15.09.2015

Pressemitteilung Startschuss für JBG-Generalsanierung gefallen

Bereits seit Beginn der Sommerferien laufen die Arbeiten am ersten Bauabschnitt der Generalsanierung des Johannes-Butzbach-Gymnasiums. Am Montag, einen Tag vor Schulbeginn, feierten Landkreis und Schule dies mit dem Einbau von drei beschrifteten Klinkersteinen. Mit dem Startschuss am Miltenberger Gymnasiumsaniert der Landkreis nun mit der Realschule Obernburg und dem Erlenbacher Gymnasium drei wichtige, aber in die Jahre gekommene Schulgebäude.

Landrat Jens Marco Scherf stellte auch im Namen von Miltenbergs Bürgermeisters Helmut Demel die Wichtigkeit der Bildung heraus. „Bildung ist der zentrale Baustein, wenn es um die Perspektiven des Landkreises für die Zukunft gehe“, so Landrat Scherf. Bestätigt wird die Bedeutung der Bildung auch in den Gesprächen mit vielen syrischen Müttern und Vätern. „In Gesprächen mit mir betonen sie immer die Perspektive Leben und Bildung für ihre Kinder als Fluchtmotiv“, berichtete Scherf. Er freue sich über den Auftakt dieses Bauvorhabens, sagte er, „denn Schule ist zentral für Bildung und eine funktionierende Integration.“ 

Um den Beginn der Arbeiten symbolisch darzustellen, hatte man drei Steine aus dem Klinkermauerwerk vorbereitet, die von der Baufirma in einem Flur eingebaut werden. Sie wurden mit den Unterschriften des Landrats und des Schulleiters Joachim Fertig versehen, ein weiterer Stein trägt die Inschrift „Generalsanierung Johannes-Butzbach-Gymnasium“. 

Scherf warf einen Blick auf die Baugeschichte des Gymnasiums und die diversen Erweiterungen der 1968 errichteten Schule, in der zuletzt 2011/2012 das Dach auf einer Fläche von 1600 Quadratmetern energetisch saniert wurde. Den Startschuss zur Generalsanierung habe der Kreistag am 20. Oktober 2014 gefasst, erinnerte sich Scherf, der das Vorhaben als „wichtiges Zukunftsprojekt für den Landkreis“ bezeichnete. Denn, so der Landrat, Bildung brauche auch baulich optimale Bedingungen. Bei der Planung sei sehr darauf geachtet worden, so viel Bausubstanz wie möglich zu erhalten. Für das im ersten Bauabschnitt 2,9 Millionen Euro teure Bauprojekt sei ein ambitionierter Zeitplan entwickelt worden, erklärte der Landrat. Er lobte das Planungsteam mit den Architekten Klaus Wolf, Ralf Kolb und Viktor Grams (beide Architekturbüro Wolf) sowie die Arbeit der Büros Wohlfromm und Pfister, des Ingenieurbüros Hußenöder und Merz sowie des Büros Balck und Partner. Jürgen Weid (Regierung Unterfranken) habe das Projekt stets unterstützt, lobte Scherf. Ziel aller Beteiligten – darunter auf Seiten des Landkreises Kreisbaumeister Andreas Wosnik, Projektleiter Rudi Bretzigheimer, Energiemanager Mario Breunig und Kreiskämmerer Steffen Krämer – sei es, neue Maßstäbe im Bau zu setzen im Miteinander von Ökonomie und Ökologie. Einen Dank richtete Scherf zudem an den Freistaat Bayern, der die Sanierung mit rund 43,6 Prozent der anrechenbaren Kosten fördere. Auch die Schule – speziell Schulleiter Joachim Fertig, Martina Gronemann und Volker Schmidt (Planungsteam) – habe sich stets als kooperativer und verlässlicher Partner gezeigt.

Schulleiter Joachim Fertig war überzeugt, dass mit den mit modernster Technik eingerichteten Räumen ein wesentlicher Schritt getan werde, um ein motivierendes Ambiente für effektives pädagogisches Arbeiten zu schaffen. Mit der Sanierung von acht Unterrichtsräumen im Jahr 2006 im Rahmen der IZBB-Maßnahmen sei ein viel versprechender Anfang getan worden, so Fertig, der die neuen Räume damals als Vorbild für weitere Maßnahmen zu Gunsten der Schule gesehen hatte. Zur Umsetzung der Pläne seien große Anstrengungen notwendig, so Fertig. Er dankte Landrat Jens Marco Scherf, seinem Amtsvorgänger Roland Schwing und dem Kreistag für das einstimmige Ja zur Generalsanierung, aber auch allen am Bau Beteiligten und dem Schulkollegium. Die drei Steine stünden symbolisch für die gute Zusammenarbeit und das gegenseitige Vertrauen zwischen Landkreis, Schule und Planungsbüro, so Fertig.

Architekt Klaus Wolf erklärte, dass man unter Einbindung der Schule den Gedanken einer Generalsanierung ohne Neubau entwickelt habe. Dabei sei es wichtig, auf den ursprünglichen Charakter des Gebäudes einzugehen. Damit das Projekt erfolgreich sein könne, müsse man sich Zeit lassen und sorgfältig planen, sagte Wolf. Diese Zeit habe man sich genommen und man sei sich sicher, einen zeitgemäßen und wirtschaftlichen Lösungsansatz gefunden zu haben. Auch die Schule habe das Projekt als große Chance angesehen, ihr pädagogisches Konzept neu zu entwickeln, kreative Ansätze und neue Lösungen zu etablieren, erläuterte der Architekt. 

Nach der Feier, die musikalisch vom Klarinettentrio der Musikschule Miltenberg umrahmt wurde, ging Kreisbaumeister Andreas Wosnik in der Baustelle auf Details des Baus ein und erläuterte zusammen mit Ralf Kolb die Auswahl der verwendeten Materialien. 

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Drei Steine, die in einem Flur des Anbaus eingemauert werden, sollen symbolisch für die gute Zusammenarbeit und das gegenseitige Vertrauen zwischen Landkreis, Schule und Planungsbüro stehen. Das Bild zeigt (von links) Landrat Jens Marco Scherf, Schulleiter Joachim Fertig sowie Klaus Wolf und Ralf Kolb (beide Architekturbüro Wolf).

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