07.04.2015

Pressemitteilung Scherf zieht positive Bilanz seines ersten Jahres als Landrat

Am 30. März 2014 ist Jens Marco Scherf zum neuen Landrat des Landkreises Miltenberg gewählt worden. Damit bekam der Landkreis Miltenberg bundesweit ein neues Alleinstellungsmerkmal, denn Scherf wurde zeitgleich mit Wolfgang Rzehak (Landkreis Miesbach) der erste grüne Landrat in Deutschland. Jetzt, ein Jahr später hat Scherf Besuch vom Landesvorstand der Grünen bekommen: Sigi Hagl und Eike Hallitzky, Führungsduo der bayerischen Grünen, haben mit Scherf eine Bilanz seines ersten Jahres gezogen.

Scherf selbst hat seine Wahl zum Landrat nicht bereut, wie er sagte, „es läuft gut.“ Er freue sich über verlässliche Ansprechpartner im Kreistag und über den Rückhalt der 461 Beschäftigten im Landratsamt. Den bereits in der Nominierung durch drei Parteien (SPD, Bündnis 90 / Die Grünen, ödp) dokumentierten überparteilichen Ansatz versuche er auch im Kreistag durch eine offene Gesprächs- und Diskussionskultur weiterzuleben.

Das Wichtigste ist aber die Nähe zu den Menschen, so Scherf. Sein Ziel, näher dran an den Menschen zu sein, verfolge er neben der Erreichbarkeit über die sozialen Netzwerke und eine hohe Präsenz vor Ort mit seiner Bürgersprechstunde, nach der rege Nachfrage herrscht. Wertvolle Anregungen aus Reihen der Bürgerinnen und Bürger erhalte er bei den Gemeindebesuchen, die er wieder eingeführt hat. So habe er seine Initiative zur Verbesserung des Rettungsdiensts im Odenwald bei einem Besuch in Kirchzell erhalten, erläuterte Scherf im Gespräch mit Hagl und Hallitzky.

„Der direkte Austausch lohnt sich“, sagte der Landrat und wies auf das gute Verhältnis zu allen Institutionen, Hilfsorganisationen und sozialen Trägerverbänden im Kreis hin. Die jüngst mit der Wirtschaft angestoßene Ausbildungsoffensive für junge Asylbewerber sei eines von vielen Zeichen, „dass wir nicht nur reden, sondern auch handeln.“

Zurzeit sei er mit der Sammlung von Anregungen für die Aufstellung des neuen Nahverkehrsplans beschäftigt, erläuterte Scherf. Als große Herausforderung bezeichnete Scherf zudem den barrierefreien Ausbau des Miltenberger Bahnhofs. Dies wolle er demnächst mit dem neuen Leiter der Westfrankenbahn besprechen. Mit dem Bau der Brücke in Kirschfurt werde der Südspessart besser angebunden, führte der Landrat ein weiteres wichtiges Zukunftsprojekt weiter aus. Vorhaben wie die Gesundheitsregion plus und die Zertifizierung zur Bildungsregion seien einige weitere Schwerpunkte seiner Arbeit, so Scherf. Hier setze der Freistaat Bayern wie bereits mit dem Breitbandausbau die richtigen Impulse, die er als Landrat gerne im Landkreis Miltenberg aufnehme und die Weichen für die Zukunft stelle.

„Es wurde viel angestoßen“, bilanzierte Sigi Hagl nach Scherfs Ausführungen. Mit Scherf habe ein neuer Politikstil Einzug in das Landratsamt gehalten, stellte sie fest und freute sich, dass sich der neue Landrat auf eine stabile Mehrheit im Kreistag stützen und wichtige Weichen stellen könne. Das widerlege Skeptiker, die den Grünen nichts zutrauten. Ihr Vorstandskollege Eike Hallitzky hob besonders die neue Transparenz und Offenheit im Kreistag hervor. Scherf sende mit seiner Arbeit eine klare Botschaft: „Grüne sind regierungsfähig, auch auf Landkreisebene.“ Er wisse nicht, was Jens Marco Scherf noch besser machen könne, so Hallitzky und weiter: „Wir nehmen seine Arbeit genau wahr, sagen ihm aber nicht, was ein grüner Landrat tun soll.“

Petra Münzel, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Kreistag, freute sich, dass die Anliegen der Grünen jetzt Gehör fänden. Vor Scherfs Wahl seien Argumente gesucht worden, warum etwas nicht geht, nun habe man erstmals Gestaltungsmöglichkeiten. „Wir haben im Kreistag über alle Fraktionen hinweg eine sehr konstruktive Stimmung“, fasste sie zusammen. Dass sich die Grünen von Scherfs Arbeit auch Impulse für die landesweite Kommunalpolitik erwarten, verhehlte Sigi Hagl am Ende des Besuchs nicht. „2020 darf es ruhig mehr grüne Landräte geben“, meinte sie. Großes Ziel sei es, dann auch den ersten grünen Oberbürgermeister in Bayern zu stellen. Die Arbeit in den Kommunen sei sehr wichtig, befand auch Eike Hallitzky. Das sehe man daran, dass viele grüne Landes- oder Bundespolitiker aus der Kommunalpolitik kämen. 

Zufriedene Mienen bei (von links) Eike Hallitzky, Landrat Jens Marco Scherf und Sigi Hagl: Ein Jahr nach Scherfs Wahl zum Landrat konnten sie eine erfolgreiche Bilanz von Scherfs Arbeit ziehen.
Zufriedene Mienen bei (von links) Eike Hallitzky, Landrat Jens Marco Scherf und Sigi Hagl: Ein Jahr nach Scherfs Wahl zum Landrat konnten sie eine erfolgreiche Bilanz von Scherfs Arbeit ziehen. 
 

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