10.06.2015

Pressemitteilung Generalsanierungen beginnen im Sommer

Der angepeilte Baubeginn an den Gymnasien Miltenberg und Erlenbach wird eingehalten, die Bauarbeiten an der Main-Limes-Realschule Obernburg hinken dem Zeitplan geringfügig hinterher. Diese Mitteilungen hat Kreisbaumeister Andreas Wosnik am Montag dem Bauausschuss überbracht.

Er berichtete von zwei Workshops für das Johannes-Butzbach-Gymnasium Miltenberg und das Hermann-Staudinger-Gymnasium Erlenbach, in denen wesentliche Themen der anstehenden Generalsanierungen angesprochen worden seien. Dabei sei es unter anderem um die Fassadengestaltung gegangen, erklärte Wosnik. Die in Erlenbach in großen Teilen geplante vorgehängte Putzfassade sah der Kreisbaumeister kritisch, nachdem er an anderer Stelle eine solche Konstruktion besichtigt hatte, die bereits nach einigen Jahren deutliche Gebrauchsspuren und damit verbundene höhere Unterhaltskosten aufweist. Gleiches gilt auch für das in Teilbereichen der Fassade am Johannes-Butzbach-Gymnasium vorgesehene Wärmedämmverbundsystem. Deshalb untersuche man derzeit, ob die Verwendung von Hochdruck-Schichtpressstoffplatten am HSG sinnvoll sei. In einem weiteren Workshop seien die geplanten Bodenbeläge diskutiert worden. Bislang habe man Linoleum präferiert, sagte Wosnik, aber auch Bodenbeläge aus Enomer oder Polyurethan seien prüfenswerte Alternativen. Beide Böden lägen in der höchsten Verschleißklasse vor und seien somit gut geeignet. Für die beiden Gymnasien lägen die Baugenehmigungen vor, so Wosnik, die Regierung von Unterfranken hat die förderrechtliche Unbedenklichkeit der zu vergebenden Aufträge bescheinigt. Als Termin für den ersten Spatenstich in Erlenbach nannte Wosnik den 28. Juli 2015, für das Gymnasium Miltenberg den 14. September 2015.

Der Umbau und die Generalsanierung der Realschule in Obernburg befinden sich Wosnik zufolge im zweiten Bauabschnitt. Der erste Bauabschnitt sei günstiger gewesen als geplant, freute er sich. Die eingesparten Kosten habe man teilweise für zusätzliche Wünsche der Schule verwendet, vor allem aber für den Neubau des Mehrzweck- und Musikbereichs. Der Bauabschnitt könne aufgrund von Verzögerungen im Projektablauf geringfügig verspätet bezogen werden, kündigte er an.

Roland Dittrich (Kreisbauamt) bezifferte die Kosten für den Umbau des Lagezentrums im Keller des Landratsamts Miltenberg auf 105.851 Euro, wobei die Elektroarbeiten (rund 58.000 Euro) und die Nebenkosten (20.000 Euro) noch nicht schlussgerechnet seien. Den größten Kostenanteil habe die Überarbeitung der Elektroinstallation gehabt, vor allem die Datenverkabelung. Eine zusätzliche Notbeleuchtung und die Klimatisierung des Serverraums seien verwirklicht worden, darüber hinaus sei die EDV-Anlage mit einer unterbrechungsfreien Notstromversorgung ausgestattet worden. Auch die Möblierung sei zum Teil erneuert worden (rund 12.832 Euro). Dank des Verzichts auf einige Maßnahmen sei die geplante Kostensumme von 145.000 Euro deutlich reduziert worden, sagte Dittrich.

Einstimmig hat der Ausschuss die Ausschreibung für die Reinigungsleistungen der Landkreis-Liegenschaften mit Hilfe eines Büros beschlossen. Da in der Januar-Sitzung des Gremiums darum gebeten worden war, die voraussichtlichen Kosten für eine Reinigung mit eigenem Personal zu untersuchen, hatte Kreisbaumeister Andreas Wosnik hierzu Zahlen mitgebracht. Diese ergaben, dass die Reinigung mit eigenem Personal vermutlich um über 400.000 Euro teurer sein werde als bei einer Ausschreibung. Dazu kämen noch Kosten für Arbeitsgeräte und Reinigungsmittel. Aus Reihen des Bauausschusses wurde angeregt, die Firmen in der Ausschreibung darauf hinzuweisen, dass – wenn möglich – auch der Einsatz von Menschen mit Behinderungen erwünscht sei. Der Ausschuss beauftragte daraufhin die Verwaltung, die Ausschreibung auf den Weg zu bringen. Diese soll in mehrere Lose aufgeteilt werden, damit auch kleinere Firmen eine Chance haben, sich zu bewerben.

In Kürze wird das Kreisbauamt auch einen Teil der Wartungsverträge für die technische Gebäudeausrüstung neu ausschreiben. Laut Andreas Jeßberger (Kreisbauamt) betrifft dies 250 von insgesamt 514 Gewerken. Die Ausschreibung soll von August bis Oktober 2015 laufen, damit die neuen Verträge am 1. Januar 2016 beginnen können.

Kreisbaumeister Andreas Wosnik erläuterte darüber hinaus den Zwischenbericht des Klimaschutzmanagers Mario Breunig, den dieser an den Projektträger Jülich im Zusammenhang mit dem Fördervorhaben „Fachlich-inhaltliche Unterstützung zur Umsetzung des Integrierten Energie- und Klimaschutzkonzeptes Bayerischer Untermain durch einen Klimaschutzmanager des Landkreises Miltenberg“ geschickt hatte. Der Projektträger Jülich setzt Forschungs- und Innovationsförderprogramme im Auftrag der öffentlichen Hand um. Der Landkreis kommt in den Genuss einer Förderung und muss seine Bemühungen unter anderem mit einem Zwischenbericht nachweisen. Darin werden mehrere Fragestellungen beantwortet – unter anderem zu umgesetzten, begonnenen und geplanten Maßnahmen. Hier konnte Breunig beispielsweise die klimafreundliche Entwicklung der kommunalen Liegenschaften, den Aufbau des Netzwerks mit qualifizierten Energieberatern, die Erstellung des Solarkatasters und den Einsatz von kohlendioxidarmen Fahrzeugen in der Verwaltung anführen. Breunig listete zudem die 500-Dächer-Solarinitiative, das geplante Nahwärmenetz in Miltenberg-Nord sowie die energieoptimierenden Maßnahmen im Schulzentrum Elsenfeld und der Berufsschule Miltenberg auf. Die Energieberatung, E-Mobilität, Informationsabende in den Kommunen, Koordinierungs- und Vernetzungsaktivitäten, die Öffentlichkeitsarbeit, Veranstaltungen und Schulungen, Mitarbeiterinformationen und die Ausstellung „Energiewende“ waren weitere Punkte, die Mario Breunig im Bericht ausführlich darlegte.
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