18.05.2015

Pressemitteilung Ja zum Wirtschaftsplan der Rohe’schen Altenheimstiftung

Kerstin Weckwerth, Leiterin des Rohe’schen Altenheims, hat dem Kreisausschuss nicht nur den Wirtschaftsplan der Stiftung vorgestellt, sondern auch über die Arbeit in der Kleinwallstadter Einrichtung berichtet.

Die 110 Plätze seien fast ständig belegt, so Weckwerth, wobei das Gros der Bewohner aus dem nördlichen Landkreis komme. Rund 75 Prozent der Bewohner seien Selbstzahler, über 75 Prozent im Seniorenheim seien Frauen. Weckwerth berichtete über die langsam angelaufene eingestreute Tagespflege, für die man werben müsse. Als größte Herausforderungen für die Pflegeeinrichtung bezeichnete sie den Fachkräftemangel, den Rückgang von Mitarbeiterbindung, Motivation und ehrenamtlichem Engagement, den Wegfall der Zivildienstleistenden und der Vorpraktikanten sowie nicht praktikable Vorgaben für Absolventen des Freiwilligen Sozialen Jahres und Bundesfreiwilligendienstleistende. Im Erfolgsplan der Einrichtung sind Weckwerth zufolge Erträge von 4.932.100 Euro und Aufwendungen von 4.897.100 Euro vorgesehen, so dass am Jahresende eine Summe von 35.000 Euro den Rücklagen zugeführt werden solle. Der Vermögensplan schließe mit Einnahmen und Ausgaben von jeweils 117.328 Euro ab. Für Instandhaltungen setze man dieses Jahr 107.000 Euro an, sagte Weckwerth und begründete diese Summe zum Teil mit den Anforderungen des Bayerischen Pflege- und Wohnqualitätsgesetzes. Für Anlagegüter sieht Weckwerth im laufenden Jahr rund 64.000 Euro vor; ein großer Teil für die EDV. Der Kreisausschuss stimmte dem Wirtschaftsplan einstimmig zu. Landrat Jens Marco Scherf dankte Weckwerth im Namen aller Kreisräte für die geleistete Arbeit zum Wohl der Bewohner des Altenheims: „Unseren alten Menschen ein würdevolles und freudvollen Leben zu gewährleisten, ist eine der ganz großen Aufgaben der Gesellschaft“, stellte Landrat Scherf die Bedeutung einer guten Pflege heraus.

Einstimmig hat der Kreisausschuss dem Kreistag empfohlen, der Änderung der Sparkassensatzung zuzustimmen. Der Verwaltungsrat hatte zuvor beschlossen, dass der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse nur noch mit beratender Stimme an der Sitzung teilnehmen darf und kein Stimmrecht hat. Er setzte damit eine Änderung des Bayerischen Sparkassengesetzes um, das eine klare Trennung zwischen dem Vorstand und der Aufsichtstätigkeit schafft.

Nachdem schon der Jugendhilfeausschuss den Bedarf für Jugendsozialarbeit an der Berufsschule Miltenberg-Obernburg anerkannt hatte, sah der Kreisausschuss dies ebenso und empfahl dem Kreistag, eine halbe Stelle vom 1. September 2015 an einzurichten. Diese Stelle muss auch im Stellenplan 2016 Niederschlag finden. Der Landkreis muss für dieses Jahr mit 6000 Euro Kosten rechnen, für die Folgejahre jeweils mit 18.000 Euro pro Jahr.

Gegen vier Stimmen empfahl der Ausschuss dem Kreistag, Ja zur Teilnahme des Landkreises am Bewerbungsverfahren für das Bundesförderprogramm „Bildung integriert“ zu sagen. Im Erfolgsfall wäre der Landkreis bereit, eine Vollzeitstelle, befristet auf die Förderdauer von drei Jahren, mit einer 50%igen Förderung durch das Bundesbildungsministerium einzurichten. Die Mehrheit hatte sich zuvor dafür ausgesprochen, sich statt vom Bund geförderter zwei Stellen nur um eine Stelle zu bewerben. Das Förderprogramm würde das Projekt Bildungsregion gut ergänzen, so die mehrheitliche Argumentation. „Ohne personelle Ressource werden die Projektideen aus den Workshops der Bildungsregion nicht umgesetzt werden können und damit alle Bekenntnisse zum Thema Bildung zu Lippenbekenntnissen“, stellte Landrat Jens Marco Scherf klar und betonte, dass bereits in den ersten Workshops zur Bildungsregion mehrere gute Projektideen entwickelt worden, die man mit der Stelle aus dem Förderprogramm umsetzen könne. Der Bund will mit dem Programm dem Thema Bildung einen höheren Stellenwert in der Kreisentwicklung einräumen. Vor allem das Bildungsmanagement und das Bildungsmonitoring sollen damit forciert werden. Kritik gab es seitens der einiger Kreisräte, da das Projekt Bildungsregion gerade erst begonnen habe und man nicht zu diesem frühen Zeitpunkt schon neue Stellen schaffen solle.
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