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Häufig gestellte Fragen von Erhebungsbeauftragten (FAQ) 

  1. Werde ich als EB Bediensteter des Landkreises Miltenberg?
    Nein, nach Mitteilung des LfStat üben die EB eine ehrenamtliche Tätigkeit aus, für die lediglich eine Aufwandsentschädigung vorgesehen ist, eine Anstellung beim Landkreis ist damit nicht verbunden. 
  2. Wie viele Interviews sind zu führen?
    Laut Mitteilung des LfStat hat ein EB im Schnitt 150 Personen zu befragen (teils nur Personenbefragung, teils Personen- und Gebäudeerhebung). 
  3. Welche Fragen werden im Interview gestellt?
    Bei der Befragung gibt es sogenannte Ziel 1 und Ziel 2 Befragungen
    Ziel 1 ist die sogenannte Existenzfeststellung wie Name, Vorne, Geburtsdatum….
    Ziel 2 Befragung sind weitere soziale Komponenten 
  4. Mit welchem Zeitaufwand muss ich bei der Durchführung des Interviews rechnen?
    Ziel 1 Befragung: ca. 5 Minuten
    Ziel 1 + Ziel 2 Befragung: ca. 10-15 Minuten 
  5. Wie hoch ist die Aufwandsentschädigung für EB?
    Laut Mitteilung des LfStat vom 12.08.2021 liegt der Betrag zwischen 4 EUR (vollständiges Ziel 1 Interview je AP) und 10 EUR (vollständiges Ziel 1 und Ziel 2 Interview über mobiles Endgerät je AP).
    Das LfStat schätzt pro 100 Interviews ca. 700 bis 800 EUR an Aufwandsentschädigung.
    Vorgesehen sind im Landkreis Miltenberg jedoch 150 Interviews pro Erhebungsbeauftragter.
    Bei der Höhe der gezahlten Aufwandsentschädigung zahlt der Freistaat Bayern im Vergleich zu anderen Ländern die Höchsten Erhebungsbeträge. 
  6. Zählt die Aufwandsentschädigung zu den steuerpflichtigen Einnahmen?
    Nein – das LfStat weist mit Schreiben vom 17.09.2021 darauf hin, dass die Aufwandsentschädigung für ehrenamtlich tätige Erhebungsbeauftragte nach § 20 Abs.3 Satz 2 Zensusgesetz 2022 nicht der Besteuerung nach dem Einkommenssteuergesetz unterliegt. 
  7. Werden die Aufwandsentschädigungen auf staatliche Leistungen wie Hartz IV, Sozialhilfe, EU Rente etc. ganz oder teilweise angerechnet?
    Nach Mitteilung des LfStat vom 12.08.2021 ist die Aufwandsentschädigung – auch ggf. teilweise- bei der Bemessung von Sozialleistungen zu berücksichtigen. Dies hängt im Einzelfall von der Höhe der Leistungen und der Aufwandsentschädigungen ab. Ob und ggf. in welcher Höhe die Aufwandsentschädigung anrechnungsfrei behalten werden kann, ist im Einzelnen bei der zuständigen Leistungsstelle zu erfragen. 
  8. Werden Auslagen erstattet?
    Nach Mitteilung des LfStat vom 12.08.2021 werden Auslagen über ein frei editierbares Feld im mobilen Endgerät (wird vom LfStat gestellt) abgerechnet.
    Hierzu zählen zunächst eine Corona-Hygiene-Pauschale, mit der sich EB Masken und Desinfektionstücher kaufen können (ca. 7€).
    Den EB wird eine Grundpauschale für Telefonkosten gewährt (ca.10€). In begründeten Ausnahmefällen ist nach Vorlage entsprechender Belege eine Spitzabrechnung möglich.
    Eine Wegekostenerstattung erfolgt in Anlehnung an das Bayerische Reisekostengesetz (also ÖPNV Fahrkarte in tatsächlicher Höhe, PKW 0,35 EUR/km, Motorrad/Motorroller 0,15 EUR/km, Moped/Mofa 0,09 EUR/km, Fahrrad 0,06 EUR/km). Die Abrechnung erfolgt mit dem LfStat. 
  9. Wie werden die Aufwandsentschädigungen ausbezahlt?
    Die Aufwandsentschädigung wird laut Mitteilung des LfStat vom 12.08.2021 vom LfStat in drei Raten nach Stand der Interviews direkt ausbezahlt (Beginn und Ende der Erhebung und eine Zwischenauszahlung. Die Auslagen sollen vom EB bei Rückgabe der Unterlagen mit Belegen geltend gemacht werden, so dass eine Erstattung mit der nächsten Abrechnung möglich ist. 
