02.07.2019

Pressemitteilung Zahlreiche Projekte verwirklicht und in Planung

Hinter der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Main4Eck liegt ein arbeitsreiches Jahr. Wie die Manager Jürgen Jung, Lisa Kluin und Philipp Wollbeck bei der Mitgliederversammlung am Montag im Bildungs- und Informationszentrum Burglandschaft in Eschau sagten, seien zahlreiche Projekte vollendet, in Auszahlung oder in der Antragstellung.

Die Arbeit geht dem Trio an der Spitze aber auch weiterhin nicht aus. So sei man dabei, andere Förderquellen zu akquirieren, neue Projekte anzuschieben und auch aus dem Kleinprojektefonds sollen erneut fünf Projekte mit bis zu 1000 Euro unterstützt werden. Eine ganztägige Exkursion mit den LAG-Kollegen aus dem Odenwald soll Vereinsmitglieder aus dem Landkreis Miltenberg und dem hessischen Nachbarlandkreis am 4. September zur Besichtigung von Projekten in der Region führen.

Dass die LAG erfolgreich gearbeitet hat, lässt sich aus den Zahlen ablesen. Sollten die nächsten Projekte wie vorgesehen im Steuerkreis genehmigt werden, würde sich das noch zur Verfügung stehende Budget auf rund 60.000 Euro verringern. Zur Erinnerung: Am Anfang der Förderperiode waren es 1.858.000 Euro. Dieses Geld wurde in Kooperation mit Projektträgern in die Umsetzung diverser Vorhaben gesteckt. Abgeschlossen sind unter anderem die Pedalwelt in Heimbuchenthal, die touristische Inwertsetzung der Altenburg, das landkreisweite Radverkehrskonzept, das „Wilde Erlebnis Südspessart“ und das Kooperationsprojekt Fastnachtsakademie.

In Umsetzung befinden sich unter anderem in Elsenfeld das Natur- und Wassererlebnis Elsava-Auen und „Zusammen rausgehen“, der Buntsandsteinerlebnis und das Dokumentationszentrum Buntsandstein im Südspessart, das Bund-Naturschutz-Projekt „NaturTalente gesucht“, die Mountainbikestrecke „Spessart-8“ sowie der Archäopark Gotthard. Eines der erfolgreichsten Projekte ist die Burglandschaft, speziell deren Nachverdichtung. Jürgen Jung wies auf mehrere interessante Objekte hin, die diesen Zusammenschluss immer größer werden lassen. So seien die Templerhäuser in Amorbach und Kleinwallstadt sowie die Bacheburg Obernburg dazugekommen, Kloster und Abtei Amorbach, Kirche und Wasserschloss Weilbach-Weckbach sowie das Kloster Himmelthal. Alle der mittlerweile 68 Objekte – gestartet war man mit 20 – sollen mit je einer Doppelseite in einer Gesamtbroschüre vorgestellt werden.
In Planung sind unter anderem der Sinnesparcours in Miltenberg, die Zielbeschilderung im bayerischen Odenwald, die Erweiterung des erfolgreichen Radprojekts Wald erFahren, aber auch Vorhaben wie die Steinsäge in Faulbach, das Netzwerkprojekt Mitfahrbänke sowie das Netzwerk „Lernorte im Grünen“.
Das Budget für Kooperationsprojekte sei mittlerweile voll ausgeschöpft, erklärte Philipp Wollbeck, aber es sei möglich, Mittel aus Einzelprojekten zu transferieren. Zudem könnten nach der Endabrechnung von Projekten wieder Mittel frei werden.

Das LAG-Management ist neben den genannten Aufgaben aber auch anderweitig tätig. So wird Arbeitskraft unter anderem in die Vernetzung mit anderen Aktionsgruppen in der Region, in Bayern sowie in ganz Deutschland vorangetrieben. So wurde Managerin Lisa Kluin in den Vorstand der Bundesarbeitsgemeinschaft der LEADER-Aktionsgruppen gewählt. Manager Jürgen Jung betreut darüber hinaus die Fair-Trade-Steuerungsgruppen in den Orten des Landkreises.

Am Ende des Geschäftsjahrs 2018 waren auf dem Konto der LAG 150.406 Euro, verlas Philipp Wollbeck den Bericht des verhinderten Schatzmeisters Roland Bauer, aktuell befinden sich 101.668 Euro auf dem Konto. Werner Schmitt, der mit Gerwin Wolz die Kasse geprüft hatte, bescheinigte transparente Buchführung und die satzungsgerechte Verwendung der Mittel. Die Entlastung des gesamten Vorstands erfolgte einstimmig.

Dass die Mitglieder der LAG wie auch die Projektträger überwiegend zufrieden mit der Arbeit des LAG-Managements waren, belegte Philipp Wollbeck mit den Ergebnissen von zwei Umfragen. In einigen Punkten wolle man dennoch besser werden, sagte er und verwies etwa auf schnellere Reaktionszeiten bei Anfragen. Die Öffentlichkeitsarbeit habe man auf Facebook wieder intensiviert, auch auf der Homepage soll wieder mehr getan werden. Günther Oettinger, der die Sitzung für den verhinderten Vorsitzenden Landrat Jens Marco Scherf leitete, bezeichnete die Umfragewerte als „Beweis für die gute Arbeit des Managements.“

Einstimmig nahm die Versammlung geringfügige Änderungen der Satzung an und sprach sich für die Möglichkeit aus, Restmittel aus den fünf festgelegten Entwicklungszielen in andere Entwicklungsziele übertragen zu dürfen, falls ein Antragsüberhang vorhanden ist.
Unterfrankens LEADER-Manager Wolfgang Fuchs wollte sich nicht festlegen, ob die LAG weitere Mittel in der Förderendphase bekommen kann oder nicht. Im vergangenen Jahr hatte die LAG Main4Eck aufgrund ihrer erfolgreichen Arbeit noch einen Nachschlag bekommen. „Ob es dieses Jahr mehr Geld gibt, ist Spekulation“, so Fuchs, der aber eine mögliche Budgetzuweisung nicht ausschließen wollte. Es gelte nun, im Hinblick auf die nächste Förderperiode weiter zu arbeiten. Wie es mit der Förderung weitergeht, sei derzeit unsicher. „Momentan hängt alles am Brexit“, verwies er auf die Unsicherheit, wie es künftig mit dem europäischen Fördertopf weitergeht. Eines aber sei für ihn klar, so Fuchs: „Die LAG hat gut gearbeitet.“

Dass die Geschäftsstellen von LAG und Burglandschaft ein neues Zuhause bekommen, wurde am Ende der Sitzung bekannt. Beide sollen in das Einzeldenkmal in der Eschauer Kreuzgasse, das noch einen Anbau erhält, umziehen. Planer Rainer Tropp zeigte den Vorentwurf und hoffte einen Bauantrag noch in diesem Jahr. Nach Fertigstellung soll das Haus aber auch für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Bis zu 90 Prozent Förderung seien möglich, ergänzte Eschaus Bürgermeister Michael Günther.

2019-07-02_Landkreis Miltenberg - Pressearchiv
In dieses Haus werden die LAG- und die Burglandschaftsgeschäftsstelle künftig einziehen. Dieses Einzeldenkmal wird saniert und einen Anbau erhalten, so dass beide Organisationen hier ein neues Zuhause finden können. Dorfplaner Rainer Tropp (links) erklärte den LAG-Mitgliedern die Vorgehensweise.

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