bernd Lenk (alle Wörth).

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An 59 Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker überreichten Landrat Jens Marco Scherf (rechts) und der Kreisvorsitzende des Bayerischen und Gemeindetags, Günther Oettinger (links) kommunale Dankurkunden.
An 59 Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker überreichten Landrat Jens Marco Scherf (rechts) und der Kreisvorsitzende des Bayerischen und Gemeindetags, Günther Oettinger (links) kommunale Dankurkunden.

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