06.04.2016

Pressemitteilung Verschwundene Dörfer im südöstlichen Odenwald

Diese aktuelle Ausgabe 1 2016 der Zeitschrift „Der Odenwald“ des Breubergbundes (Heft 1/2016) berichtet über verschwundene Dörfer im südöstlichen Odenwald, russische Einquartierung 1813 in Hainstadt im Mümlingtal und die Schlacht bei Handschuhsheim 1795.

Im ersten Beitrag „Ferdinandsdorf im Fokus umweltgeschichtlicher Betrachtungen – Ein Beitrag zur Ursachendiskussion einer neuzeitlichen Odenwälder Wüstung“ beschäftigt sich Michael Hahl einleitend zunächst allgemein mit den verschwundenen Dörfern Ferdinandsdorf, Rineck und Galmbach im südöstlichen Odenwald, um dann Ober- und Unterferdinandsdorf in den Mittelpunkt seiner Darlegungen zu stellen. Dabei geht der Autor, Geograph und Geologe, vor allem der Frage nach, warum gerade dieser Ort im Gegensatz zu anderen in dieser Region die schrecklichen Armutsjahre im 19. Jahrhundert als Siedlung nicht überdauerte und wüst gefallen ist.

Dem nachfolgenden Beitrag liegt das Manuskript „Russen in Hainstadt im unteren Mümlingtal 1813 – Eine Kriegskostenrechnung“ des früheren Hainstädter Lehrers Heinrich Hassenfratz aus dem Archiv des Breuberg-Bundes aus dem Jahre 1927 zugrunde. Hassenfratz, ein guter Kenner der breubergischen Geschichte, hatte noch Zugang zu dem auf der Burg Breuberg verwahrten Archiv der „Gemeinherrschaft Breuberg“, ehe dieses in Erbacher und Wertheimer Bestände aufgeteilt und in die Archive nach Erbach bzw. Wertheim verbracht wurde. Sehr anschaulich beschreibt er die vielfältigen Drangsale, welche die Bevölkerung von Hainstadt 1813 im Zuge der russischen Einquartierung in ihrem Dorf erleiden mussten.

Die weiteren Beiträge sind: Bernd Philipp Schröder, DER ODENWALD IN ALTEN ANSICHTEN: Johann Heinrich Schilbach „Das Rathaus in Seeheim“ (1834)“; Heinrich Winter, „Hölzerne Grabzeichen – Holzkreuze und Grabbretter als Zeichen einer untergegangenen Friedhofskultur“; Winfried Wackerfuß, „Vor 220 Jahren: Die Schlacht bei Handschuhsheim am 24. September 1795“ und Richard Wagner, „Der Gebrauch des Frevelhammers oder Waldhammers durch die Forstwarte im Großherzogtum Hessen-Darmstadt“.

Den Schluss bilden ein Foto aus dem Jahre 1963 von den „Rätschen- oder Klapperbuben“ in der Karwoche in Allfeld, Buchhinweise auf Neuerscheinungen und auf die Termine der Kurztagung des Breuberg-Bundes im Frühjahr und die 3 tägige Herbsttagung im September.

Diese aktuelle Ausgabe 1 2016 der Zeitschrift „Der Odenwald“ ist über die Geschäftsstelle des Breuberg-Bundes, Ernst-Ludwig-Str. 2-4 in 64747 Breuberg oder den Buchhandel sowie über das Internet unter www.breubergbund.defür 5.- € zu beziehen, wo auch weitere Auskünfte zu bekommen sind.

Spuren eines einstigen Vorratskellers in Unterferdinandsdorf
Spuren eines einstigen Vorratskellers in Unterferdinandsdorf. Aufn.: M. Hahl
Schlacht bei Handschuhsheim, den 24. September 1795
3: Schlacht bei Handschuhsheim, den 24. September 1795. Repro: Kurpfälzisches Museum der Stadt Heidelberg 

Bericht im Auftrag des Vorstandes für den Breuberg-Bund e.V.

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