29.07.2016

Pressemitteilung Der HSG-Rohbau steht, der Innenausbau läuft auf vollen Touren

Vor einem Jahr erfolgte der erste Spatenstich, nun konnte am Mittwoch Richtfest am Erweiterungsbau des Hermann-Staudinger-Gymnasiums (HSG) gefeiert werden. Der Rohbau ist fertig, die Hülle ist dicht und im Inneren des rund 14.387 Kubikmeter Raum umfassenden Baus sind die Ausbaugewerke in vollem Gang.

Rund 8,7 Millionen Euro werde dieser erste Bauabschnitt des HSG kosten, sagte Landrat Jens Marco Scherf beim Richtfest vor zahlreichen Gästen. Hier entstehen 15 Klassenräume, ebenso viele Fachklassen für die Naturwissenschaften, drei Seminarräume und ein Raum für die Hausaufgabenbetreuung, zählte Scherf auf. Eine Dachterrasse biete für Astronomie und Physik eine Freifläche von 340 Quadratmeter. Der Erschließung dienen Flur und ein Aufzug, auch Sanitäranlagen und Technik gehören zu diesem Bauabschnitt.

Alle Partner am Bau – Schule, Planer, Kreisbauamt und Firmen – hätten sich in einem vorbildlichen Prozess „zusammengerauft“, blickte der Landrat zurück und wies auf teilweise kontroverse Ansichten hin, die es zusammenzuführen galt. Während des Baus habe es zudem unschöne Überraschungen gegeben, wies Scherf beispielsweise auf Probleme mit der Abbruchfirma hin. Nur dank vereinter Kräfte des Architekturbüros, des Kreisbaumeisters Andreas Wosnik, des Projektleiters Claudius Deboy und der Firmen Trautmann und Schuck habe der Bau weitergeführt werden können – wenn auch mit etwas zeitlichem Verzug. Zudem sei festgestellt worden, dass die Pläne des Altbaus und der tatsächliche Bau nicht immer übereingestimmt hätten. Darüber hinaus sei ein Wasserschaden festgestellt und behoben worden. Auch besondere Erschwernisse im nördlichen Bauteil durch ungünstige Baugrundverhältnisse, die zusätzlich aufwändige Gründungsmaßnahmen erforderten, hätten die Akteure nicht aus dem Tritt gebracht, lobte Scherf.

Besonders würdigte der Landrat das Planungsteam der Schule um Studiendirektor Henrik Barz. Nicht nur in den 45 Projektgruppensitzungen sei die Zusammenarbeit stets von großer Achtsamkeit für die Belange anderer Planungsbeteiligter und des Budgets geprägt gewesen. „Sie haben mit uns zusammen gute Lösungen gefunden und sind auch neue Wege gegangen, um einen optimalen Schulbau zu errichten“, stellte Scherf fest. Noch im Dezember soll der erste Bauabschnitt fertiggestellt werden, der Umzug sei für die Faschingsferien 2017 vorgesehen. 2019 werde mit der abgeschlossenen Sanierung der Turnhallen der Barbarossaschule, die auch aus Fördermitteln des Landkreises bestritten wird, und der Fertigstellung des Hauptgebäudes „das modernste Schulzentrum am Bayerischen Untermain existieren“, blickte der Landrat voraus.

2016-07-29_Landkreis Miltenberg - Pressearchiv
HSG-Schulleiter Konrad Blank (links) und Landrat Jens Marco Scherf freuen sich über die Entstehung des laut Landrat „modernsten Schulzentrums am Bayerischen Untermain“

Erlenbachs Bürgermeister Michael Berninger stellte fest, dass das HSG zusammen mit Grundschule, Mittelschule, Krankenpflegeschule, Altenpflegeschule und Volkshochschule die Stadt Erlenbach zu einem besonderen Schulort gemacht hätten mit dem HSG als „Highlight.“ Aufgrund der Sanierung der Barbarossa-Schule direkt nebenan habe man mit dem Kreisbaumeister und seinem Team oft und gut zusammengearbeitet, lobte Berninger.

Für das Planungsteam der Schule bedauerte Henrik Barz scherzhaft, dass die geplante Rutsche im Inneren nicht habe realisiert werden können, dennoch fänden sich viele Ideen und Vorschläge der Schule – auch der Schüler – im Bau wieder. Bereits jetzt sei die Vorfreude auf den Bezug des Neubaus zu spüren, stellte er fest und freute sich unter anderem darüber, dass hier künftig mit Whiteboards und Beamern neueste Medientechnik Einzug halten werde. Er dankte für die zielgerichtete Zusammenarbeit mit dem Landratsamt, den Architekten und den Fachplanern, auch der Hausmeister habe viele kluge Einwendungen gebracht. Sämtliche Projektebeteiligten hätten harte, beharrliche und zeitintensive Arbeit geleistet, blickte Barz zurück, der zum Beginn des neuen Schuljahres die Leitung des Kronberg-Gymnasiums Aschaffenburg übernimmt.

Architekt Stephan Mühlhause stellte fest, dass der Rohbau nach Abbau des letzten Krans seit dem 22. Juli fertig sei, zurzeit würden die letzten Fenster montiert. Das Gerüst sei montiert, die Fassadenarbeiten hätten begonnen, die Dachabdichtung sei aufgebracht und die Innengewerke seien in vollem Gang. Der Schulfamilie dankte er für das Ertragen des Lärms, dem Projektteam und allen anderen am Bau Beteiligten für die konstruktive Zusammenarbeit. „Gemeinsam haben wir ein gutes Ergebnis erreicht“, steht für ihn fest.

Nach dem Richtspruch von Rüdiger Wissel führten der Kreisbaumeister Andreas Wosnik, Claudius Deboy, Projektleitung des Landkreises sowie Andreas Bretschneider, der Bauleiter des Büros agn-smp, die Gäste des Richtfests durch den Rohbau und erklärten die Details. Für die stimmungsvolle musikalische Umrahmung des Richtfestes sorgte die Big-Band des HSG unter Leitung von Bernhard Wehle, die mit Titeln wie „Satisfaction“, „California Dreaming“ und „House of the Rising Sun“ die Gäste erfreute.

2016-07-29_Landkreis Miltenberg - Pressearchiv
Vor zahlreichen Gästen sprach Rüdiger Wissel, unterstützt von Polier Markus Schindelbeck, den Richtspruch am Rohbau des HSG.

2016-07-29_Landkreis Miltenberg - Pressearchiv
Kreisbaumeister Andreas Wosnik führte die Gäste durch den Rohbau und erklärte, welch gute Bedingungen Schüler und Lehrer hier künftig vorfinden werden.

© 2011 Landratsamt Miltenberg | Brückenstr. 2 | 63897 Miltenberg | Tel: 09371 501-0
Fernwartung