14.07.2015

Pressemitteilung Ehrungsabend im Landratsamt

Eine Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, zwei Ehrenplaketten, drei Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten und zwölf Kommunale Dankurkunden hat Landrat Jens Marco Scherf am Montagabend im Foyer des Landratsamts überreicht.

Im Beisein zahlreicher Vertreter aus der Politik rief Scherf in Erinnerung, dass die Gesellschaft von Menschen lebt, die nicht nur an ihren unmittelbaren Nutzen denken, sondern bereit sind, sich für das Gute zu engagieren. „Kein Vereinsleben, keine Verbände, keine Hilfeleistung durch Feuerwehren, Rotes Kreuz oder Technisches Hilfswerk, keine kommunale Selbstverwaltung und keine Vereinsangebote, keine Selbsthilfegruppen und Unterstützungsleistungen durch Initiativen und Verbände“ – so sähe laut Scherf das Leben aus. Alle Ehrungen seien Zeichen des Dankes und der Wertschätzung für das Engagement, stellte der Landrat fest.

In das gleiche Horn stieß der Kreisvorsitzende des Städte- und Gemeindetags, Bürgermeister Günther Oettinger. Die Ehrenamtlichen brauche man heute mehr denn je, stellte er fest und bezog in sein Lob auch die Ehepartnerinnen und Ehepartner der Geehrten ein, die den ehrenamtlich Engagierten den Rücken freihielten und voll hinter dem Einsatz stünden.

Die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland erhielt Walter Ackermann (Miltenberg), der sich schon während seiner Laufbahn als Polizeibeamter über seine dienstlichen Pflichten hinaus um das Wohl von Kriminalitätsopfern gekümmert hat. Seit mindestens 1984 gilt er als vertrauenswürdiger ehrenamtlicher Ansprechpartner. Seit Juli 1991 ist Ackermann im Weißen Ring tätig, der Kriminalitätsopfern hilft und zur Verhütung von Straftaten beiträgt. Seit 2003 leitet Ackermann die Außenstelle Miltenberg und wird hierbei von mehreren ehrenamtlichen Helfern unterstützt. Bei der Arbeit steht die materielle und ideelle Unterstützung der Opfer auf dem Weg in die Normalität im Vordergrund – etwa die Begleitung zu Gerichtsverhandlungen, finanzielle Hilfe für Therapien und die Aufklärung über Hilfen. Über 300 Opferfälle haben Ackermann und seine Mitstreiter bearbeitet. Daneben ist er in der katholischen Kirchengemeinde St. Jakobus aktiv.

Die Ehrenplakette für mindestens 25-jährige, aktive, erfolgreiche und unentgeltliche Tätigkeit in Vereinen und sonstigen Organisationen mit kulturellen, sportlichen, sozialen, kirchlichen oder anderen gemeinnützigen Zielen verlieh Scherf an Otto Kohl (Wörth), einer tragenden Kraft des Angelsportvereins Erlenbach. Er ist dort seit 1998 Vorsitzender und hat mit persönlichem, aber auch materiellem Einsatz den Verein vorangetrieben. Er organisierte nicht nur traditionelle Vereinsveranstaltungen, sondern auch das Altstadtfest und das Siedlerfest.
Harald Strichhirsch (Sulzbach) spielte beim Sportverein Sulzbach viele Jahre aktiv Fußball, war Abteilungsleiter, dritter Vorsitzender und seit 2011 zweiter Vorsitzender. Er unterstützte die Jugendarbeit und legt stets Hand an, wenn handwerkliche Fähigkeiten gefragt sind.

Das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten wurde an drei Bürgerinnen und Bürger verliehen als Anerkennung für langjährige hervorragende ehrenamtliche Tätigkeit in Vereinen, Organisationen oder sonstigen Gemeinschaften mit kulturellen, sportlichen, sozialen oder anderen gemeinnützigen Zielen.
Gabriele Hünerth (Erlenbach)ist seit 1984 Mitglied im Gesangverein Frisch auf Streit und dort als Sängerin aktiv. Sie war Beisitzerin im Vorstand und ist bis heute zweite Vorsitzende, zudem ist sie aktiv in der Organisation von Vereinsfesten. Gustav Müller (Bürgstadt) war 24 Jahre lang zweiter Schützenmeiste im Schützenverein Bürgstadt sowie sechs Jahre Beisitzer. Er war beim Bau des Vereinsheims mit Schießstand eine wertvolle Hilfe, dank seiner Initiative konnte das Angebot auf Bogenschießen erweitert werden. Hildegard Schlegel (Elsenfeld) ist im Frauenkreis Elsenfeld/Katholischer Frauenbund) überaus engagiert. Sie war 20 Jahre lang Vorsitzende, seit 2008 ist sie stellvertretende Vorsitzende. Sie organisiert die monatlichen Treffen und viele weitere Aktionen, auch bringt sie sich seit Jahren mit Krankenhaus- und Altenheimbesuchen in der Pfarrei ein. Auch war sie 20 Jahre lang in der Seniorenarbeit aktiv.

Die Kommunale Dankurkunde für langjähriges, verdienstvolles Wirken in der kommunalen Selbstverwaltung – mindestens 18 Jahre ein kommunales Ehrenamt – bekamen:
Dr. Ulrich Schüren (Elsenfeld, Kreisrat und Marktgemeinderat, langjähriger Fraktionsvorsitzender der SPD im Kreistag), Bernhard Fried (Erlenbach, Stadtrat), Mathias Breitenbach (Eschau, Marktgemeinderat und ehemaliger zweiter Bürgermeister), Benno Konrad (Faulbach, Gemeinderat), Bertram Naun (Faulbach, Gemeinderat), Norbert Herdt (Großwallstadt, Gemeinderat), Fridolin Bachmann (Klingenberg, Stadtrat), Stefan Wüst (Klingenberg, Stadtrat, ehemaliger dritter Bürgermeister), Klaus Wolf (Miltenberg, Stadtrat), Stephan Zöller (Mönchberg, Marktgemeinderat), Thomas Haas (Schneeberg, Marktgemeinderat, Ortssprecher von Hambrunn), Elmar Hefter (Sulzbach, Marktgemeinderat). Die Geehrten hätten über eine lange Wegstrecke hinweg durch verantwortungsvolles Handeln und zielorientiertes Entscheiden die Entwicklung ihrer Heimatgemeinden entscheidend mitgeprägt, so Jens Marco Scherf. Gemeinden und Landkreise seien Räume, in denen wirkliche Politik mit den Bürgerinnen und Bürgern betrieben werden kann. „Dazu braucht es Menschen mit Bürgersinn, die sich bereit erklären, in der Kommunalpolitik mitzuarbeiten“, lobte der Landrat.
Musikalisch umrahmt wurde der Ehrenabend von Anne Luisa Kramb, Preisträgerin des Jugendkulturpreises, von „Jugend musiziert“ sowie des Violinwettbewerbs Mlody Paganini, die Stücke von Telemann, Paganini und Ysaye vortrug.

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Die Geehrten mit Landrat Jens Marco Scherf (rechts) und Günther Oettinger, Kreisvorsitzender des Gemeindetags (links).
Die Geehrten mit Landrat Jens Marco Scherf (rechts) und Günther Oettinger, Kreisvorsitzender des Gemeindetags (links).

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