  10. Gibt es wegen der Corona-Pandemie ein Hygiene-Konzept für die EB?
    Ja. Nach Mitteilung des LfStat vom 16.09.2021 wird das LfStat ein empfehlendes Hygiene-Konzept für die EB erstellen, dass die EB bei Durchführung der Befragungen beachten sollten. 
  11. Wie werden die Daten an die Erhebungsstelle übertragen?
    Den EB werden über die Erhebungsstelle vom LfStat beschaffte Tablets für die Befragungen zur Verfügung gestellt. Nach Beendigung der individuellen Befragung ist auf dem Endgerät die Übersendung der Antworten an die Erhebungsstelle vorgesehen. Bitte nutzen Sie diese Funktion immer zeitnah, da die Erhebungsstelle diese Daten komplett weiterbearbeiten muss und so ein Stau von gemeldeten Daten der EB vermieden werden kann. 
  12. Wo werden die EB eingesetzt?
    Jedem EB wird ein bestimmter Bezirk zugewiesen. Nach Möglichkeit sollen die EB die Befragungen wohnortnah durchführen können. Dies ist jedoch stark davon abhängig, aus welchen Orten die EB kommen, die sich zur Verfügung stellen. 
  13. Findet der Zensus auch bei wieder steigenden COVID Erkrankungen statt?
    Ja.
    Nach dem derzeitigen Kenntnisstand werden die Befragungen wie geplant durch persönliche Gespräche – unter Beachtung des erwähnten Hygiene-Konzepts – durchgeführt.
    Als mögliches Alternativ-Szenario wird jedoch auf telefonische Befragungen umgeschwenkt, wenn die Inzidenzen im Landkreis auf über 100,0 steigen. Die Entscheidung hierüber wird bis spätestens 3 Wochen vor dem Befragungsstichtag 15. Mai 2022 gefällt. 
  14. Besteht eine Unfallversicherung?
    Nach Mitteilungen des LfStat vom 10.09.2021 und vom 17.09.2021 sind die Erhebungsbeauftragten im Rahmen ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit gesetzlich unfallversichert (§ 2 Abs. 1 Nr. 10a i.V.m. § 8 Abs.1 und 2 SGB VII).
    Vom Versicherungsschutz umfasst sind sämtliche Tätigkeiten, die in einem sachlichen Zusammenhang mit der verpflichteten Tätigkeit als Erhebungsbeauftragte/r stehen sowie die Wege zum Ort der Tätigkeit und zurück nach Hause (Wegeunfälle). 
  15. Besteht eine Haftpflichtversicherung?
    Nach Mitteilung des LfStat vom 10.09.2021 sind die EB nicht über ihre ehrenamtliche Tätigkeit haftpflichtversichert 
  16. Den EB werden über die Erhebungsstelle vom LfStat beschaffte Tablets für die Befragungen zur Verfügung gestellt. Was passiert, wenn Tablets beschädigt werden oder verloren gehen?
    Laut Mitteilung des LfStat vom 12.08.2021 und vom 17.09.2021 soll der EB bei Verlust oder Beschädigung des Tablets den vom LfStat beauftragten externen Dienstleister kontaktieren (Daten werden mit Aushändigung des Tablets bekannt gegeben). Hierfür wird eine Hotline geschalten, so dass der Defekt/Verlust protokolliert werden und ggf. ein neues Gerät zur Verfügung gestellt werden kann. Außerdem ist die Erhebungsstelle in Kenntnis zu setzen (E-Mail oder schriftlich), so dass nach ggf. nach mehrmaligen Verlusten/Beschädigungen die Auslieferung von weiteren Geräten gestoppt werden kann. Der EB haftet für alle Schäden die fahrlässig oder vorsätzlich verursacht werden (ggf. eine private Haftpflichtversicherung). 
  17. Benötigen Beschäftigte des öffentlichen Dienstes eine Nebentätigkeits-Genehmigung? 
    Nach Mitteilung des LfStat vom 12.08.2021 ist die Wahrnehmung öffentlicher Ehrenämter (Art. 81 Abs.2 Satz 2 BayBG) keine Nebentätigkeit, die Tätigkeit ist aber vor der Aufnahme dem unmittelbaren Dienstvorgesetzten schriftlich anzuzeigen
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