03.11.2015

Pressemitteilung Gesundheitsregion plus - 2. Treffen der Arbeitsgruppe „Gesundheitsversorgung“

Kreis Miltenberg. In der vergangenen Woche fand unter der Leitung von Landrat Jens Marco Scherf das zweite Treffen der Arbeitsgruppe „Gesundheitsversorgung“ der Gesundheitsregion plus in der Helios-Klinik in Erlenbach statt.

Zunächst wurden die Mitglieder für die neue vom Gesundheitsforum in seiner Sitzung am 16. September 2015 beschlossene dritte Arbeitsgruppe „Pflege, Palliativ- und Hospizversorgung“ benannt. Diese Arbeitsgruppe wird sich das erste Mal im Januar 2016 treffen. Die Wahl der Arbeitsgruppenleiter/innen der beiden Arbeitsgruppen wird ebenfalls im Januar 2016 stattfinden.

Die Geschäftsstellenleiterin der Gesundheitsregion plus, Judith Seidel stellte ihre aus der Bestandserhebung und Problembestimmung des ersten Arbeitsgruppentreffens Anfang Juli erarbeiteten Handlungsvorschläge zu den Themenbereichen „Ambulante ärztliche Versorgung“, „Krankenhausversorgung“, „Rehabilitation“, „Apotheken und Arzneimittelversorgung“ sowie „Rettungsdienst und Notfallversorgung“ vor. Diese wurden anschließend in der Arbeitsgruppe diskutiert und von den Gruppenmitgliedern durch eine Punktevergabe priorisiert.

Die erste und damit höchste Priorität erhielt dabei – auch aufgrund der Diskussion um einen derzeitigen „Aufnahmestopp“ der Kinderärzte – das Handlungsfeld „Erhöhung der Zahl der Kinderärzte im Landkreis Miltenberg“. Die zweithöchste Priorität erzielte aufgrund des Wunsches vieler Landkreisbürger das Handlungsfeld „Einrichtung einer zentralen Bereitschaftspraxis im südlichen Landkreis“.
Priorität 3 errangen die „Überprüfung der Bedarfsplanung unter Berücksichtigung des aktuellen IST-Zustandes und der derzeitigen Probleme“ sowie die „Verstärkung der Aktivitäten zur Hausarztgewinnung“. Die weitere Gruppenarbeit erfolgt anhand der vorgenommenen Priorisierung.

Dr. Christian Klemm, Allgemeinmediziner aus Obernburg, zweiter Vorsitzender des Ärztlichen Kreisverbandes Aschaffenburg und Mitglied in der Maindoc GmbH & Co.KG als Trägerin, stellte schließlich noch die am 01. April 2015 neu eröffnete zentrale kassenärztliche Bereitschaftspraxis im MVZ der Helios-Klinik in Erlenbach vor. Sowohl er als auch der Ärztliche Direktor der Helios-Kliniken im Landkreis Miltenberg, Chefarzt Dr. Siegfried Beller, lobten die Synergieeffekte und gegenseitigen Entlastungen. Die zentrale Bereitschaftspraxis sei ein „voller Erfolg“, darin waren sich alle Experten einig.

Am Ende des Treffens besichtigte die Arbeitsgruppe die zentrale kassenärztliche Bereitschaftspraxis und die Zentrale Notaufnahme der Helios-Klinik Erlenbach.

Gerhard Schuhmacher, 1. Vorsitzender der Caritas Sozialstation St. Johannes Erlenbach , Norbert Jäger, Geschäftsführer der Helios-Klinik, Wolfgang Zöller, ehemaliger Patientenbeauftragter der Bundesregierung und Landrat Jens Marco Scherf bei der Besichtigung der zentralen kassenärztlichen Bereitschaftspraxis.
Gerhard Schuhmacher, 1. Vorsitzender der Caritas Sozialstation St. Johannes Erlenbach , Norbert Jäger, Geschäftsführer der Helios-Klinik, Wolfgang Zöller, ehemaliger Patientenbeauftragter der Bundesregierung und Landrat Jens Marco Scherf bei der Besichtigung der zentralen kassenärztlichen Bereitschaftspraxis.

Ärztlicher Direktor und Chefarzt Dr. Siegfried Beller (im weißen Mantel) erklärt in der Zentralen Notaufnahme den seit vier Wochen im Einsatz befindlichen webbasierten Interdisziplinären Versorgungsnachweis IVENA eHealth, mit dem sich die Träger der außerklinischen und klinischen Patientenversorgung stets in Echtzeit über die aktuelle Behandlungs- und Versorgungsmöglichkeiten der Krankenhäuser informieren können.
Ärztlicher Direktor und Chefarzt Dr. Siegfried Beller (im weißen Mantel) erklärt in der Zentralen Notaufnahme den seit vier Wochen im Einsatz befindlichen webbasierten Interdisziplinären Versorgungsnachweis IVENA eHealth, mit dem sich die Träger der außerklinischen und klinischen Patientenversorgung stets in Echtzeit über die aktuelle Behandlungs- und Versorgungsmöglichkeiten der Krankenhäuser informieren können.

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