02.04.2015

Pressemitteilung Erlenbacher Bereitschaftspraxis hat Dienst aufgenommen

Am Mittwoch, 1. April, hat die neue Bereitschaftspraxis am Erlenbacher Krankenhaus ihren Dienst aufgenommen. Träger der Praxis ist Maindoc, ein Verbund von Allgemein- und Fachärzten. Ziel der Ärzte ist es, die medizinische Versorgung in der Region zu verbessern – auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten der beteiligten Ärzte.

Gemeinsam haben die Ärzte am Erlenbacher Klinikum eine Bereitschaftspraxis für hausärztliche Notfälle eröffnet, die jeweils mittwochs und freitags von 17 bis 19 Uhr sowie an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen von 9 bis 13 und von 15 bis 19 Uhr geöffnet ist. Zu diesen Zeiten wird jeweils ein Arzt des Ärzteverbunds in den Praxisräumen Dienst tun, die im Eingangsbereich der Erlenbacher Helios-Klinik angesiedelt sind. Der Einzugsbereich der Praxis erstreckt sich vom Raum Großostheim über den Altlandkreis Obernburg bis nach Laudenbach im Süden und Dammbach im Osten.

Die Ärzte in der Bereitschaftspraxis sind für hausärztliche Notfälle zuständig. Darunter versteht man Notfälle, die einen zeitlichen Verzug bis zur nächsten regulären Sprechstunde des Hausarztes nicht dulden – etwa kleinere Wunden, Zeckenbisse, Infekte, Schmerzfälle oder dringend notwendige Verabreichungen von Injektionen oder Infusionen. Die Ärzte der Bereitschaftspraxis besuchen auch bettlägerige Patienten und Patienten mit Erkrankungen, die einen Transport ausschließen. Diese Besuche können wie bisher über die Telefonnummer 116 117 vereinbart werden.
Der Notarzt, der über die Telefonnummer 112 gerufen wird, ist dagegen für unmittelbar lebensbedrohliche Fälle zuständig – unter anderem bei starken Blutungen, Infarktverdacht, Lähmungen und Atemnot sowie bei größeren Unfällen. In die Notaufnahme des Krankenhauses geht man, wenn beispielsweise größere Wunden und Verletzungen auftreten (etwa Verdacht auf Fraktur) oder starke Schmerzen (Koliken). Auch bei Blinddarmverdacht oder einer Lungenentzündung ist die Notaufnahme der richtige Anlaufort.

Mit Start der Bereitschaftspraxis hoffen die Ärzte auch, dass die Telefonnummer des ärztlichen Bereitschaftsdiensts (116117) entlastet wird, denn Hilfesuchende wüssten nun, dass sie gleich nach Erlenbach fahren müssen, sagt Maindoc-Geschäftsführer Dr. Reinfried Galmbacher.

Mit der Einrichtung der Bereitschaftspraxis ergibt sich für Ärzte, Krankenhaus sowie die Bürgerinnen und Bürger eine Win-Win-Situation, sind sich Galmbacher, Klinik-Geschäftsführer Norbert Jäger, Ärztlicher Direktor Dr. Siegfried Beller, Landrat Jens Marco Scherf und Erlenbachs Bürgermeister Michael Berninger einig. Die Verantwortlichen heben vor allem die enge Verzahnung von Bereitschaftspraxis, Krankenhaus und Notaufnahme hervor. So können Patienten bei Bedarf schnell vom Arzt ins Krankenhaus verwiesen werden oder umgekehrt. Auch können die Bereitschaftsärzte jederzeit die diensthabenden Ärzte der Helios-Klinik erreichen.

Nun hoffen alle Beteiligten, dass sich auch im Süden des Landkreises Miltenberg eine solche Bereitschaftspraxis einrichten lässt. Landrat Jens Marco Scherf will zudem prüfen lassen, ob eine noch bessere Erreichbarkeit der Klinik und der Bereitschaftspraxis mit dem öffentlichen Personennahverkehr möglich ist. 

Seit dem 1. April gibt es am Erlenbacher Helios-Klinikum eine Bereitschaftspraxis für hausärztliche Notfälle. Darüber freuen sich (von links): Ärztlicher Direktor Dr. Siegfried Beller, Dr. Bernhard Decke, Klinik-Geschäftsführer Norbert Jäger, Landrat Jens Marco Scherf, Bürgermeister Michael Berninger, Dr. Christian Klemm und Dr. Reinfried Galmbacher.
Seit dem 1. April gibt es am Erlenbacher Helios-Klinikum eine Bereitschaftspraxis für hausärztliche Notfälle. Darüber freuen sich (von links): Ärztlicher Direktor Dr. Siegfried Beller, Dr. Bernhard Decke, Klinik-Geschäftsführer Norbert Jäger, Landrat Jens Marco Scherf, Bürgermeister Michael Berninger, Dr. Christian Klemm und Dr. Reinfried Galmbacher.

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