29.06.2015

Pressemitteilung 17 Aggregate sollen im Notfall Strom bereitstellen

Nachdem Landrat Jens Marco Scherf vor kurzem bereits ein Notstromaggregat an die Dorfprozeltener Feuerwehr übergeben hat, konnte er nun am Samstag weitere 16 Aggregate an Feuerwehren aus dem Landkreis überreichen. 

Auf dem Gelände der Großheubacher Spedition Setzer dankte Scherf allen, die es ermöglicht hatten, dass der Landkreis Miltenberg insgesamt 17 Aggregate aus Beständen der Bundeswehr erhalten hat – der Abteilung für öffentliche Sicherheit und Ordnung am Landratsamt, Kreisbrandrat Meinrad Lebold sowie dem Bundestagsabgeordneten Alexander Hoffmann, der sich im Verteidigungsministerium für den Landkreis Miltenberg eingesetzt hatte. Scherf hob auch die Bereitschaft der Feuerwehren hervor, die Aggregate zu übernehmen und sich darum zu kümmern. Damit setze der Landkreis die „Aktion Leuchtturm“ um mit dem Ziel, den Gemeinden bei längerfristigen Stromausfällen zu helfen. 

Kreisbrandrat Meinrad Lebold erläuterte die Auswirkungen längerer Stromausfälle: geschlossene Supermärkte und Bäckereien, nicht funktionierende Geldautomaten, aber auch Heimbeatmungsplätze, deren Akkus nach einer Stunde leer sind. Schon im Zusammenhang mit der Jahr-2000-Umstellung der Computer sei das Problem diskutiert worden, wusste Lebold. Aktuell erfahre diese Diskussion eine Neuauflage im Rahmen der Kernkraftwerkabschaltung und dem Aufbau eines Höchstspannungsnetzes. 

Dass man im Landkreis nun über 17 Aggregate verfügt, habe seinen Ursprung in einem Schreiben des bayerischen Innenministeriums, in dem auf die Überlassung von überzähligem Bundeswehrmaterial hingewiesen worden sei. Ein erster Versuch sei ohne Erfolg geblieben, aber ein zweiter Anlauf mit Unterstützung des Abgeordneten Alexander Hoffmann habe nun geklappt. 

„Die Mühlen mahlen langsam, aber das Ergebnis kann sich sehen lassen“, freute sich Lebold über die voll funktionsfähigen Geräte, die von der Bundeswehr aus einsatztaktischen Gründen ausgemustert worden seien. Der Kreisbrandrat dankte Landrat Scherf, dass der Landkreis Miltenberg die Transportkosten bis nach Großheubach übernommen habe. Ein Dankeschön richtete Lebold auch an Klaus Setzer, dass seine Spedition den Transport übernommen und das Material zwischengelagert habe. Mit dem Transport der Aggregate in die einzelnen Orte sei die Arbeit aber noch nicht getan, stellte Lebold fest. Zwar seien in den Gemeinden die zu versorgenden Gebäude bereits benannt worden, aber es müssten noch Lösungen für die Einspeisung des erzeugten Stroms in das örtliche Netz gefunden werden. Auch die Versorgung der Aggregate mit dem Treibstoff Diesel müsse sichergestellt werden, erläuterte der Kreisbrandrat. Im Anschluss an Lebolds Worte wurden die Geräte von den Feuerwehren in die Gemeinden transportiert. 

2015/131_notstrom
Über die Bereitstellung von 16 Notstromaggregaten freuten sich (von links) Klaus Setzer, Landrat Jens Marco Scherf, Bundestagsabgeordneter Alexander Hoffmann, Stefan Schwab (Kreisverband des Gemeindetags), Klaus Huhn (zweiter Bürgermeister Miltenberg) und Kreisbrandrat Meinrad Lebold.

© 2011 Landratsamt Miltenberg | Brückenstr. 2 | 63897 Miltenberg | Tel: 09371 501-0
Fernwartung