30.10.2020

Pressemitteilung Online-Bildungskonferenz zum Thema Bürgerforschung

Der Landkreis Miltenberg als Bildungsregion in Bayern veranstaltet seit dem Jahr 2018 jährlich eine Bildungskonferenz. In diesem Jahr wird die Konferenz an zwei Tagen in digitaler Form über die Bühne gehen: 

Am Montag und Freitag, 16. und 20. November, informieren Claudia Göbel und Dr. Anett Richter unter dem Motto „offen.beteiligt.digital – Bürgerforschung und die Bildung der Zukunft“ mit Vorträgen über den Ansatz der Bürgerforschung. Auch kommen sie mit den zugeschalteten Interessierten ins Gespräch.

Landrat Jens Marco Scherf hat in einer Videobotschaft (https://youtu.be/bG_3uj4wcM4) schon einmal darauf hingewiesen, was die Besucher*innen der Konferenz erwartet, die in Form von GoToMeetings online stattfindet.

Unter Bürgerforschung, auch bezeichnet als Bürgerwissenschaft oder Englisch citizen science, versteht man – einfach gesagt – die Einbindung von Laien in einen wissenschaftlichen Forschungsprozess. Bundesweit gibt es immer mehr forschende Bürger*innen, die beim Erarbeiten wissenschaftlicher Erkenntnisse helfen: Sie nehmen Proben von Luft und Wasser, dokumentieren Beobachtungen von Fauna und Flora, vermessen Kulturlandschaften oder erforschen Stammbäume. Sie haben heute durch das Internet und mobile Geräte die Möglichkeit, ortsunabhängig über Smartphone-Apps oder Websites an Forschungsprozessen teilzuhaben. Auch ländliche Regionen können so von der Entwicklung der Bürgerforschung profitieren. Bürgerforschungsprojekte widmen sich häufig Forschungsfragen, die Antworten suchen auf große Herausforderungen unserer Zeit: Klimawandel und die Folgen, Erhalt der Artenvielfalt, die Entwicklung ländlicher Räume oder das demokratische Zusammenleben in einer offenen Gesellschaft. In der Bildungsarbeit in Schulen, Museen und der Umweltbildung werden die Projekte bereits erfolgreich genutzt.

Für die Bildungskonferenz konnten in Claudia Göbel und Dr. Anett Richter zwei ausgewiesene Expertinnen gewonnen werden, die neben einem Fachvortrag auch Workshops begleiten. Näheres zu den beiden Referentinnen kann einer pdf-Datei entnommen werden, die unter www.bildungsregion-mil.de/media/57537/die-referentinnen.pdf herunterladbar ist.

Am Montag, 16. November, werden beide von 16 bis 17.30 Uhr in einem rund 40-minütigen Video-Vortrag darstellen, was Bürgerforschung im Hinblick auf die zukünftigen Herausforderungen ländlicher Räume leisten kann und mit den zugeschalteten Interessierten darüber diskutieren. Der Vortrag ist darüber hinaus als Aufzeichnung abrufbar für alle, die nicht live dabei sein können.

Ein erster Workshop am 20. November ruft von 17 bis 18 Uhr Akteure aus dem Bildungsbereich und der Zivilgesellschaft auf, Bürgerforschungsprojekte in der Region vorzustellen und gemeinsam über Erfolge und Herausforderungen zu diskutieren. In einem zweiten Workshop am selben Tag wird von 18.30 bis 19.30 Uhr der Frage nachgegangen, wie Bürgerforschung in der Bildungsarbeit Anwendung finden kann und was beim Start eigener Projekte zu beachten ist.

Die Anmeldung und weitere Informationen zum Programm und den Referentinnen sind unter https://barcamps.eu/BK-Mil-Buergerforschung im Internet aufrufbar. Eine Anmeldung ist erforderlich, die Plätze sind begrenzt. Für die Konferenz wird das Videokonferenztool GoToMeeting verwendet. Nähere Informationen zu den Veranstaltungen sind auch unter www.bildungsregion-mil.de einzusehen.

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