05.11.2015

Pressemitteilung Gesundheit, Asyl und Tourismus Themen beim Landrätetreffen

Tourismus, die ärztliche Versorgung und die aktuelle Flüchtlingssituation standen im Mittelpunkt des jüngsten Dreiländer-Landrätetreffens in Miltenberg. Start des Treffens war in Großheubach, wo sich die Landräte Jens Marco Scherf (Miltenberg), Dr. Achim Brötel (Neckar-Odenwald-Kreis) und Frank Matiaske (Odenwaldkreis) von Bürgermeister Günther Oettinger, der Gästeführerin Miet Derwael und dem Winzer Uli Kremer über den Weinbau informieren ließen und durch die Weinberge wanderten.

Beim anschließenden Treffen in Röllfeld legten die Landräte fest, dass die Dreiländer-Radtour im nächsten Jahr vom 2. bis 4. August stattfinden wird. Start und Ziel sollen in Schwarzach sein. Als weitere Stationen sind Bad König und Amorbach geplant. Am letzten Tag ist ein Besuch der Tropfsteinhöhle Eberbachvorgesehen. 2017 wird man versuchen, die Tour auf ein Wochenende zu legen – auf jeden Fall aber in den Schulferien.

Gespannt warten die Landräte auf die IHK-Studie zum Wirtschaftsfaktor Tourismus, die am 27. November in Michelstadt präsentiert werden soll. Landrat Jens Marco Scherf legte seinen Kollegen dar, dass die Geschäftsstelle des Tourismusverbands Spessart-Mainland in den Landkreis Miltenberg wechseln wird. Um festzulegen, was man im Tourismus mit welchen Mitteln erreichen will, sei ein Zielvereinbarungsworkshop im Landratsamt geplant.

Scherf informierte seine Kollegen zudem, dass seit 1. Oktober die Rettungsdienstkapazitäten am Standort Amorbach ausgeweitet worden seien. Mit der ärztlichen Bereitschaftspraxis in Erlenbach seien bislang gute Erfahrungen gemacht worden, sagte Scherf. Frank Matiaske zufolge sei im Odenwaldkreis der komplette häusliche Notdienst abgeschafft worden mit der Folge, dass seit dieser Zeit die Notarzteinsätze gestiegen seien. Im Neckar-Odenwald-Kreis werden die Notärzte überwiegend von den Krankenhäusern gestellt. Manchmal muss aber auch auf die Notarztbörse zurückgegriffen werden , so Dr. Achim Brötel, ebenso in Hessen. Für den Odenwaldkreis berichtet Frank Matiaske, dass in Kooperation mit der im Kreis ansässigen Ärztegenossenschaft die Einrichtung von Gesundheitsversorgungszentren (GVZ)dem sich abzeichnenden Engpass in der ärztlichen Versorgung begegnet werden soll. Hierzu wurde jüngst in Beerfelden die Gesundheitsversorgungskooperation gegründet, deren Aufgabe es sein wird, die Einrichtung von insgesamt fünf GVZ zu koordinieren.

Auch am Thema Asyl kamen die Landräte nicht vorbei. Landrat Jens Marco Scherf legte die aktuelle Situation im Landkreis Miltenberg dar und kündigte den Umzug der Erstaufnahme im November in eine Halle in Kleinheubach an. Derzeit seien im Landkreis 79 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge untergebracht, bis Jahresende würden es wohl 129 werden. In Hessen seien laut Frank Matiaske alle Landräte vom Innen- und Sozialministerium informiert worden, dass Notunterkünfte für 1000 Menschen zu schaffen seien auf Grundlage des Katastrophenschutzes. In Hessen würden die Flüchtlinge direkt von der Grenze an die Notunterkünfte verteilt. Im Neckar-Odenwald-Kreis befänden sich zurzeit 1100 Flüchtlinge im Verfahren, sagte Dr. Achim Brötel. Seit September 2015 sind weitere 650 Personen in der Carl-Schurz-Kaserne untergebracht. Diese bedarfsorientiere Ersteinrichtungsstelle (BEA) wurde vom Land Baden-Württemberg geschaffen. Der Neckar-Odenwald-Kreis rechnet damit, dass er bis Weihnachten weitere 800 Flüchtlinge aufnehmen muss.

Als nächster Termin des Landrätetreffens wurde der 11. März 2016 im Odenwaldkreis vereinbart. 

Vor ihrer Tagung tankten die Landräte Dr. Achim Brötel, Frank Matiaske und Jens Marco Scherf (vorne, von links), begleitet von ihren Büroleitern, Großheubachs Bürgermeister Günther Oettinger und Winzer Uli Kremer, noch etwas frische Luft bei einem Weinbergsspaziergang.
Vor ihrer Tagung tankten die Landräte Dr. Achim Brötel, Frank Matiaske und Jens Marco Scherf (vorne, von links), begleitet von ihren Büroleitern, Großheubachs Bürgermeister Günther Oettinger und Winzer Uli Kremer, noch etwas frische Luft bei einem Weinbergsspaziergang.

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