09.10.2015

Pressemitteilung Malen & Leben – Otmar Alt zum 75ten

- Öffentliche Führung mit dem Künstler
Otmar Alt gehört zu den prägenden Persönlichkeiten der deutschen Gegenwartskunst und er kommt am Sonntag, dem 11. Oktober zu einer öffentlichen Führung um 15 Uhr extra nach Obernburg. Frau Dr. Brigitte Schad, die ehemalige Leiterin der Kunsthalle Jesuitenkirche Aschaffenburg wird die Führung gemeinsam mit Otmar Alt halten. Aus seinem großen, vielfarbigen und außergewöhnlich populären Werk, das in den Jahrzehnten seiner Entwicklung weder die Lust am Fabulieren noch an farbiger Energie verloren hat, sind bis zum 25. November über 70 seiner neuesten Werke ausgestellt. Im eigens errichteten Kabinett wird aber auch eine kleine Retrospektive zu sehen sein.

Otmar Alt denkt und malt zyklisch, arbeitet große, aber auch sehr persönliche Themen in Bildserien auf, die, jedes für sich bereits erzählerisch angelegt, im Zusammenklang ein vielfarbiges Epos entstehen lassen. Diese jüngsten, mit großer malerischer Energie geschaffenen Gemäldezyklen dokumentieren, wie unverbraucht sein malerischer Atem und wie groß und beneidenswert jung seine bildnerische Phantasie geblieben ist.

Den sozialen Grundsatz seiner künstlerischen Arbeit hat Otmar Alt niemals verloren, sondern seiner Kunst immer auch den Weg in den öffentlichen Raum und damit zur sozialen Kommunikation geöffnet. Dieses übergreifende Konzept einer öffentlich nicht nur erlebbaren, sondern auch wirkenden Kunst hat er vorbildlich und so wie kaum einer seiner Berufskollegen praktiziert und immer wieder den Dialog des Betrachters mit seinen Werken gesucht. „Ich will die Menschen erfreuen“, sagt Otmar Alt, „und wer das will, der muss offen auf sie zugehen und sie in ihrer gewohnten Umgebung treffen, quasi an ihrem Standort abholen.“ Dass es neben diesem selbstgestellten öffentlichen Auftrag immer auch den zurückgezogenen Künstler gegeben hat, der im Innern seines Ateliers an der bildnerischen Lösung ihn bedrängender Probleme arbeitet, der über Weg und Ziel der Weltgemeinschaft ebenso nachdenkt wie über das Wesen des Schönen, davon kündet der Reigen dieser Ausstellung mit ihren vielen persönlichen Themen und malerischen Facetten.
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