28.10.2015

Pressemitteilung B469 bleibt für Staatliches Bauamt ein Schwerpunkt der Arbeiten

Die Bundesstraßen 469 und 47 bleiben für das Staatliche Bauamt auch im kommenden Jahr ein Schwerpunkt der Arbeit. Darüber hinaus hat die Behörde aber mehrere andere Projekte im Fokus: unter anderem die Brücken in Kirschfurt und Kleinwallstadt sowie die Ortsumgehung Sommerau. Das hat Leitender Baudirektor Norbert Biller am Montag im Kreistag erklärt.

Auf der B469 habe das Bauamt in diesem Jahr die Abbiegespur Obernburg-Süd für rund 100.000 Euro ergänzt, darüber hinaus werde man 1,1 Millionen Euro für die Sanierung des Fahrdamms und die Fahrbahnverbreiterung auf der B47 zwischen dem Ortsende von Schneeberg und der Landesgrenze ausgeben.

Im nächsten Jahr wartet weitere Arbeit auf die Straßenbauer: Die B47 soll zwischen Amorbach und Boxbrunn eine neue Decke bekommen (380.000 Euro), ebenso ein Teilstück der B469 nördlich von Breitendiel (350.000 Euro). 2016 und 2017 werde man daran gehen, für zwei Millionen Euro ein Teilstück der B47 zwischen Amorbach und Boxbrunn gemäß den Richtlinien für bautechnische Maßnahmen an Straßen im Wasserschutzgebieten (RiStWag) umzubauen. Für den Bau des großen Kreisverkehrs an der B469 in Kleinheubach erwartet Biller noch in diesem Jahr Baurecht, im nächsten Jahr will er mehrere vorbereitende Maßnahmen beginnen, ehe voraussichtlich 2017 gebaut werden kann.

Im Bundesverkehrswegeplan seien unter anderem der vierstreifige Ausbau der B469 zwischen der Anschlussstelle der A3 und der A45 angemeldet, ebenso die Ortsumgehungen Mömlingen (B426) und Schneeberg (B47). Gedanken macht sich das Bauamt zum Ausbaukonzept der B469 im Bereich zwischen der Anschlussstelle Großwallstadt und der Kreuzung mit der B26. Um den rechtsmainischen Autoverkehr auf die B469 zu leiten, müsse man nicht nur die bestehenden Straßen ertüchtigen, sondern auch mehr Menschen auf die Schiene und die Räder bringen, zeigte sich Biller überzeugt.

Eine wichtige Maßnahme sei der Anschluss von Laudenbach an die B469, sagte Biller. Die zehn Millionen Euro teure Maßnahme, die einen Kreisverkehr mit Bypass und Underfly der B469 vorsieht, sei im Frühjahr 2015 mit dem Bund abgestimmt worden, die Vorentwurfsplanung werde sich bis ins nächste Jahr ziehen. 2017 geplant ist Biller zufolge der Bau eines Kreisverkehrs in Weilbach an der Kreuzung der B469 mit der Kreisstraße MIL6 in Richtung Weckbach; gerechnet wird mit Kosten von 800.000 Euro. Geprüft werde auch, ob es möglich ist, das Amorbacher Gewerbegebiet Krummwiese besser an die B47 anzuschließen. Im Blick habe man weiter die Lärmsanierung in der Kleinheubacher Odenwaldstraße, den Radweg von Mömlingen nach Obernburg und den Radweg B47/B469 in Amorbach.

Bei den Staatsstraßen hat das Bauamt in diesem Jahr nicht nur die Strecke Bürgstadt – Eichenbühl auf 1,6 Kilometer Länge mit einer neuen Decke versehen, sondern auch die Straße von Röllfeld nach Großheubach auf einer Länge von 1,3 Kilometern. Der Ausbau der Ortsdurchfahrt Großheubach, der sich bis November 2016 hinziehen wird, hat rund 650.000 Euro gekostet. Daneben hat das Bauamt mehrere Brücken saniert – in Riedern, in Rück und in Kirchzell. Insgesamt flossen laut dem Baudirektor in diesem Jahr 2,5 Millionen Euro in die Staatsstraßen.

Im nächsten Jahr rechnet Biller sogar mit 8,3 Millionen Euro. Das liegt vor allem am Pilotprojekt der Ortsumgehung Sommerau, das 2017 fertig sein soll. Die dafür angesetzten fünf Millionen Euro belasten allerdings den Etat der Straßenbauer nicht. Die Deckenerneuerung zwischen Kirchzell und Ottorfszell wird eine Million Euro kosten, die Straße zwischen Miltenberg und Wenschdorf soll in einem ersten Abschnitt für 500.000 Euro eine neue Decke bekommen. In der Planfeststellung befindet sich laut Biller der Bau der Mainbrücke Kleinwallstadt, die für 15 Millionen Euro als Sonderbaulast von mehreren Gemeinden geschultert wird. Für den Bau der Brücke bei Kirschfurt und die Ortsumgebung rechnet Biller mit Kosten von 17 Millionen Euro, mit der Planfeststellung sei 2017 zu rechnen. Eine Arbeitsgruppe beschäftige sich zudem mit der Frage, ob eine zweite Südspessartbrücke notwendig ist. Wie Biller weiter sagte, sei für die Ortsumgehung Stadtprozelten die Planfeststellung beantragt, für die Planung der Sulzbacher Ortsumgehung stehe die Fertigstellung des Umweltgutachtens aus. In die Kreisstraßen habe das Bauamt in diesem Jahr rund 1,12 Millionen Euro investiert, sagte Biller.

Der Baudirektor beantwortete anschließend noch mehrere Fragen aus dem Gremium.
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