24.03.2015

Pressemitteilung Staatliche Ehrenzeichen für 43 Feuerwehrleute

Landrat Jens Marco Scherf hat am Freitagabend in der Hermann-Schwing-Halle Röllbach im Namen von Innenminister Joachim Herrmann an insgesamt 42 Feuerwehrleute staatliche Ehrenzeichen für 25- und 40-jährige Dienstzeit überreicht.

Kreisbrandrat Meinrad Lebold stellte nach der Begrüßung von zahlreichen Vertretern aus Politik, Verwaltung und Feuerwehr fest, dass man mit dem zentralen Ehrenabend den Wehrleuten im öffentlichen Rahmen Wertschätzung erweise. Seit vergangenem Jahr bekämen die für 40-jährige Dienstzeit Geehrten zudem einen Gutschein für einen einwöchigen Aufenthalt im Feuerwehrerholungsheim in Gmein, erklärte Lebold. Die Wehrleute könnten ihren Gutschein binnen zwei Jahren einlösen oder Erholungsheime in Baden-Württemberg oder Sachsen besuchen. Dank einer Initiative des Kreisverbands des Bayerischen Gemeindetags bezahlten die Kommunen auch den Partnern der Geehrten den Aufenthalt. Das, so Lebold, „ist eine kleine Entschädigung für die viele verlorene Freizeit.“ Die Zahl von 2850 Wehrleuten in 77 Feuerwehren im Landkreis zeige den hohen Stellenwert der Wehr für die Sicherheitsarchitektur im Kreis.

Landrat Jens Marco Scherf bezeichnete den Abend als hervorragenden Rahmen, um den Wehrleuten für ihre Leistungen zu danken, ebenso den Ehepartnern für deren Unterstützung. Schon Theodor Heuss habe erkannt, dass die Demokratie vom Ehrenamt lebt und dass Ehrenamt im Wesentlichen Freiwilligkeit sei. Die freiwilligen Feuerwehren seien die mit Abstand ältesten Bürgerinitiativen, sagte der Landrat. Ein solcher freiwilliger Einsatz könne nicht verordnet werden, er entstehe aus persönlicher Motivation. Von den Aktiven würden Zuverlässigkeit und Disziplin erwartet, auch freie Zeit und Mut. Die Wehr repräsentiere „eine leistungsfähige Organisation mit einer hervorragenden technischen Ausstattung und engagierten Feuerwehrleuten“, stellte Scherf fest. Er dankte nicht nur den Wehrleuten, sondern auch deren Arbeitgebern für die Bereitschaft, die Aktiven

freizustellen. Wie Kreisbrandrat Lebold zuvor, verurteilte auch der Landrat die Angriffe auf Feuerwehrleute scharf, die im Umfeld der EZB-Proteste in Frankfurt stattgefunden hatten. „Da wurde eine rote Linie überschritten“, sagte der Landrat unter dem Applaus der Feuerwehrleute, „das war einfach nur Gewalt.“

Im Namen aller Bürgermeister des Landkreises legte Röllbachs Bürgermeister Rudi Schreck dar, wie sehr man in den Kommunen die Feuerwehren schätze. Das habe man in Röllbach unter anderem mit dem Bau eines neuen Feuerwehrhauses und der Anschaffung eines Tanklöschfahrzeugs gezeigt, sagte er. „Investitionen in die Feuerwehr sind Investitionen in unsere Sicherheit“, so Schreck. Deshalb leiste man das finanziell Mögliche auch bei der Unterstützung der Wehr bei der Umsetzung des Digitalfunks. Schreck lobte auch die gute interkommunale Zusammenarbeit der Feuerwehren vor Ort.

Unter bewährter Moderation der Kreisbrandinspektoren Hauke Muders und Johannes Becker wurden anschließend 41 Wehrleute und eine Wehrfrau ausgezeichnet. Muders und Becker stellten die Geehrten kurz vor, ehe der Kreisbrandrat und der Landrat die Urkunden überreichten. Auch Kreisbrandrat Meinrad Lebold wurde die Ehrung für 40-jährige Dienstzeit zuteil. Landrat Jens Marco Scherf lobte Lebolds ehrenamtlichen Einsatz – eigentlich unvorstellbar für eine solch verantwortungsvolle und zeitintensive Tätigkeit. Lebold sei nicht nur vor Ort tätig, sondern halte auch Kontakte bis zum Innenministerium, um beispielsweise die höchstmöglichen Förderungen zu erreichen, stellte Scherf heraus, der auch dem Markt Großheubach für Lebolds Freistellung dankte.

