26.01.2015

Pressemitteilung Gemeinden arbeiten an Wohnprojekten

Wie können Kommunen ein attraktives Wohnumfeld schaffen? Dieser Frage sind rund 40 Vertreter aus neun Gemeinden des Landkreises Miltenberg zusammen mit mehreren Fachleuten am Donnerstag bei der LBS-Zukunftswerkstatt „Wohnen im Landkreis Miltenberg“ nachgegangen.

Im Panoramasaal der Sparkasse in Miltenberg nahmen sich alle Teilnehmer einen ganzen Tag lang Zeit, das Pilotprojekt der Landesbausparkasse mit Leben zu erfüllen. Als erster Landkreis in Bayern sei Miltenberg hierfür ausgewählt worden, erklärte Moderator Roland Wölfel von der CIMA Beratungs- und Management-GmbH, „die Strukturen hier sind spannend.“ Sechs Gemeinden habe man ursprünglich zu diesem Projekt einladen wollen, so Wölfel, aufgrund der riesigen Nachfrage habe man sich aber für neun Kommunen entschieden. Die Entstehung des Pilotprojekts geht Wölfel zufolge auf die LBS-Studie „Kommunen gestalten“ zurück. Dabei habe die LBS gemerkt, „dass es viele vergleichbare Probleme in den Orten gibt.“ Deshalb wolle man nun den Versuch unternehmen, vor Ort Impulse auszulösen und die Kommunen zum Handeln zu bringen.

Am Morgen sprach zunächst Professor Dr. Hans-Ulrich Jung über „Wohnen und demographische Entwicklung im Landkreis Miltenberg“. Er präsentierte dabei aussagekräftige Zahlen, die weit über die bloße Aufzählung von Daten zur Bevölkerungsentwicklung hinausgingen. Anschließend bildeten die einzelnen Gemeindedelegationen – bestehend aus Bürgermeister, Gemeinderäten und Verwaltungsfachleuten – Arbeitsgruppen und wählten jeweils ein Projekt aus, das sie in ihrer Kommune verwirklichen wollen. In einer zweiten Runde gingen die Teilnehmer der anderen Gruppen und die Fachleute von einer Arbeitsgruppe zur anderen, um Fachwissen beizusteuern und den Blick aus der Perspektive einer anderen Kommune beizusteuern. „Es ist wichtig, über den eigenen Kirchturm hinaus zu schauen“, erklärte Moderator Wölfel diese ungewöhnliche Methodik. In weiteren Arbeitsschritten legten die Gemeinden konkrete Schritte fest und entwarfen einen Fahrplan, wie sie vorgehen werden.

Am Ende der Veranstaltung stellten die Bürgermeister der beteiligten Kommunen Altenbuch (Andreas Amend), Bürgstadt (Thomas Grün), Klingenberg (Ralf Reichwein), Miltenberg (Helmut Demel), Mömlingen (Siegfried Scholtka), Mönchberg (Thomas Zöller), Röllbach (Rudi Schreck), Obernburg (Dietmar Fieger) und Schneeberg (Erich Kuhn) im Plenum die Projekte vor, die sie realisieren wollen. Dabei handelte es sich in den meisten Fällen um die Belebung und Neugestaltung der Ortskerne, um das Ermöglichen von bedarfsgerechtem Wohnen oder die Beseitigung von Leerständen; in Schneeberg sucht man eine Verwendung für die leer stehende Schule. Dabei betonten alle Gemeindeoberhäupter, wie wichtig ihnen die Einbeziehung der Kommunalgremien sowie der Bürgerinnen und Bürger ist.

Am späten Nachmittag zogen alle Beteiligten ein positives Fazit und hoffen darauf, dass in naher Zukunft eine weitere Veranstaltung dieser Art stattfindet, um den Fortgang der Projekte darzustellen. Daniela Kircher (Regierung von Unterfranken) bat die Teilnehmer, die Projekte nicht in der Schublade zu lassen, sondern sie auch zu realisieren. Joachim Roth (Sparkasse) regte die Erstellung einer Fibel an, in der alle Fördermöglichkeiten übersichtlich zusammengefasst sind. Mehrere Teilnehmer stellten heraus, dass vor allem die externen Fachleute – vom Amt für Ländliche Entwicklung, von der Regierung von Unterfranken, Initiative Bayerischer Untermain, Kreisbauamt, LAG Main4Eck und von den lokalen Aktionsgruppen – wertvolle Hilfestellungen geben konnten. Obernburgs Stadtoberhaupt Dietmar Fieger etwa freute sich über gute Ergebnisse, Bürgermeister Thomas Grün hat der Tag „viel gebracht“ und sein Amtskollege Andreas Amend fasste den Projekttag mit den Worten „gelungen, sinnvoll und pragmatisch“ zusammen. Er habe hier so viele Informationen mitgenommen, für die es sonst Besuche in vier verschiedenen Ämtern gebraucht hätte.

In den Lobesreigen stimmte auch Landrat Jens Marco Scherf ein, der allen Teilnehmern bescheinigte, eine Chance genutzt zu haben. „Das gibt mir ein gutes Gefühl“, sagte Scherf angesichts der geplanten Projekte in den Kommunen und stellte fest, dass die Energie vorhanden sei, diese auch tatkräftig anzupacken. 

Einen ganzen Tag lang beschäftigten sich die Teilnehmer der LBS-Zukunftswerkstatt „Wohnen im Landkreis Miltenberg“ mit jeweils einem konkreten Projekt in ihren Gemeinden. Am Ende nahm jede Kommune einen konkreten Fahrplan mit, wie sie weiter vorgehen wird, um dieses Projekt zu verwirklichen.
Einen ganzen Tag lang beschäftigten sich die Teilnehmer der LBS-Zukunftswerkstatt „Wohnen im Landkreis Miltenberg“ mit jeweils einem konkreten Projekt in ihren Gemeinden. Am Ende nahm jede Kommune einen konkreten Fahrplan mit, wie sie weiter vorgehen wird, um dieses Projekt zu verwirklichen.

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