07.05.2015

Pressemitteilung Zukunft der Verkehrsgemeinschaft am Bayerischen Untermain (VAB)

Für Nachfrage und Sorge bei den Fahrgästen hatte die jüngst öffentlich gewordene Kündigung der Tarifgemeinschaft VAB durch die Deutsche Bahn (DB) gesorgt. Anlass für die Kündigung war die Unzufriedenheit der DB mit dem Einnahme-Aufteilungs-Verfahren (EAV). Damit stand ein Ende der Tarifgemeinschaft, bestehend aus DB, Stadtwerken Aschaffenburg, Verkehrsgesellschaft Untermain und Kahlgrundverkehrsgesellschaft zum 13.12.2015 im Raum.

Das Ergebnis einer Gesprächsrunde im Innenministerium auf Einladung von Staatssekretär Eck hat nun konkrete und erfreuliche Ergebnisse gebracht. Sowohl Oberbürgermeister Klaus Herzog und Landrat Jens Marco Scherf als auch die Landtagsabgeordneten Berthold Rüth und Peter Winter verdeutlichten das große Interesse des Bayerischen Untermains an der VAB: Die Menschen brauchen mit dem VAB eine Tarifgemeinschaft, die die Benutzung ein und derselben Fahrkarte bzw. Zeitkarte in allen Bussen und Zügen ermöglicht. Landrat Jens Marco Scherf betonte, dass bei einer neuen Aufteilung der Einnahmen die Bedeutung der Busse für den ländlichen Raum berücksichtigt werden muss: "Die Busse fahren zum einen die Fahrgäste direkt zu den Bahnhöfen, zum anderen sorgen sie aber für die Mobilität der Menschen auf dem Land", stellte er klar. Der Abgeordnete Berthold Rüth unterstütze dies im Hinblick auf das in der Bayerischen Verfassung festgeschriebene Recht auf vergleichbare Lebensverhältnisse im ländlichen Raum "Es muss weiter möglich sein, dass die Busse unsere kleinen Orte auf dem Land anfahren."

Die drei konkreten Ergebnisse sind:

  1. Der von den VAB-Partnern besprochene Weg zu einem neuen EAV wird von allen Beteiligten akzeptiert und soll wie geplant umgesetzt werden. Bis Ende Juli steht der Rahmen des neuen EAV, anschließend folgt eine einjährige Fahrgasterhebung, die dann im Herbst 2016 in einem neuen EAV konkretisiert wird. 
  2. Die Kündigung der DB wird (vorbehaltlich eines Vorstandsbeschlusses) auf den 31.12.2016 verschoben, wobei bis dahin das neue Einnahme-Aufteilungs-Verfahren stehen soll. 
  3. Ab dem 1.1.2017 werden die Einnahmen nach dem neuen EAV verteilt.

"Das Gespräch beim Staatssekretär Eck ist ein Erfolg für den Bayerischen Untermain", betont Scherf: "Mit diesem Gespräch wurde erreicht, dass die VAB-Partner an ihre Verantwortung für die Region nachdrücklich erinnert wurden. Das Ergebnis ist, dass sich die Menschen im Landkreis Miltenberg keine Sorgen machen müssen: Der VAB und damit die Tarifgemeinschaft von Bus und Bahn werden weiterexistieren."

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