30.09.2015

Pressemitteilung Verzögerung auf der Baustelle am Erlenbacher Gymnasium

Bei den Sanierungen an der Main-Limes-Realschule Obernburg und dem Johannes-Butzbach-Gymnasium läuft alles gut, beim Hermann-Staudinger-Gymnasium kommt es dagegen zu Verzögerungen. Diese Botschaft hat Konrad Fäth (Kreisbauamt) am Mittwoch den Mitgliedern des Ausschusses für Bau und Verkehr überbracht.

An der Realschule Obernburg gehe der zweite Bauabschnitt dem Ende entgegen, mit Fertigstellung sei nach den Herbstferien zu rechnen. Der Hauswirtschaftsbereich sei bereits bezogen und in Betrieb genommen worden. Fäth zufolge sei der dritte Bauabschnitt termingerecht gestartet, Überraschungen habe es aber gegeben. So habe man beim Abbruch des Mehrzweckraums bislang nicht bekannte Gründungen gefunden; teilweise bis in vier Meter Tiefe. Auch seien im Zuge des Rückbaus mehr Schadstoffe als erwartet gefunden und entsorgt worden. Fäth erwartete aus den genannten Gründen Mehrkosten in diesem Gewerk. Die Rohbauarbeiten schritten gut voran, die Pavillons seien größtenteils nach Erlenbach transportiert worden. Ein Dankeschön übermittelte Fäth der Schulfamilie, die die Belastungen durch die Bauarbeiten verständnisvoll mit trage.

Termingerecht seien die Arbeiten zur Generalsanierung und dem Umbau des Miltenberger Johannes-Butzbach-Gymnasiums gestartet, sagte Fäth. Die Abbrucharbeiten seien zügig und ohne Überraschungen vorangetrieben worden. Positiv sei, dass man im Rahmen des Rückbaus eine kostengünstige Lösung für einen behindertengerechten Zugang für den Großteile der bestehenden Klassenräume gefunden habe.

Einiges Kopfzerbrechen bereite dagegen die Generalsanierung des Hermann-Staudinger-Gymnasiums Erlenbach. Nach termingerechtem Start Anfang August hätten sich bereits kurze Zeit später Verzögerungen bei den Abbrucharbeiten ergeben. Als Gründe nannte Fäth mangelnde personelle Besetzung der Abbruchfirma, aber auch geringe Präsenz der örtlichen Bauleitung, Unklarheiten im Leistungsverzeichnis, unvorhersehbare Schwierigkeiten sowie im Vorfeld nicht erkennbare Bauteilkonstruktionen. Man gehe zurzeit von rund einem Monat Verzug aus.
Claudius Deboy (Kreisbauamt) berichtete von mehreren dem Landratsamt vorliegenden Nachträgen und Mehrkostenanmeldungen, verbunden mit jeweiliger Anmeldung einer verlängerten Ausführungsfrist. Im Gegenzug seien Verzugsmeldungen an die Firma übersandt worden. Die Verzögerungen seien vor rund drei Wochen von allen Beteiligten akzeptiert worden, sagte Deboy weiter. Aber noch immer stünden große Teile eines abzubrechenden Treppenhauses, das eigentlich am 19. September hätte abgerissen sein müssen. Deshalb sei damit zu rechnen, dass die Abbruchfirma auch nach dem 2. Oktober noch tätig sein werde. Ob der Verzug auch das Nachfolgegewerk – die Rohbauarbeiten – stark beeinträchtigen wird, konnte Deboy noch nicht sagen. Die damit beauftragte Firma habe mit der Arbeit schon an einzelnen Stellen beginnen können und versuche ihr Möglichstes, ohne weitere Verzögerung arbeiten zu können.
Mittlerweile habe man einen regelmäßigen wöchentlichen Baustellentermin mit allen Beteiligten eingeführt, so Claudius Deboy, auch der neue Bauleiter der Abbruchfirma mache einen guten Eindruck. „Sehr ärgerlich“ nannte Landrat Jens Marco Scherf die Verzögerungen der Abbrucharbeiten. Man werde die örtliche Bauleitung mit Nachdruck darauf hinweisen, dass es so nicht weiter gehen könne. Auch bei Nachträgen sei noch nicht das letzte Wort gesprochen, wies Claudius Deboy darauf hin, dass man die Abbruchfirma auch finanziell in Verantwortung nehmen wolle.

Konrad Fäth wies weiter darauf hin, dass die aufgrund des Abbruchs entfallenden Klassenräume durch die an der Realschule Obernburg abgebauten Pavillons ersetzt würden. Er erinnerte auch an einen Wasserschaden im Gymnasium, der kurz vor den Sommerferien aufgetreten und auch behoben worden sei. In drei Klassenzimmern sowie einem Teil des Flurs hätten deshalb Bodenbelag und Estrich herausgerissen und erneuert werden müssen. Glücklicherweise sei der Wasserschaden durch die Versicherung abgedeckt; den Schaden bezifferte er auf rund 50.000 Euro. Über die Kostenentwicklung für das gesamte Bauvorhaben soll der Ausschuss in seiner nächsten Sitzung informiert werden. Es sei aber abzusehen, dass der Ansatz von 18,5 Prozent für die Nebenkosten nicht zu halten sei.

Dass sich im Kreisstraßenhaushalt 2015 einige Änderungen erheben haben, erläuterte Otto Kern. So verschiebe sich der mit rund 400.000 Euro vorgesehene Ausbau der Kreisstraße MIL25 in Leidersbach-Roßbach, da erforderliche Vorarbeiten der Gemeinde noch nicht abgeschlossen seien. Die größte Veränderung im Haushalt ergebe sich durch den Ausbau der Kreisstraße MIL26 zwischen Sommerau und Eichelsbach. Hier seien ursprünglich 190.000 Euro für den Deckenbau geplant gewesen, nun aber wird für insgesamt 556.000 Euro auch die Fahrbahn von fünf auf 5,5 Meter verbreitert und der Künzbach auf einer Länge von 120 Metern verlegt. Aufgrund ungünstiger Ausschreibungsergebnisse würden sich die Kosten der Deckenbauarbeiten in der Ortsdurchfahrt Eichelsbach von 210.000 auf 250.000 Euro erhöhen. An der Brücke über den Faulbach bei Altenbuch würden in diesem Jahr noch Kosten von 20.000 Euro anfallen, ergänzte Kern.
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