08.07.2015

Pressemitteilung Landkreis beteiligt sich an Stromausschreibung

Der Landkreis Miltenberg wird sich laut einstimmigem Beschluss des Ausschusses für Bau und Verkehr an der Strombündelausschreibung zur Beschaffung von 100-prozentigem Ökostrom für seine Liegenschaften beteiligen.

Wie Kreisbaumeister Andreas Wosnik den Ausschussmitgliedern am Dienstag sagte, habe der Landkreis den Strombezug für die Jahre 2014 bis 2016 zuletzt selbst europaweit ausgeschrieben. Nun schlug er vor, die KUBUS GmbH mit der Ausschreibung des Stroms für die Jahre 2017 bis 2019 zu beauftragen. Der Bayerische Gemeindetag habe bereits 2013 über KUBUS für mehr als 1500 bayerische Kommunen und Zweckverbände eine erfolgreiche Strombündelausschreibung organisiert, wusste Wosnik.
KUBUS übernehme dabei die Vorbereitung und Erstellung der Bündelausschreibung, sei verantwortlich für das Vertragsmanagement sowie die Erstellung der Ausschreibungsunterlagen. Das Unternehmen fordere zudem notwendige Lastgänge für Abnahmestellen mit Leistungsmessung beim aktuellen Netzbetreiber an. Der Landkreis seinerseits müsse die Liegenschaftsdaten und Verbräuche für seinen Bereich bereitstellen. Die an KUBUS zu zahlenden Kosten setzen sich Wosnik zufolge aus einem Grundpreis und einem Preis je Abnahmestelle zusammen – im Falle des Landkreises wären das etwa 3000 Euro brutto.

Vorteil dieser Vorgehensweise sei, dass die landes-, bundes- und europarechtlichen Wettbewerbs- und Vergabevorschriften eingehalten würden, sagte Wosnik. Im ersten Durchgang habe KUBUS über 40.000 Abnahmestellen ausgeschrieben. Der dabei ermittelte Durchschnittspreis habe geringfügig unter dem Preis gelegen, den der Landkreis in seiner eigenen Ausschreibung erreichen konnte. Deshalb rechnet Wosnik mit dem bestmöglichen Ausschreibungsergebnis.

Weiter berichtete Wosnik über den aktuellen Stand des Schulbauprogramms. Bezüglich der Generalsanierung des Hermann-Staudinger-Gymnasiums (HSG) sagte er, dass man sich für eine durchgehend mit Platten aus High-Pressure-Laminaten (HPL) verkleidete Fassade entschieden habe. Sowohl am HSG als auch am Johannes-Butzbach-Gymnasium Miltenberg werde man für die Gebäudeleittechnik die Direct-Digital-Control-Regelungstechnik (DDC) verwenden, sagte Wosnik, der die Bewirtschaftungskosten und die unter Umständen etwas günstigere Beschaffung als Gründe für diese Entscheidung anführte. Zudem strebe man für die technischen Ausstattungen einen einheitlichen Standard an. Die Bodenbeläge würden in beiden Schulen einheitlich als elastischer Belag ausgeführt, so der Kreisbaumeister. Diese Böden kämen ohne die jährliche Grundreinigung aus, nannte Wosnik einen Grund für die Auswahl. Wie Wosnik freute sich auch Landrat Jens Marco Scherf, dass die Regierung von Unterfranken für beide Sanierungen den vorzeitigen Maßnahmenbeginn genehmigt habe.

Keine guten Nachrichten brachte Andreas Wosnik von der derzeit laufenden Generalsanierung der Main-Limes-Realschule mit. Die aus dem ersten Bauabschnitt resultierenden zeitlichen Verzögerungen hätten bisher nicht aufgeholt werden können, bedauerte er.

Von der Berufsschule in Miltenberg überbrachte Wosnik ebenfalls schlechte Nachrichten. Dort sei es zu einem Wasserschaden in einem Raum gekommen, so dass die Vorbereitung der Fachschaft Metallbau in einen benachbarten Raum verlagert werden musste. Zwar habe die Versicherung die Übernahme des Schadens zugesagt, aber im Zuge der Beseitigung der Schäden seien weitere Schäden entdeckt worden. Zum einen sei beim Rückbau des Bodens aufgefallen, dass der dort verwendete Parkettkleber sogenannte PAK-Belastungen (Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe) aufweist, auch ein den ganzen Raum umlaufender ovaler Riss sei in der Rohdecke festgestellt worden. Dieser Riss habe zur Erkenntnis geführt, dass der Raum aus statischen Gründen nicht mehr benutzt werden kann. Eine Sanierung in diesem Gebäude sei nicht wirtschaftlich, so Wosnik. Die Fachschaft Metall ziehe nun in den ehemaligen naturwissenschaftlichen Trakt um. Eine Luftqualitätsmessung in den anderen Räumen habe in Hinsicht auf die Schadstoffbelastung ergeben, dass kein Handlungsbedarf vorliege, legte der Kreisbaumeister anhand der Stellungnahme eines Fachbüros dar. So sei beispielsweise das gefährlich Benzo(a)pyrin nicht nachgewiesen worden und auch die Summe der anderen Stoffe liege um den Faktor drei bis zehn unterhalb der technischen Richtkonzentration.
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