25.01.2016

Pressemitteilung Unternehmen zeigen großes Interesse am BWL-Studiengang in Miltenberg

Mit dem am Standort Miltenberg geplanten Studiengang „Betriebswirtschaft für kleine und mittlere Unternehmen“ will die Hochschule Aschaffenburg Forschung und Lehre weiter ausbauen. Dass dieses Projekt auf großes Interesse der Unternehmen stößt, war beim Informationsabend der IHK Aschaffenburg am Donnerstagabend in den Räumen der Firma Oswald in Miltenberg deutlich zu erkennen.

Vor rund 60 Vertretern aus Unternehmen der Region wies zunächst Hausherr Johannes Oswald auf die intensive Zusammenarbeit seiner Firma mit der FH hin und nannte als Beispiel die Lasertechnologie. „Wir schätzen diese Kooperation sehr“, stellte der Firmenchef klar, der sich sehr auf den Hochschulstandort Miltenberg freut. Es sei dringend notwendig, Akademiker in die Region zu bringen und die Nachwuchskräfte hier zu halten, meinte Oswald.

IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Andreas Freundt leitete über zum Vortrag von Professor Dr. Ralf Hellmann, der zunächst das Open Innovation Lab der Fachhochschule am Standort Obernburg vorstellte. Darin arbeiten in vorbildlicher Weise Wissenschaft und Firmen an bestimmten, von den Firmen definierten Projekten zusammen. „Damit wird der Innovationsprozess geöffnet“, so Hellmann. Man wolle damit einen pro-aktiven, niederschwelligen Technologietransfer erreichen, sagte der Professor. Damit sei man einmalig im Umkreis von 300 bis 400 Kilometern. Er wies auf die sehr gute Ausstattung der Labore hin und forderte die Unternehmen auf, Kontakt mit dem Open Innovation Lab aufzunehmen und gemeinsam weitere Projekte zu entwickeln. Vor allem die Lasertechnologie sei eine Schlüsseltechnologie, die in fast jeder Industriebranche zum Einsatz komme, wies er auf den großen Nutzen dieser Technologie hin.

Professor Dr. Wilfried Diwischek, Präsident der Fachhochschule Aschaffenburg, stellte fest, dass die FH ein „Thinktank für kleine und mittlere Unternehmen“ sei. Über 3300 Studenten füllten die Räume der Hochschule und man werde weiter bauen, um zusätzliche Kapazitäten zu schaffen. Der Standort Miltenberg sei im Fokus, da eine Studie den geringen Akademisierungsgrad im Landkreis Miltenberg offengelegt habe. Nun, da man beim Wettbewerb „Partnerschaft Hochschule und Region“ erfolgreich gewesen sei, werde man in Miltenberg einen neuen Standort schaffen und hier den Studiengang „Betriebswirtschaft für kleine und mittlere Unternehmen“ ab dem Wintersemester 2017 einrichten.

„Hier wird es keine Standard-Betriebswirtschaft geben“, stellte Prof. Dr. Hartwig Webersinke, Dekan der Fakultät Wirtschaft und Recht, fest. Das Studium richte sich an Berufstätige, die neben dem Beruf studieren wollen sowie an Personen in besonderen Lebenslagen (Elternzeit, Pflegezeit), für die ein Präsenzstudium nicht möglich ist. Auch sollen junge Männer und Frauen aus nicht akademischem Elternhaus die Möglichkeit zum Studium bekommen, erläuterte er. Die Studenten, die ihr Studium größtenteils online absolvieren, seien aber regelmäßig in Miltenberg zum Lernen und zum Arbeiten. Bei dem neuen Studiengang handele es sich um einen Kompromiss zwischen Fernstudium und Präsenzstudium, stellte er fest. Das erfordere „intelligente Lösungen“, die man gemeinsam mit den Firmen der Region entwickeln wolle. „Alleine zuhause zu lernen, ist eine Illusion“, wusste Webersinke, deshalb werde Miltenberg ein Ort des Lernens: Sowohl Professoren als auch Dozenten und Tutoren würden nach Miltenberg kommen, die jederzeit zur Verfügung stehenden Räume in der Berufsschule stünden Studenten zudem für Workshops, Projekte, Vorträge und zum Lernen offen.

Miltenberg solle auf der anderen Seite kein Ventil für Studenten sein, die aufgrund des harten Numerus clausus in Aschaffenburg nicht zum Zug kämen, so Webersinke. In Miltenberg wolle die FH etwas für die Region tun und dabei ganz nahe an den Unternehmen sein.

In der anschließenden Diskussion konnten die Unternehme Wünsche und Erwartungen an den Studiengang formulieren. Mehrere Diskussionsteilnehmer äußerten dabei ihren Wunsch nach einem schnelleren Studium, die anvisierten zehn Semester seien zu lang. Prof. Dr. Hartwig Webersinke nahm diese Anregung mit nach Hause und will diese bei den weiteren Planungen nach Möglichkeit berücksichtigen.

Prof. Dr. Hartwig Webersinke stellte mit Begeisterung den neuen Studiengang „Betriebswirtschaft für kleine und mittlere Unternehmen“ vor, der ab dem Wintersemester 2017 in Miltenberg angeboten werden soll.
Prof. Dr. Hartwig Webersinke stellte mit Begeisterung den neuen Studiengang „Betriebswirtschaft für kleine und mittlere Unternehmen“ vor, der ab dem Wintersemester 2017 in Miltenberg angeboten werden soll.

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