03.02.2015

Pressemitteilung Energieverbrauch weiter gesunken

Dass der Energieverbrauch in den Liegenschaften des Landkreises im Jahr 2014 weiter gesunken ist, hat der Klimaschutzmanager des Landkreises Miltenberg, Mario Breunig, den Mitgliedern des Ausschusses für Bau und Verkehr am Donnerstag vermeldet.

Mittels Grafiken verdeutlichte er, dass die energetischen Maßnahmen in den Liegenschaften in den letzten Jahren Wirkung gezeigt hätten. Der Wärmebedarf sei in allen Liegenschaften gesunken, so dass im vergangenen Jahr nur noch 8.801.781 Kilowattstunden angefallen seien. Zum Vergleich: 2009 waren es noch 11.050.536 Kilowattstunden. Das entspreche einer Einsparung von 2.249 Megawattstunden und 551 Tonnen Kohlendioxid. Dass einzelne Maßnahmen enorme Auswirkungen haben können, belegte Breunig mit dem Einbau der neuen Lüftungsanlage in der Realschulturnhalle Miltenberg. Durch die Anlage habe sich der Wärmebedarf von 350.000 Kilowattstunden pro Jahr auf 130.000 Kilowattstunden verringert. Aufgrund des Einsatzes von moderner Technik verharre der Stromverbrauch dagegen seit Jahren auf gleichem Niveau, vermeldete Breunig. So habe man 2014 in den Liegenschaften 2.289.697 Kilowattstunden Strom verbraucht, 2009 waren es 2.383.925 Kilowattstunden. Das sei eine geringe Einsparung von vier Prozent oder 94 Megawattstunden und somit 54 Tonnen Kohlendioxid.

Dass der Landkreis Miltenberg im vergangenen Jahr für den Bauunterhalt seiner Liegenschaft 90.000 Euro weniger als veranschlagt ausgegeben hat, teilte Roland Dittrich (Kreisbauamt) mit. Am Ende des Jahres 2014 habe man 1.758.713 Euro ausgegeben, sagte Dittrich und verglich diese Summe mit den veranschlagten 1.849.700 Euro. Dass dieses Ergebnis zustande kam, begründete Dittrich zum Teil mit geringeren Ausgaben bei einzelnen Posten sowie mit der Verschiebung von Maßnahmen. So habe beispielsweise die Treppenhaussanierung in der Miltenberger Realschule 135.000 Euro gekostet statt

veranschlagten 95.000 Euro, zudem habe ein Wasserrohrbruch in den Klassenzimmerpavillons das geplante Unterhaltsbudget von 20.000 auf 56.920 Euro hochgetrieben. Im Gegenzug aber sei beispielsweise entschieden worden, vorerst auf die mit 150.000 Euro veranschlagte Sanierung von Küche und Kantine in der Berufsschule Obernburg zu verzichten, da die veranschlagten Kosten bei weitem nicht ausreichen. Auch durch die Reduzierung der Zahl der neuen Bürodrehstühle von 325 auf 285 Stück habe man gegenüber dem Ansatz rund 29.000 Euro gespart, rechnete Dittrich vor und trug einige weitere Positionen vor, die sich gegenüber dem Ansatz nach oben oder unten verändert haben.

Kreisbaumeister Andreas Wosnik stellte dem Gremium eine Übersicht der Straßenbaumaßnahmen im vergangenen Jahr vor. Das Budget von 1,52 Millionen Euro sei leicht überschritten worden, sagte Wosnik und bezifferte die angefallenen Ausgabenkosten zum Stand vom 09.01.2015 auf 1.569.612 Euro. Eine Liste verdeutlichte die Kosten für alle Maßnahmen.

Rund zweieinhalb Jahre nach Fertigstellung von Erweiterung, Umbau und Generalsanierung des Schulzentrums Elsenfeld liegt nun die Kostenfeststellung vor. Die Kosten der sich über acht Jahre hinziehende Maßnahme teilten sich Ursula Fischer (Kreisbauamt) zufolge wie folgt auf: Erweiterung (Bauabschnitt 1, 2004 bis 2006) 11.926.805 Euro, Umbau und Generalsanierung (Bauabschnitte 2 bis 5, 2005 bis 2012) 28.008.194 Euro sowie die Erweiterung des IZBB (2005) mit 2.916.650 Euro. Insgesamt sei es aufgrund der Steigerungen des Baupreisindexes in den ersten fünf Bauabschnitten zu einer Kostenmehrung von 2.385.405 Euro gekommen, erklärte Fischer, die auch die Erhöhung der Mehrwertsteuer von 16 auf 19 Prozent anführte. Während des Baus seien darüber hinaus zusätzliche Kosten entstanden, die im FAG-Antrag nicht berücksichtigt werden konnten – unter anderem der Bau einer neuen Trafostation (347.400 Euro), aber auch die Schimmelsanierung im fünften Bauabschnitt (282.800 Euro). Auch seien zusätzliche Wünsche der Schulleitung berücksichtigt worden, sagte Fischer. Sie stellte fest, dass während des gesamten Baus auch diverse Einsparungen vorgenommen worden seien. Vollständig abgerechnet ist der Bau dennoch nicht, da noch einige Abrechnungen ausstehen. Die Regierung habe nach Vorliegen des Verwendungsnachweises mittlerweile alle staatlichen Zuweisungen ausgezahlt, vermeldete die Ingenieurin, die Prüfung durch den Bayerischen Kommunalen Prüfungsverband habe keine Beanstandungen erbracht.
© 2011 Landratsamt Miltenberg | Brückenstr. 2 | 63897 Miltenberg | Tel: 09371 501-0
Fernwartung