27.06.2017

Pressemitteilung Mit und ohne Handicap: Viel Spaß beim integrativen Sportfest

Sommerliche Wärme bei kühlendem Wind, viele Aktive und zahlreiche Gäste: Das integrative Sportfest beim TV Trennfurt, erstmals mit dem Landkreis Miltenberg als Kooperationspartner, hat am Samstag alle Erwartungen erfüllt. Gemeinsam betätigten sich Menschen mit und ohne Handicap und hatten viel Spaß beim gemeinsamen Sport. Bei einem Sponsorenlauf kamen über 3300 Euro für die Lebenshilfe zusammen.

Landrat Jens Marco Scherf, der im Laufdress erschienen war und sich aktiv beteiligte, freute sich über die gute Zusammenarbeit des Landkreises mit dem Turnverein Trennfurt und hob den Gedanken des Zusammenlebens hervor. „Ein toller Turnverein“, stellte er beim Blick auf das Engagement des TV Trennfurt fest. „Wir müssen aufhören, in Schubladen zu denken zwischen Behinderten und nicht Behinderten“, steht für ihn fest. Jeder Mensch habe Fähigkeiten und Talente, aber auch Handicaps, sagte er und überreichte zwei Schecks für den ausrichtenden Turnverein und die Feuerwehr, die das Fest absicherte. Auch Klingenbergs Bürgermeister Ralf Reichwein lobte den Gedanken hinter dem integrativen Sportfest und freute sich, dass sich einige Stadträte beteiligten. Dr. Reinfried Galmbacher, Vorsitzender der Lebenshilfe im Landkreis Miltenberg, dankte den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die den Nachmittag perfekt organisierten und dem TV Trennfurt für die Ausrichtung. 

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Auch er lief für einen guten Zweck: Landrat Jens Marco Scherf

Horst Heuß, Vorsitzender des Turnvereins Trennfurt freute sich über die gute Resonanz von Sportlern und Sportlerinnen sowie über die vielen Zuschauer. Er stellte die Angebote vor, die nicht nur Fußball, Tischtennis und Laufen umfassten, sondern auch einen Parcours, der es am Samstag und Sonntag ermöglichte, Einblicke in die Einschränkungen behinderter Menschen zu nehmen. „Ihr werdet euch umschauen“, kündigte Heuß an und sollte Recht behalten: Mit einer Rauschbrille mussten insgesamt rund 50 Neugierige auf einer Station des Parcours beispielsweise versuchen, einen Fußball aus wenigen Metern in das Tor zu befördern. Gar nicht so einfach, wenn man seine Umgebung nur verschwommen wahrnimmt, erfuhr auch der Vorsitzende des Turnbezirks Unterfranken, Günter Dietz, am eigenen Leib. Dem Turnbezirk sei es ein großes Anliegen, den integrativen Sport voranzubringen, sagte er. Einen Slalom oder Geschicklichkeitsspiele mit verbundenen Augen zu absolvieren, stellte alle Besucherinnen und Besucher ebenfalls vor Probleme und förderte das Bewusstsein für die Einschränkungen von Sehbehinderten und Blinden.

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Den Ball treffen, obwohl man fast gar nichts sieht, ist gar nicht so einfach:Hier Horst Heuß (links) mit dem Vorsitzenden des Turnbezirks Unterfranken, Günter Dietz.

Sportlich wurde es unter anderem auf dem Fußballplatz, wo sich sechs Teams – jeweils Fünf gegen Fünf – auf dem Kleinfeld maßen und trotz der Wärme großen Einsatz zeigten. In der Turnhalle, in der man sich wie in einer Sauna vorkam, flogen die kleinen Zelluloidbälle beim Tischtennis.

Größten Respekt musste man vor den Teilnehmern des Sponsorenlaufs haben. Ob Groß oder Klein, Alt oder Jung, mit Handicap oder ohne: Insgesamt legten 208 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sage und schreibe 3308 Runden zu jeweils rund 450 Metern zurück. Dies bedeutet dank einer Spende der Stadtwerke Klingenberg eine Spende von 3308 Euro für die Lebenshilfe, die dieses Geld gut brauchen kann. Durchgeschwitzt war nach 14 Runden auch das Trikot von Landrat Jens Marco Scherf, der mit seiner gesamten Familie für den guten Zweck lief. Insgesamt legten die Scherfs 50 Runden zurück, rechnete der Landrat am Ende des Laufs zusammen. Auch der Musikzug des TV Trennfurt ließ sich nicht lumpen: Er umrahmte die Eröffnung des integrativen Sportfests musikalisch und führte mit vielen Läuferinnen und Läufern im Schlepptau die erste Runde an. Mit ihren Betreuerinnen und Betreuern absolvierten auch mehrere Bewohner des Lebenshilfe-Wohnheims Erlenbach in Rollstühlen die Strecke. „Gemeinsam Sport, Spiel und viel Spaß für Menschen mit und ohne Behinderung“ – dieses Motto ging am Samstagnachmittag bestens auf. Beim Sommerfest des Turnvereins Trennfurt kam am Samstagabend und am Sonntag auch die Geselligkeit nicht zu kurz. 

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Auch mit Rollstühlen ließ sich die Strecke beim Sponsorenlauf gut absolvieren.

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