16.09.2015

Pressemitteilung Trommeln, Elektromusik, Bilder und Skulpturen

Spannende Künstler-Mischung in der alten Dorfkirche Hausen

Das Atelier von Konrad Franz in der alten Dorfkirche in Hausen wird am Sonntag, 27. September, um 11 Uhr den Rahmen für ein außergewöhnliches Konzert bieten. Joss Turnbull, ein Meister auf der Kelchtrommel Tombak, trifft auf Thomas Burkhardt (LIN/LOG), einem Könner des Euro-Rack-Modular-Systems (analoges elektronisches Instrument). Das Konzert findet inmitten der Fotografien von Werner Lebert (Obernburg) statt, der das Leben von Straßenkindern im kenianischen Kitale dokumentierte. Holzfiguren von Heribert Heeg (Johannesberg) bilden den weiteren Rahmen.

Joss Turnbull erlernte bei seinem Vater Mike das Spielen orientalischer und lateinamerikanischer Handtrommeln und spezialisierte sich mit 15 Jahren auf die große Rahmentrommel Mazhar. Mohammad Mortazavi, der für ihn Lehrer und Musikpartner war, eröffnete ihm den Zugang zur persischen Trommelkunst auf der iranischen Kelchtrommel Tombak. In Mannheim studierte er Jazz-Percussion an der Musikhochschule und absolvierte ein Studiensemester am türkischen Musikkonservatorium ITÜ in Istanbul. 

Als Solist trat er erstmals mit 17 Jahren auf, seitdem führen ihn Workshops und Konzerte im Bereich Jazz, arabische Musik, zeitgenössische Musik und Weltmusik durch Europa, in den Nahen Osten und nach Afrika. Seit 2008 ist er als Musiker und Dozent in der Orientalischen Musikakademie Mannheim aktiv. Er spielt seit 2010 mit dem ägyptischen Oudisten und Komponisten Mustafa Said und seinem Ensemble Asil klassische zeitgenössische arabische Musik. Beim Festival Junger Künstler Bayreuth ist er Dozent und Projektleiter.

Thomas Burkhardt gründete das Music Label LIN/LOG im Jahr 2010. Mit Techno- und experimenteller Musik aufgewachsen, kreierte er einen eigenen Sound mit Fokussierung auf tanzbare Strukturen mit unvorhersehbaren Schallereignissen. Seine Musik ist organisch und komplex, aber nie statisch. Er arbeitet ausschließlich mit einem analogen Modular-System. Seine aus der Norm herausfallende Musik hat er allen kreativen Menschen gewidmet.

Werner Lebert, gelernter Werkzeugmacher aus Obernburg und seit vielen Jahren anerkannter Fotograf mit Leidenschaft, war im Dezember 2011 mit offenen Augen und der Empathie für Schwächere für die Hilfsorganisation Don Bosco auf dem Weg von Nairobi in den Nordwesten Kenias, um die Zustände in einem Flüchtlingslager an der Grenze Äthiopiens mit der Kamera zu dokumentieren. Er kam durch die Stadt Kitale und blieb dort hängen. Der Grund: Er bekam das Elend der Straßenkinder hautnah mit, lebte elf Tage mit ihnen und gewann ihr Vertrauen. Mit eindrucksvollen Schwarz-Weiß-Fotos dokumentierte er ihr Leben zwischen dem täglichen Kampf ums Überleben, der Flucht in das Kleber-Schnüffeln und der Suche nach Essen.

Der freischaffende Bildhauer und Maler Heribert Heeg (Johannesberg) zeigt außergewöhnlichen Holzarbeiten. Der Entstehungsprozess seiner Skulpturen wird wesentlich von der natürlichen Beschaffenheit des Materials mitbestimmt. Eigenheiten wie Astwuchs, durch Austrocknung entstandene Spaltungen, Zufälle und Ahnungen sind gleichgewichtig mit eigenen Vorstellungen. Er versucht, in seinen Arbeiten Ruhe und Raum zur Geltung kommen zu lassen.

Karten und weitere Informationen sind im Kulturreferat des Landkreises Miltenberg (Tel. 09371 501-501; E-Mail: kultur@lra-mil.de) und im Internet erhältlich.

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