Musikalisch umrahmt wurde die Ehrung vom „Kommunalgebläse“ mit den Bürgermeistern Thomas Köhler (Kleinwallstadt; Leitung), Thomas Zöller (Mönchberg), Andreas Fath (Wörth), Günther Winkler (Eichenbühl), Rudi Schreck (Röllbach), Altbürgermeister Otto Schmedding (Eichenbühl) sowie den im Landratsamt tätigen Gerhard Rüth (Eschau-Hobbach) und Bernd Hofmann (Bürgstadt). Beim anschließenden Empfang, der vom Serviceteam des Landratsamts organisiert wurde, tauschten sich Politiker und Feuerwehrleute noch lange aus.

Folgende Feuerwehrleute wurden geehrt:
40 Jahre: Willi Lindner (Collenberg), Michael Berberich (Eichenbühl), Jürgen Neuberger (Eichenbühl-Pfohlbach), Mathias Becker (Elsenfeld), Reinhold Zimmermann (Eschau-Hobbach), Wolfgang Böhle, Rainer Hermann, Manfred Büchler und Egon Mechler (alle Kirchzell-Preunschen), Rupert Frisch (Klingenberg-Röllfeld), Walter Wunderlich (Klingenberg-Trennfurt), Dietmar Ruppert (Laudenbach), Helmut Ronalter (Leidersbach), Gerald Schott (Leidersbach-Ebersbach), Klaus Vettermann und Norbert Friedl (beide Niedernberg), Ludwig Vad, Robert Schmitt und Günter Rosenberger (alle Obernburg), Ludwig Neff und Egon Heilmann (beide Rüdenau), Stefan Fick und Alois Reichert (beide Sulzbach), Berthold Schellenberger (Weilbach-Weckbach), Wolfgang Schusser (Wörth) sowie Meinrad Lebold (Großheubach).

25 Jahre: Roland Hefner (Amorbach-Reichartshausen), Thomas Bretz (Bürgstadt), Ruth Ballweg (Eichenbühl-Pfohlbach), Jens Völker (Eschau), Martin Ackermann (Eschau-Hobbach), Michael Haas (Kirchzell-Breitenbuch), Stephan Büttner (Kleinwallstadt), Jörg Ulrich (Klingenberg-Trennfurt), Reiko Klein und Bernd Hofer (beide Neunkirchen-Umpfenbach), Joachim Zöller (Stadtprozelten-Neuenbuch), Daniel Erbacher und Burkhard Breunig (beide Weilbach) sowie Rudolf Schusser, Jochen Viehmann und Jochen Dotzel (alle Wörth).

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Diese Feuerwehrleute wurden für 40-jährige Dienstzeit geehrt. Das Bild zeigt sie mit (hinten von links) Landrat Jens Marco Scherf, Kreisbrandrat Meinrad Lebold und Günther Oettinger (Gemeindetag) sowie (von rechts) den Kreisbrandinspektoren Hauke Muders und Johannes Becker.
Diese Feuerwehrleute wurden für 40-jährige Dienstzeit geehrt. Das Bild zeigt sie mit (hinten von links) Landrat Jens Marco Scherf, Kreisbrandrat Meinrad Lebold und Günther Oettinger (Gemeindetag) sowie (von rechts) den Kreisbrandinspektoren Hauke Muders und Johannes Becker.

Diese Feuerwehrleute wurden für 25-jährige Dienstzeit geehrt. Das Bild zeigt sie mit (hinten von links) Kreisbrandrat Meinrad Lebold, Landrat Jens Marco Scherf und Günther Oettinger (Gemeindetag) sowie (von rechts) den Kreisbrandinspektoren Hauke Muders und Johannes Becker.
Diese Feuerwehrleute wurden für 25-jährige Dienstzeit geehrt. Das Bild zeigt sie mit (hinten von links) Kreisbrandrat Meinrad Lebold, Landrat Jens Marco Scherf und Günther Oettinger (Gemeindetag) sowie (von rechts) den Kreisbrandinspektoren Hauke Muders und Johannes Becker.

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