19.10.2015

Pressemitteilung Zweiter Bauabschnitt des Realschulumbaus übergeben

Im Beisein zahlreicher Gäste aus Politik, Wirtschaft, Schule und Landkreisverwaltung ist am Freitagmorgen der zweite Bauabschnitt der Generalsanierung der Obernburger Main-Limes-Realschule übergeben worden.

Für Landrat Jens Marco Scherf ist die millionenschwere Investition ein Zeichen dafür, dass dem Landkreis die Bildung wichtig ist und dass er den Worten auch Taten folgen lässt. Scherf dankte der Schulfamilie, dass diese sich ebenso wie die Anwohner mit Kritik an Lärm, Schmutz und anderen mit den Bauarbeiten verbundenen Unannehmlichkeiten zurück halte. Ein Wort des Dankes richtete Scherf an alle am Bau Beteiligten für deren Arbeit, auch wenn der ambitionierte Zeitplan leider nicht wie geplant umgesetzt habe werden könne. Der Fachklassenbereich im zweiten Obergeschoss sei noch nicht eingerichtet und auch weitere Kleinigkeiten seien nicht erledigt. Dennoch habe die Schule zum Schuljahresbeginn die neuen Klassenräume beziehen können, stellte der Landrat fest. Den Richtspruch für den Neubau des Musik- und Mehrzweckbereichs habe man verschieben müssen, da die Entdeckung alter Fundamente die Arbeiten die Erstellung der Decke verzögert hätten. Ausdrücklich lobte der Landrat die Arbeiter der Firma Trautmann, die die Rohbauarbeiten deutlich vor dem Zeitplan ausgeführt habe.

Jens Marco Scherf rief den Gästen nochmals den Zeitplan in Erinnerung seit dem Spatenstich am 22. Juli 2013 – damals noch unter der Ägide von Roland Schwing. Im zweiten Bauabschnitt seien erneut zwei Klassenräume geschaffen worden, die Naturwissenschaftsräume würden in einem neuen, modernen Trakt der Schule nach den Herbstferien zur Verfügung stehen. Als besondere Schwierigkeit habe sich erwiesen, dass die Hauswirtschaft der Schule wegen der Prüfungen bereits im April zur Verfügung habe stehen müssen. Das habe viele Provisorien notwendig gemacht, blickte Scherf zurück. Das neue Atrium werde das Herzstück der Schule werden, zeigte sich der Landrat überzeugt. Dass die Kosten immer noch bei den veranschlagten 10,5 Millionen Euro liegen – und das trotz vieler umgesetzter Sonderwünsche der Schule – sei dem Bemühen aller Beteiligter nach Wirtschaftlichkeit geschuldet, stellte er fest. Der Landrat appellierte am Ende seiner Ausführungen an alle Nutzer der Schule, dieses Gebäude und die Einrichtung pfleglich zu behandeln.

Im Namen der Schulfamilie ging Schulleiterin Lieselotte Siegel auf die Schulküche ein, deren Umzug und Neubezug auch unter tatkräftiger Mithilfe der Schülerinnen und Schüler gemeistert worden sei. Die Schule sei stets bereit, zu sparen und Kompromisse einzugehen, stellte sie fest. „Unsere Wünsche werden angehört und, wenn möglich, auch umgesetzt“, so Siegel. Ein großer Wunsch bleibe dennoch: eine Doppelsporthalle. Die Bauarbeiten seien mit Lärm, Kälte und Staub eine große Herausforderung gewesen, aber auch das habe man bislang gemeistert.

Bauleiter Armin Zankl erklärte, dass das Lehrerkollegium zurzeit noch in Containern untergebracht sei und erst nach Fertigstellung des dritten Bauabschnitts in neue Räume umziehen werde. Wegen den Anstrengungen um die Lehrküche würden die naturwissenschaftlichen Räume etwas später als geplant fertig, so Zankl. In der neuen Lehrküche sei Dank der Einrichtung nun auch behindertengerechtes Arbeiten möglich. Er übergab an Schulleiterin Siegel einige Gewürze für die Küche.

Obernburgs Bürgermeister Dietmar Fieger freute sich über die zahlreichen zeitgemäßen Bildungsmöglichkeiten in der Stadt. Die Schullandschaft Obernburgs habe sich kontinuierlich weiter entwickelt, sagte er. Die Stadt sei sehr froh über diesen gewachsenen Schulstandort, der von Wohnbebauung umgeben und darin integriert sei. Die gute Schulsituation sei auch wichtig für die große Aufgabe der Integration der jungen Flüchtlinge in die Gesellschaft, sagte er. Auch sprach er von einer großen Verbundenheit von Schule und Stadt, was sich in zahlreichen gemeinsamen Veranstaltungen niederschlage.

Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von drei Schülern der Realschule: Angie Markert (Panflöte), Johannes Dölger (Geige) und Edgard Weimert (Klavier). Bei einem Rundgang nach dem offiziellen Teil informierte Kreisbaumeister Andreas Wosnik die Gäste über die bereits erfolgten und weiter geplanten Arbeiten. 

Hier wird einmal das Herzstück der Main-Limes-Realschule Obernburg entstehen: Im Atrium erklärte Kreisbaumeister Andreas Wosnik den aktuellen Planungsstand.
Hier wird einmal das Herzstück der Main-Limes-Realschule Obernburg entstehen: Im Atrium erklärte Kreisbaumeister Andreas Wosnik den aktuellen Planungsstand. 
 

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